Fincken

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum deutschen Ingenieur und Verleger siehe Carl Fincken.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fincken
Fincken
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fincken hervorgehoben
Koordinaten: 53° 21′ N, 12° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Röbel-Müritz
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 34,86 km2
Einwohner: 505 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17209
Vorwahlen: 039922, 039924
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 034
Adresse der Amtsverwaltung: Marktplatz 1
17207 Röbel/Müritz
Webpräsenz: www.amt-roebel-mueritz.de
Bürgermeister: Erich Nacke (CDU)
Lage der Gemeinde Fincken im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Priepert Peenehagen Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Schloen-Dratow Schloen-Dratow Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Kuckssee Penzlin Möllenhagen Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Plasten Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Moltzow Moltzow Torgelow am See Varchentin Vollrathsruhe Burg Stargard Burg Stargard Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Kublank Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Fincken ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Röbel-Müritz mit Sitz in der Stadt Röbel/Müritz verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Fincken liegt in der Mecklenburgischen Seenplatte in einem hügeligen Gebiet, das im Eckerberg mit 96 m ü. NN den höchsten Punkt erreicht. Im Gemeindegebiet liegt der von der Elde durchflossene Finckener See. Die Stadt Röbel ist zirka zwölf Kilometer entfernt.

Zu Fincken gehören die Ortsteile Dammwolde, Fichtental, Jaebetz, Käselin, Knüppeldamm und Marienhof. In Dammwolde befindet sich die sehenswerte Evangelische Kirche Dammwolde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostfriesische Häuser
Hauptartikel: Kirche Fincken

1310 wurde Fincken erstmals in einem Vertrag zwischen dem Fürsten von Werle und den Brandenburger Markgrafen erwähnt. Zu den Besitzern des Dorfes gehörten das Rittergeschlecht derer von Grambow, die Familie von Pritzbuer, Helmuth von Pederstorff sowie die Herren von Blücher. Zeitweise existierte eine Glashütte im heutigen Ortsteil Knüppeldamm.

Die Finckener Kirche stammt aus dem Jahre 1748. Wahrscheinlich ist sie die einzige Kirche in der Landeskirche Mecklenburg, die durch die evangelische Kirchgemeinde an die Gemeinde verpachtet wurde. Gemeinsam wurde erfolgreich für den Erhalt der Bausubstanz nach einer Finanzierung gesucht und im Ergebnis dessen im Jahr 2009 als erstes die Decke des Kirchraumes instandgesetzt.

1935, in der Zeit des Nationalsozialismus, wurden Fincken und andere Orte in der Umgebung (vor allem Knüppeldamm, Dammwolde und Jaebetz) mit Bauern aus Ostfriesland aufgesiedelt. An der Straße nach Zepkow sind viele ihrer Häuser erhalten. Charakteristisch ist die Holzbauweise der Oberetage bei gemauertem Erdgeschoss.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2010 wurde die Gemeinde Jaebetz nach Fincken eingemeindet.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. Juli 2000 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 212 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold eine rote Rundscheune mit flachem schwarzen Kegeldach, schwarzem Fachwerk im oberen Mauerteil und einem geschlossenen schwarzen Tor zwischen zwei kleinen schwarzen Rundbogenfenstern im unteren Mauerteil; darunter drei (2:1) schreitende blaue Finken mit je einem goldenen Auge.“

Das Wappen wurde von dem Grafiker Werner Schinko aus Röbel gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Herrenhaus in Fincken
Rundscheune

Sehenswert ist das ehemalige Herrenhaus in Fincken, das in der DDR-Zeit als Betriebs-Ferienheim genutzt, zwischenzeitlich saniert und als Hotel umfunktioniert wurde, inzwischen jedoch wieder leer steht. Das Kavaliershaus des ehemaligen Herrenhauses wird seit 2010 als Hotel betrieben. Die Rundscheune war ein ehemaliger Pferdestall aus dem 18. Jahrhundert und ist heute nach einer Sanierung Gemeindezentrum. Wenige hundert Meter östlich von Fincken wurde ein großer Findling beim Autobahnbau (A 19) freigelegt. Das Gebiet um Fincken ist durch Wanderwege erschlossen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahe Fincken quert die Bundesstraße 198 die Bundesautobahn 19 (Wittstock–Rostock) mit der Anschlussstelle Röbel. Fincken besaß einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Ganzlin–Röbel. Der Personenverkehr auf der Strecke wurde bereits 1966 eingestellt. Die Strecke wurde 2012 stillgelegt und im Januar 2013 abgebaut. Der nächste Bahnhof mit Personenverkehr befindet sich in Malchow.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fincken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010