Fingerstrauch

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Fingerstrauch
Fingerstrauch (Dasiphora fruticosa)

Fingerstrauch (Dasiphora fruticosa)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Gattung: Potentilla
Art: Fingerstrauch
Wissenschaftlicher Name
Potentilla fruticosa
L.

Der Fingerstrauch (Potentilla fruticosa, Synonym: Dasiphora fruticosa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Potentilla. Bei manchen Autoren wird sie aber auch in die Gattung Dasiphora gestellt.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fingerstrauch ist ein aufrechter Strauch, der Wuchshöhen von 20 bis 100 Zentimeter erreicht. Die Rinde ist braunrot und blättert in langen Fetzen ab. Die Laubblätter sind kurz gestielt, 3- bis 5-zählig gefiedert und derb. Die Fiederblättchen sind sitzend, länglich-lanzettlich, am Grund keilförmig verschmälert, an der Spitze stumpf und ganzrandig. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite ist etwas heller und reichlich behaart.

Einzelblüte

Die Blüten befinden sich einzeln oder zu wenigen endständig an den beblätterten Zweigen. Der Blütenstiel ist behaart. Die Kelchblätter sind ungefähr 8 Millimeter lang, breit-eiförmig und haben einen zusätzlichen, schmal-lanzettlichen Außenkelch. Die Kronblätter sind bis zu 12 Millimeter lang, rundlich, breiter als lang und am Grund plötzlich zusammengezogen. Die Oberseite ist goldgelb, die Unterseite mattgelb gefärbt. Es sind ungefähr 25 Staubblätter vorhanden. Der Blütenboden ist kegelförmig ausgebildet. Die zahlreichen Nüsschen sind meistens behaart.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14, 28 oder 42.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fingerstrauch (Dasiphora fruticosa) in Russland

Das Verbreitungsgebiet des Fingerstrauchs erstreckt sich von den Pyrenäen über Frankreich bis Großbritannien, Irland und Südschweden, nach Osten reicht es bis Russland und Bulgarien. Diese Art ist an Felshängen, in lichten Wäldern und an Flussufern in Höhenlagen von 0 bis 2000 Meter zu finden. Im Norden des Verbreitungsgebietes werden auch nasse und zeitweise überschwemmte Standorte besiedelt.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fingerstrauch wird häufig als Zierstrauch in Gärten und Parkanlagen genutzt und ist stellenweise verwildert. Es gibt zahlreiche Kulturformen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gunter Steinbach (Hrsg.): Strauchgehölze (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10560-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 536.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fingerstrauch – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien