Finningen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Finningen im Landkreis Dillingen an der Donau. Für den gleichnamigen Stadtteil der Kreisstadt Neu-Ulm siehe Finningen (Neu-Ulm).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Finningen
Finningen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Finningen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 39′ N, 10° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Höchstädt an der Donau
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 27,84 km2
Einwohner: 1677 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89435
Vorwahl: 09074
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 150
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Johann-Bösl-Straße 1
89435 Finningen
Webpräsenz: www.finningen.de
Bürgermeister: Klaus Friegel (Mörslinger Liste)
Lage der Gemeinde Finningen im Landkreis Dillingen an der Donau
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Donau-Ries Landkreis Günzburg Aislingen Bachhagel Bächingen an der Brenz Binswangen Bissingen (Bayern) Blindheim Buttenwiesen Dillingen an der Donau Finningen Glött Gundelfingen an der Donau Haunsheim Höchstädt an der Donau Holzheim (bei Dillingen an der Donau) Laugna Lauingen (Donau) Lutzingen Medlingen Mödingen Schwenningen (Donau) Syrgenstein Villenbach Wertingen Wittislingen Ziertheim Zöschingen ZusamaltheimKarte
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Finningen, Pfarrkirche Sankt Martin

Finningen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt an der Donau.

Pfarrkirche St. Johannes in Oberfinningen
Pfarrkirche St. Martin in Unterfinningen

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finningen liegt in der Region Augsburg.

Es existieren folgende Gemarkungen: Mörslingen, Oberfinningen, Unterfinningen.

Schloss in Unterfinningen, 16. Jahrhundert

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finningen liegt an der römischen "Donausüdstraße", die um das Jahr 50 n. Chr. vom Donauursprung bis Kelheim als militärische Grenzüberwachungsstraße gebaut wurde und die dann in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. große Bedeutung erlangte, weil sie damals die Hauptverbindung zwischen den wichtigen Garnisonsstädten Augsburg und Mainz bildete. Der Historiker Robert Knorr meinte, Finningen sei wegen seiner geografischen Lage und wegen des ähnlichen Wortklangs das bei Claudius Ptolemäus im zweiten Jahrhundert n. Chr. erwähnte römische Phainiana. Überwiegend wird jedoch von Archäologen vermutet, so habe das nahe gelegene römische Kastell Unterkirchberg geheißen. Andere meinen, Faimingen habe bei den Römern so geheißen, dem widerspricht allerdings die herrschende Meinung: Faimingen habe bei den Römern Phoebiana geheissen. Finningen gehörte zum Reichsstift Kloster Sankt Ulrich und Afra Augsburg. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, die 1803 mit dem Stift aufgehoben wurde. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Oberfinningen und Unterfinningen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 haben sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Oberfinningen und Unterfinningen zur neuen Gemeinde Finningen zusammengeschlossen. Am 1. Mai 1978 kam Mörslingen hinzu.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1263 Einwohner[2]
  • 1970: 1317 Einwohner[2]
  • 1987: 1402 Einwohner
  • 1991: 1477 Einwohner
  • 1995: 1528 Einwohner
  • 2000: 1574 Einwohner
  • 2005: 1630 Einwohner
  • 2010: 1646 Einwohner
  • 2015: 1677 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder. Bei der Kommunalwahl 2014 entfielen jeweils sechs Mandate auf die Christliche Wählervereinigung und auf die Mörslinger Liste.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2008 Klaus Friegel (Christliche Wählervereinigung/Mörslinger Liste).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter schwarzem Schildhaupt, darin nebeneinander drei sechsstrahlige goldene Sterne, in Gold ein blaues Einhorn.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 109 und im Bereich Handel und Verkehr 16 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 29 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 601. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es jeweils drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 58 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1385 ha, davon waren 1123 ha Ackerfläche und 261 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtung (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 48 Kindern

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Finningen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 769 und 770.