Fincken

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fincken
Fincken
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fincken hervorgehoben
Koordinaten: 53° 21′ N, 12° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Röbel-Müritz
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 34,86 km2
Einwohner: 505 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17209
Vorwahlen: 039922, 039924
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 034
Adresse der Amtsverwaltung: Marktplatz 1
17207 Röbel/Müritz
Website: amt-roebel-mueritz.de
Bürgermeister: Erich Nacke (CDU)
Lage der Gemeinde Fincken im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Fincken ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Röbel-Müritz mit Sitz in der Stadt Röbel/Müritz verwaltet.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Fincken liegt in der Mecklenburgischen Seenplatte in einem hügeligen Gebiet, das im Eckerberg mit 96 m ü. NN den höchsten Punkt erreicht. Im Gemeindegebiet liegt der von der Elde durchflossene Finckener See. Die Stadt Röbel ist 12 km entfernt.

Zu Fincken gehören die Ortsteile Dammwolde, Fichtental, Jaebetz, Käselin, Knüppeldamm und Marienhof. In Dammwolde befindet sich die sehenswerte Kirche Dammwolde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostfriesische Häuser in Knüppeldamm

1310 wurde Fincken erstmals in einem Vertrag zwischen der Herrschaft Werle und den Grafen der Mark Brandenburg erwähnt. Zu den Besitzern des Dorfes gehörten die Grambow (Adelsgeschlecht), die Pritzbuer (Adelsgeschlecht), Petersdorff (Adelsgeschlechter) und Blücher (Adelsgeschlecht). Zeitweise existierte eine Glashütte im heutigen Ortsteil Knüppeldamm.

Die Finckener Kirche stammt aus dem Jahre 1748. Wahrscheinlich ist sie die einzige Kirche in der Landeskirche Mecklenburg, die durch die evangelische Kirchgemeinde an die Gemeinde verpachtet wurde. Gemeinsam wurde erfolgreich für den Erhalt der Bausubstanz nach einer Finanzierung gesucht und im Ergebnis dessen im Jahr 2009 als erstes die Decke des Kirchraumes instandgesetzt.

1935, in der Zeit des Nationalsozialismus, wurden Fincken und andere Orte in der Umgebung (vor allem Knüppeldamm, Dammwolde und Jaebetz) mit Bauern aus Ostfriesland aufgesiedelt. An der Straße nach Zepkow sind viele ihrer Häuser erhalten. Charakteristisch ist die Holzbauweise der Oberetage bei gemauertem Erdgeschoss.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Käselin eingegliedert. Mit Wirkung vom 1. Januar 2010 wurde die Gemeinde Jaebetz nach Fincken eingemeindet.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. Juli 2000 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 212 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold eine rote Rundscheune mit flachem schwarzen Kegeldach, schwarzem Fachwerk im oberen Mauerteil und einem geschlossenen schwarzen Tor zwischen zwei kleinen schwarzen Rundbogenfenstern im unteren Mauerteil; darunter drei (2:1) schreitende blaue Finken mit je einem goldenen Auge.“

Das Wappen wurde von dem Grafiker Werner Schinko aus Röbel gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Herrenhaus in Fincken
Rundscheune

Sehenswert ist das ehemalige Herrenhaus in Fincken, das in der DDR-Zeit als Betriebs-Ferienheim genutzt, zwischenzeitlich saniert und als Hotel umfunktioniert wurde, inzwischen jedoch wieder leer steht. Das Kavaliershaus des ehemaligen Herrenhauses wird seit 2010 als Hotel betrieben. Die Rundscheune war ein Pferdestall aus dem 18. Jahrhundert und ist heute nach einer Sanierung Gemeindezentrum. Wenige hundert Meter östlich von Fincken wurde ein großer Findling beim Autobahnbau (A 19) freigelegt. Das Gebiet um Fincken ist durch Wanderwege erschlossen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahe Fincken quert die Bundesstraße 198 die Bundesautobahn 19 (Wittstock–Rostock) mit der Anschlussstelle Röbel. Fincken besaß einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Ganzlin–Röbel. Der Personenverkehr auf der Strecke wurde bereits 1966 eingestellt. Die Strecke wurde 2012 stillgelegt und im Januar 2013 abgebaut. Die nächsten Bahnhöfe mit Personenverkehr befinden sich in Malchow (Mecklenburg) und Wittstock/Dosse.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Fincken lebt der Metallbildner und Holzschnitzer Gerald Schwörk.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fincken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  3. Schwörk (Wikimedia)