Finstermünzpass

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Finstermünzpass
Himmelsrichtung Nord Süd
Passhöhe 1300 m ü. A.
Bezirk Landeck, Tirol
Talorte Pfunds Nauders
Ausbau 180 Reschenstraße
Karte
Finstermünzpass (Österreich)
Finstermünzpass
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Koordinaten 46° 54′ 48″ N, 10° 29′ 36″ OKoordinaten: 46° 54′ 48″ N, 10° 29′ 36″ O
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Der Finstermünzpass ist eine Engstelle der Reschenstraße beim Sperrfort Nauders im Bezirk Landeck, Tirol. Bei dieser Engstelle handelt es sich nicht um einen Pass im eigentlichen Wortsinn, da die bezeichnete Stelle weder eine Wasserscheide, noch eine Straßen- oder Weghöhe ist, von der das jenseitige Terrain abwärts führt. Der Finstermünzpass markiert den Übergang von der steilen, aus dem Felsen geschlagenen Trasse der Finstermünzstraße in das Hochtal des Stillebaches.[1]

Ursprünglich bezog sich die Ortsbezeichnung „Finstermünzpass“ auf die ehemalige Zoll- und Mauteinnahmestelle bei der Festung Siegmundsegg in Altfinstermünz, über die schon in römischer Zeit der Verkehr nach Italien abgewickelt wurde. Diese Verkehrsverbindung verlor mit der Eröffnung der Finstermünzstraße im Jahre 1854 ihre Bedeutung und wurde schließlich ganz aufgelassen. Der neue Verkehrsweg, der bei der Kajetansbrücke in Pfunds beginnt und über Hochfinstermünz nach Nauders führt, weist kurz vor Nauders eine Engstelle auf, die noch zusätzlich mit einem Sperrfort gesichert war. Wer diese Straßensperre „passiert“ hatte, dem stellten sich auf der noch verbleibenden, zweieinhalb Kilometer langen Wegstrecke bis zur Ortschaft Nauders keine Hindernisse mehr entgegen, sodass sich für diese Engstelle, bei der früher auch der von Altfinstermünz heraufführende Karrenweg einmündete, die Bezeichnung Finstermünzpass einbürgerte.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julius Meurer, Präsident des österreichischen Alpenvereins. Streifzüge durch das Ortlergebiet; Illustrirte Zeitung 1890, Bd. 95, Seite 192 Landeck über Finstermünz und Reschen-Scheideck zur Stilfser Joch Straße
  2. Kulturgüter in Tirol, Entlang der Via Claudia Augusta, Zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto entlang der Via Claudia Augusta durch die Bezirke Reutte, Imst und Landeck. Verein Miar, Herta Arnold, Elisabeth Walde, Karl Wiesauer, Gerald Grabherr. S. 67 - 68.