Fischbach bei Nürnberg

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49.42111111111111.193611111111344Koordinaten: 49° 25′ 16″ N, 11° 11′ 37″ O

Fischbach b.Nürnberg
Stadt Nürnberg
Wappen von Fischbach b.Nürnberg
Höhe: 344 m ü. NN
Fläche: 2,61 km²
Einwohner: 4884 (31. Dez. 2005)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 90475
Vorwahl: 0911
Karte

Gemarkung 3418 Fischbach in Nürnberg

Die Auferstehungskirche in Fischbach
Die Fischbacher Hauptstraße

Die ehemalige Gemeinde Fischbach bei Nürnberg (amtlich: Fischbach b.Nürnberg) ist seit dem 1. Juli 1972 ein Stadtteil von Nürnberg (Statistischer Stadtteil 9 - Östliche Außenstadt).

Geographie[Bearbeiten]

Fischbach liegt im Südosten Nürnbergs im Lorenzer Reichswald und wird vom Fischbach durchflossen. Begrenzt wird der Ort durch den Lorenzer Reichswald im Westen und Norden, die Bundesautobahn 9 im Osten sowie die Bundesstraße 4 im Süden und Südwesten. Nachbargemeinden sind (dem Uhrzeigersinn folgend und im Norden beginnend) die gemeindefreien Gebiete Forsthof und Fischbach sowie der Stadtteil Altenfurt.

Durch den Ort fließt der gleichnamige Fischbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf Fischbach wurde während der Fehde zwischen der Stadt Nürnberg und dem Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach um die Mitte des 15. Jahrhunderts in Brand gesteckt und fast völlig zerstört. Im Zweiten Markgrafenkrieg wurde erneut schwer gebrandschatzt. Dabei wurden auch das Harsdorf'sche- und das Pellerschloss zerstört und niedergebrannt.

Im Dreißigjährigen Krieg war Fischbach ebenfalls der Brandschatzung ausgesetzt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg siedelten sich hier zahlreiche österreichische Exulanten an.[1] Während des Zweiten Weltkrieges wurde Fischbach in zwei „Bombennächten“ im August 1943 das Ziel britischer Bomberverbände.

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Fischbach im Rahmen der Gemeindegebietsreform nach Nürnberg eingemeindet.[2]

Wappen[Bearbeiten]

In Blau ein goldener Schrägwellenbalken, belegt mit einem schwimmenden blauen Fisch. Das Wappen wurde von 1961 bis zur Eingemeindung 1972 geführt und geht auf ein Siegel aus dem späten 19. Jahrhundert zurück.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In Fischbach ist der Sitz des Bürgeramts Ost, welches nahezu alle Dienstleistungen des Einwohneramtes anbietet. Zusätzlich verfügt Fischbach über eine Stadtteilbücherei und eine Grund- und Teilhauptschule.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Fischbach verläuft von West nach Ost die Kreisstraße N 5 als Fischbacher Hauptstraße. Diese bindet den Ort im Westen an die B 4 (Regensburger Straße) und von ihr aus über die Anschlussstelle Nürnberg-Fischbach (AS 52) an die A 9 an.

Fischbach wird durch die Stadtbuslinien 54, 56 und 59 erschlossen, die auf unterschiedlichen Linienwegen zu den U-Bahnhöfen Langwasser Mitte und Langwasser Süd fahren. Am Wochenende verbindet der Nighliner N4 Fischbach mit dem Hauptbahnhof und Brunn. An der Bahnstrecke Nürnberg–Feucht befindet sich der Haltepunkt Fischbach (b Nürnberg) der Nürnberger S-Bahnlinie S2.

Tourismus und Freizeit[Bearbeiten]

Durch Fischbach führen zahlreiche Rad- und Wandwege. Als nahtouristische Ziele befinden sich um Fischbach:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Konrad Barthel: Exulanten und Zuwanderer im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Altdorf bei Nürnberg von 1626 bis 1699 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 7). Gesellschaft für Familienforschung in Franken, Nürnberg 2000, ISBN 3-929865-46-7, S. 9 u. passim.
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 602

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fischbach bei Nürnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien