First Arsch

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First Arsch
Album Saddle Up
Album Saddle Up
Allgemeine Informationen
Herkunft Schwerin
Genre(s) Punk
Gründung 1986
Gründungsmitglieder
Till Lindemann bis 1994
Gesang
Bass
Jörg (Steve) Mielke
Gesang
Stefan Schröder
Ehemalige Mitglieder
Leadgitarre, Gesang
Richard Kruspe ?-1994
Paul Landers ?-1994

First Arsch (Abkürzung für Erste Autonome Randalierer Schwerins[1]) ist eine 1986 in Schwerin gegründete Punkband. Gründer und Schlagzeuger der Band war Till Lindemann, der spätere Frontsänger von Rammstein. First Arsch zählte zu DDR-Zeiten zu den sogenannten „anderen Bands“. Zwischenzeitlich traten sie unter dem Namen First Art auf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee zur Gründung von First Arsch hatten Till Lindemann und Jörg (Steve) Mielke auf Lindemanns Geburtstagsparty im Jahr 1986. Sie trafen sich daraufhin in Schwerin für erste Proben, neben Lindemann und Mielke waren zunächst Stefan Schröder als Sänger und Richard Kruspe als Gitarrist dabei. Ende der 1980er Jahre beantragte First Arsch eine Spielerlaubnis, um öffentlich auftreten zu dürfen. Nach mehreren vergeblichen Anträgen wurde ihnen 1989 die Spielerlaubnis erteilt, jedoch mit der Auflage, den Bandnamen in First Art zu ändern.[2][3]

Nach der Wende verlagerte die Band, wieder unter dem Namen First Arsch, ihre Tätigkeiten nach Berlin. Kruspe, der zwischenzeitlich in die Bundesrepublik Deutschland übergesiedelt war, wurde wieder festes Bandmitglied, außerdem kam Paul Landers, der zuvor in der Punkband Feeling B spielte, als Gitarrist dazu. Das Album Saddle Up wurde 1992 aufgenommen. Nach dem Album wendeten sich die meisten First-Arsch-Mitglieder anderen Projekten zu. Lindemann, Kruspe und Landers gründeten 1994 zusammen mit Oliver Riedel, Christoph Schneider und Christian Lorenz die NDH-Band Rammstein. Das Projekt First Arsch wurde von Mielke weitergeführt, der mit wechselnden Musikern bis in die Gegenwart unter diesem Namen auftritt.[4][5][6]

Album Saddle Up[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1992 produzierten First Arsch ihr erstes und einziges Album Saddle Up. Es enthielt 15 englischsprachige Titel. Das Album wurde zunächst dem Independent-Label D.D.R. in Lübeck vorgelegt, das eine Veröffentlichung jedoch ablehnte. Der Musikjournalist Falk Schettler gründete daraufhin das Label Kessel Records, um das Album zu publizieren. Saddle Up blieb die einzige Veröffentlichung des Labels.[6] Die Aufnahmen für das Album fanden im Berliner Underground-Club Eimer statt, neben First Arsch wirkten auch ein Chor sowie Die Firma-Sängerin Tatjana Besson mit.[7]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

# Titel Länge
A1 Train 2:27
A2 Priest In Love 3:03
A3 SKA(T) 2:08
A4 In The Name Of Love 3:30
A5 Crowded House 2:54
A6 Preagnant 2:24
A7 AHA-ha 2:58
B1 Superstition 3:40
B2 Saddle Up 3:00
B3 O-Cult 2:26
B4 Moder Blues 2:20
B5 Come Together 2:46
B6 Hip Hop Flop 2:43
B7 Chicken Steps 2:03
B8 Big Dong (Für Saskia S.) 3:58

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Von Schwerin nach Amerika. Schweriner Volkszeitung, 24. Oktober 2015, abgerufen am 31. Januar 2018.
  2. Ulf Lüdeke: Am Anfang war das Feuer. S. 12.
  3. Michele Bettendorf: Ursprung Punkszene. S. 38 f.
  4. Sören Marotz: Rammstein – Aus der Ost-Punkszene in die Welt. DDR Museum, 17. Oktober 2017, abgerufen am 31. Januar 2018.
  5. Till Lindemann: Sänger der härtesten Band Deutschlands. VIP.de, 15. Juli 2016, abgerufen am 31. Januar 2018.
  6. a b Falk Schettler: Kessel Records. —dr. falk von morgen, abgerufen am 31. Januar 2018.
  7. Michele Bettendorf: Ursprung Punkszene. S. 39.