Finningen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Finningen
Finningen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Finningen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 39′ N, 10° 30′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Höchstädt an der Donau
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 27,82 km2
Einwohner: 1745 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89435
Vorwahl: 09074
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 150
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Johann-Bösl-Straße 1
89435 Finningen
Website: www.finningen.de
Erster Bürgermeister: Klaus Friegel (Mörslinger Liste)
Lage der Gemeinde Finningen im Landkreis Dillingen an der Donau
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Über dieses Bild
Finningen, Pfarrkirche Sankt Martin

Finningen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau.

Pfarrkirche St. Johannes in Oberfinningen
Schloss in Unterfinningen, 16. Jahrhundert

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finningen liegt in der Region Augsburg.

Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt die Gemarkungen Mörslingen, Oberfinningen und Unterfinningen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finningen gehörte zum Reichsstift Kloster Sankt Ulrich und Afra Augsburg. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, die 1803 mit dem Stift aufgehoben wurde. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Oberfinningen und Unterfinningen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern haben sich am 1. Januar 1974 die Gemeinden Oberfinningen und Unterfinningen zur neuen Gemeinde Finningen zusammengeschlossen. Am 1. Mai 1978 kam Mörslingen hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1263 Einwohner[4]
  • 1970: 1317 Einwohner[4]
  • 1987: 1402 Einwohner
  • 1991: 1477 Einwohner
  • 1995: 1528 Einwohner
  • 2000: 1574 Einwohner
  • 2005: 1630 Einwohner
  • 2010: 1646 Einwohner
  • 2015: 1677 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1430 auf 1710 um 280 Einwohner bzw. um 19,6 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommune ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt an der Donau.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus dem ersten Bürgermeister und zwölf Gemeinderatsmitgliedern. Bei der Gemeinderatswahl 2020 entfielen sieben Mandate als Gemeinderatsmitglied auf die Mörslinger Liste und fünf Mandate auf die Christliche Wählervereinigung.[5]

Parteien und

Wählergemeinschaften

%
2020
Sitze
2020
Mörslinger Liste 55,35 7
Christliche Wählervereinigung Finningen 44,65 5
Gesamt 100,0 12
Wahlbeteiligung in % 82,14

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 2008 Klaus Friegel (Mörslinger Liste). Er wurde bei der Wahl vom 15. März 2020 mit 81,0 % für weitere sechs Jahre bestätigt.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Finningen
Blasonierung: „Unter schwarzem Schildhaupt, darin nebeneinander drei sechsstrahlige goldene Sterne, in Gold ein blaues Einhorn; hinten in Rot über einem gesenkten silbernen Balken, belegt mit dem gotischen Buchstaben A, ein runder goldener Zinnenturm.“[6]

Dieses Wappen wird seit 1986 geführt.[6]

Wappenbegründung: Das Einhorn ist dem Wappen der Herren von Finningen entnommen, die von 1268 bis 1360 als Ortsadelsgeschlecht nachweisbar sind. Das Augsburger Kloster St. Ulrich und Afra erwarb den Großteil der Güter in Oberfinningen und Unterfinningen. Unter Abt Johann Hohensteiner wurde 1443 der Grunderwerb im Gemeindegebiet abgeschlossen. Daran erinnern die drei Sterne aus dem persönlichen Wappen des Abtes. Die hintere Schildhälfte steht für Mörslingen. Die Herrschaft Mörslingen gehörte im 14. Jahrhundert den Herren von Altheim, deren Adelssitz Goldburg genannt wurde und nordöstlich des Ortes auf dem Goldberg lag. Ihr Wappen zeigte einen mit einem gotischen Großbuchstaben A belegten Balken. Dieses Wappenbild sowie die goldene Burg erinnern an dieses für Mörslingen bedeutende Adelsgeschlecht.[6]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Finningen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 109 und im Bereich Handel und Verkehr 16 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 29 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 601. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es jeweils drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 58 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1385 ha, davon waren 1123 ha Ackerfläche und 261 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtung:

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 48 Kindern

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Finningen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Finningen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 31. August 2019.
  3. Gemeinde Finningen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 21. März 2021.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 769 und 770.
  5. a b Bekanntmachung des abschließenden Ergebnisses der Wahl ... am 15.03.2020. Der Wahlleiter der Gemeinde Finningen, abgerufen am 7. Juli 2020.
  6. a b c Eintrag zum Wappen von Finningen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte