Fish (Sänger)

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Fish (2008)
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Marillion mit Fish (1986)

Derek William Dick (Künstlername Fish; * 25. April 1958 in Dalkeith bei Edinburgh) ist ein schottischer Musiker und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Marillion[Bearbeiten]

Bekannt wurde Derek William Dick, Fish, als Sänger und Frontman der britischen Rockgruppe Marillion, der er sich nach abgebrochenem Studium und Gelegenheitsjobs als Forstarbeiter, Tankwart und Gärtner 1981 anschloss. Nachdem man mit Kayleigh, Lavender 1985 und Incommunicado 1987 sogar Top-Ten-Hits verzeichnet hatte, verließ Fish nach musikalischen Differenzen 1988 die Band. Ihr letztes gemeinsames Konzert gaben sie am 23. Juli 1988 im Craigtoun Country Park im schottischen St. Andrews.[1] Bis zu dieser Zeit hatte man zusammen vier Studio- und zwei Livealben veröffentlicht, die geprägt waren von Fishs theatralischer Gesangsweise, die an die frühen Jahre von Genesis erinnerte.

Fish (2010)
Fish (2006)

Fish wird oft mit Peter Gabriel, ehemals Sänger von Genesis, verglichen. Beide haben ähnliche Stimmen, zelebrierten in frühen Zeiten ihren Gesang mit schauspielerischen Gesten, Make-up und Kostümen und trennten sich später von der Band, um Soloprojekte zu beginnen. Fish selbst sieht sich allerdings eher von Peter Hammill beeinflusst. Sein Talent liegt wohl auch in seiner lyrisch-poetischen Textschreibweise, die oft an eigene Erfahrungen und Probleme geknüpft ist.

Solo[Bearbeiten]

Die 1988 begonnene Solokarriere verlief dann eher schwierig. Von den Plattenfirmen erwarteter kommerzieller Erfolg blieb aus, und so trennte Fish sich von EMI und Polydor. Ab 1993 veröffentlichte er seine Alben dann mit der eigenen Firma Dick Bros Record Company, die er später an Roadrunner Records verkaufte. Gelegentlich arbeitet Fish auch als Schauspieler für britische Fernsehproduktionen.

Fish hat eine kleine, über Jahre hinweg loyale Fangemeinde. Organisiert in Fan-Foren treffen sich „Fishheads“, wie Fish sie selbst nennt, von überall in der Welt zu „Conventions“.

1994 spielte er unter diesem Namen neben Brian Blessed im Film „Chasing the Deer“ der Cromwell Production Group mit. In diesem Streifen um die Jakobiteraufstände 1745 unter Bonnie Prince Charlie verkörpert Fish den Jakobiter Angus Cameron.

Zwischen März 2007 und Juni 2007 moderierte er die Radio-Show „Fish on Fridays“ beim britischen Digital-Radiosender Planetrock.com, immer freitags um 18 Uhr britischer Zeit. Hier gab er Einblicke in die Entwicklung seines neuen Studioalbums (13th Star) und spielte seine aktuellen Lieblingshits sowie seine Lieblingssongs der vergangenen Jahre.

2010 und 2011 ging Fish, nachdem er erstmals 1994 unplugged unterwegs war, ein weiteres Mal auf Akustik-Tour. Nur von (elektronischem) Klavier und Gitarre begleitet sang er Marillion-Songs und eigene Titel. Im September 2013 erschien sein neues Studio-Album „A Feast Of Consequences“, das zunächst nur per Mail-Order über die Website des Künstlers zu beziehen ist.

Wiedervereinigung[Bearbeiten]

Am 26. August 2007 gab es für einen einzigen Auftritt eine kurze Wiedervereinigung von Marillion mit Fish. Anlässlich eines Festivals auf dem Marktplatz von Aylesbury, dem Gründungsort der Band (circa 65 Kilometer nordwestlich von London gelegen), spielte Fish auf Einladung seiner alten Bandkollegen mit Marillion ihre Debüt-Single Market Square Heroes. Nach dem Auftritt stellte er in Interviews klar, dass es keine Reunion geben werde.[2]

Privates[Bearbeiten]

Seinen Namen Fish erhielt Derek William Dick von Freunden zu einer Zeit, als er in einer Mietwohnung nur zu bestimmten Zeiten baden durfte, wobei er das wöchentliche Bad dann über Stunden zelebrierte.

Fish war von Juli 1987 bis Juli 2001 mit der Deutschen Tamara Nowy verheiratet. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter, Tara, der auch der gleichnamige Song auf dem Album Sunsets on Empire gewidmet ist. Seine für Mai 2007 geplante Hochzeit mit der damaligen Sängerin von Mostly Autumn, Heather Findlay, wurde kurz nach Versand der Einladungen abgesagt. Im Mai 2009 heiratete er seine letzte Frau Katherine, sie trennten sich im Dezember 2009.[3]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Vigil in a Wilderness of Mirrors
  UK 5 10.02.1990 (6 Wo.)
  DE 6 xx.xx.1990 (20 Wo.)
  CH 6 11.02.1990 (10 Wo.)
Internal Exile
  UK 21 09.11.1991 (3 Wo.)
  DE 36 xx.xx.1991 (8 Wo.)
  CH 31 24.11.1991 (2 Wo.)
Songs From the Mirror
  UK 46 30.01.1993 (2 Wo.)
  DE 44 xx.xx.1993 (9 Wo.)
  CH 30 14.02.1993 (1 Wo.)
Suits
  UK 18 11.06.1994 (2 Wo.)
  DE 84 xx.xx.1994 (5 Wo.)
Yang
  UK 52 16.09.1995 (1 Wo.)
Yin
  UK 58 16.09.1995 (1 Wo.)
Sunset on Empire
  UK 42 31.05.1997 (1 Wo.)
  DE 73 xx.xx.1997 (2 Wo.)
Raingods With Zippos
  DE 34 xx.xx.1999 (2 Wo.)
Fellini Days
  DE 64 xx.xx.2001 (1 Wo.)
Field of Crows
  DE 72 xx.xx.2004 (1 Wo.)
Singles
Shortcut To Somewhere (feat. Tony Banks)
  UK 75 18.10.1986 (2 Wo.)
State of Mind
  UK 32 28.10.1989 (3 Wo.)
Big Wedge
  UK 25 06.01.1990 (4 Wo.)
  CH 27 18.02.1990 (1 Wo.)
A Gentleman’s Excuse Me
  UK 30 17.03.1990 (3 Wo.)
Internal Exile
  UK 37 28.09.1991 (2 Wo.)
  CH 30 28.09.1991 (1 Wo.)
Credo
  UK 38 11.01.1992 (2 Wo.)
Something In The Air
  UK 51 04.07.1992 (2 Wo.)
Lady Let It Lie
  UK 46 16.04.1994 (1 Wo.)
Fortunes Of War
  UK 67 01.10.1994 (1 Wo.)
Just Good Friends (feat. Sam Brown)
  UK 63 26.08.1995 (1 Wo.)

Marillion[Bearbeiten]

Diskografie von 1982 bis 1988 siehe unter Marillion.

Solo[Bearbeiten]

  • Studioalben
    • Vigil in a Wilderness of Mirrors (1990)
    • Internal Exile (1991)
    • Songs from the Mirror (1993)
    • Suits (1994)
    • Acoustic Session (1994)
    • Sunsets on Empire (1997)
    • Raingods with Zippos (1999)
    • Fellini Days (2001)
    • Field of Crows (2003)
    • 13th Star (2008)
    • A Feast Of Consequences (2013)
  • Kompilationen / Best Of / Spezielle Editionen
    • Yin (1995)
    • Yang (1995)
    • Yin & Yang Radio Edits (1995)
    • Funny Farm Interview (1995)
    • Kettle of Fish (1998)
    • Acoustic Sessions remaster (2000)
    • Fellini Days Bonus CD (2001)
    • Fellini Days Radio Edits (2001)
    • Fellini Days Picture Disc (2002)
    • Bouillabaisse (2005)
  • Livealben
    • Pigpen's Birthday (1993)
    • Derek Dick and his amazing electric bear (1993)
    • Uncle Fish and the Crypt Creepers (1993)
    • Toiling in the Reeperbahn (1998)
    • For whom the bells toll (1993)
    • Sushi (Live ’93) (1994)
    • Fish Head Curry (1996)
    • Krakow (Live ’95) (1996)
    • Fortunes of War (1998)
    • Tales from the Big Bus (1998)
    • The Haddington Tapes (1998)
    • The Complete BBC Sessions (1999)
    • Issue 30 CD (1998)
    • Candlelight in Fog (2000)
    • Sashimi (Live ’99) (2001)
    • Fellini Nights (2002)
    • Mixed Company (2003)
    • Curtain Call (Live '83/'86/'88) (2004)
    • Scattering Crows Bonus CD (2004)
    • Scattering Crows (2005)
    • Return to Childhood (2006)
    • Communion (Live CD) (2007)
  • Videos (DVD/VHS)
    • Songs for the Company, Live ’93 (VHS) (1994)
    • Krakow Electric Set, Live ’95 (VHS) (1996)
    • Krakow Acoustic Set, Live ’95 (VHS) (1996)
    • Kettle of Fish (Video Collection)(VHS) (1998)
    • Duisburg, Live '98 (VHS) (1998)
    • Przemysl, Live '97 (VHS) (1999)
    • Kettle of Fish (Video Collection) (DVD) (2002)
    • Sunsets on Empire, Live '97 (DVD) (2003)
    • Fool’s Company (Live-DVD) (2003)
    • Scattering Crows (Live-DVD) (2004)
    • Krakow (’95) Electric & Acoustic Set (Live-DVDs) (2005)
    • Scattering Crows (DVD) (2005)
    • Return to Childhood (Live-DVD) (2006)
    • In Search of the 13th Star (Live DVD) (2009)

Zusammenarbeit mit anderen Künstlern[Bearbeiten]

  • 1986: Leadgesang in Shortcut to Somewhere auf dem Album Soundtracks von Tony Banks.
  • 1986: Während Queens Live-Auftritt in Mannheim kam Fish beim Song Tutti Frutti für ein Duett mit Freddie Mercury auf die Bühne,[4] ebenso beim Konzert in Köln.
  • 1992: Leadgesang in Angel Face und Another Murder of a Day auf Tony Banks’ Album Still.
  • 1992: Sprech/Gesangsrolle des Crixus in der CD-Version des Musicals "Spartacus" von Jeff Wayne
  • 1998: Vocals einiger Songs auf dem Album Into the Electric Castle von Ayreon.
  • 1999: "Fish with Elisabeth Troy-Antwi" im März 1999 erschien der Titel "Incomplete" mit verbreitet mäßigem Erfolg. In England 1 Woche in den Top 100 auf Platz 93.

Quellen und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Tourhistorie
  2. Singer Fish and Marillion reunite, BBC Online, 28. August 2007
  3. http://wp.access2music.de/?p=1096
  4. Open-Air-Konzert am 21. Juni 1986 auf dem Maimarktgelände in Mannheim, siehe Queen Concerts.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fish – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien