Fischvergiftung

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Fischvergiftung ist eine Lebensmittelvergiftung, die durch verschiedene Toxine hervorgerufen werden kann,[1] z. B. durch Histamin,[2] Azaspiracid, Botulinumtoxin und Okadasäure. Diese Toxine gelangen meist durch Muscheln in die Lebensmittelkette, manchmal jedoch auch durch muschelfressende Tiere wie Fische und Krebse.

Tetrodotoxin oder Fugu-Gift (Gift des Igel- oder Kugelfischs) gilt als eines der wirksamsten bekannten Gifte.[3]

Die Ursache der Ciguatera, einer speziellen Form der Fischvergiftung, liegt in einem von einer Meeresalge (Dinoflagellaten) gebildeten Nervengift, das über die Nahrungskette in die Fische gelangt, bei diesen jedoch nicht wirkt. Die Erkrankung ist selten, sie führt jedoch in etwa 7 % aller Fälle zum Tod. Ein Gegengift existiert nicht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Fischvergiftung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Schaper u. a.: Fischvergiftung. In: Dtsch Arztebl. 2002; 99(17), S. A-1151 / B-958 / C-901.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. R. F. Clark, S. R. Williams, S. P. Nordt, A. S. Manoguerra: A review of selected seafood poisonings. In: Undersea & hyperbaric medicine : journal of the Undersea and Hyperbaric Medical Society, Inc. Band 26, Nummer 3, 1999, S. 175–184, ISSN 1066-2936. PMID 10485519.
  2. P. Visciano, M. Schirone, R. Tofalo, G. Suzzi: Histamine poisoning and control measures in fish and fishery products. In: Frontiers in microbiology. Band 5, 2014, S. 500, ISSN 1664-302X. doi:10.3389/fmicb.2014.00500. PMID 25295035. PMC 4172148 (freier Volltext).
  3. Brockhaus ABC Chemie. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S. 416.
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