Fisherman’s Friends – Vom Kutter in die Charts

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Film
Deutscher TitelFisherman’s Friends – Vom Kutter in die Charts
OriginaltitelFisherman's Friends
ProduktionslandVereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2019
Länge112 Minuten
Stab
RegieChris Foggin
DrehbuchNick Moorcroft
Meg Leonard
Piers Ashworth
ProduktionNick Moorcroft
Meg Leonard
James Spring
MusikRupert Christie
KameraSimon Tindall
SchnittJohnny Daukes
Besetzung

Fisherman’s Friends – Vom Kutter in die Charts ist ein britischer Kinofilm, der die Geschichte der Fisherman's Friends erzählt, einer aus Fischern bestehenden Folkband aus Cornwall. Der Film ist im Stil einer romantischen Komödie angelegt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier Männer aus der Musikbranche fahren aus London nach Port Isaac in Cornwall, um dort einen Junggesellenabschied auf einem Segelboot zu feiern. Da das Boot nicht seetüchtig ist, müssen sich die vier die Zeit mit Stand-up-Paddling vertreiben. Die Begegnungen mit den Ortseinwohnern auf der Straße oder im Pub sind nicht von gegenseitiger Sympathie gezeichnet, die Londoner werden eher als arrogante Eindringlinge gesehen.

Im Hafen von Port Isaac sehen sie eine Folkband aus dem Ort auftreten, die voller Inbrunst alte Shantys singt und von den Einheimischen bejubelt wird. Danny wird von den anderen überredet, doch zu versuchen, die Band zu managen und mit ihren Mitgliedern ein Album aufzunehmen. Die Musik sei gefragt, traditionell und ließe sich gut vermarkten. Eigentlich wollen sie ihm nur einen Scherz spielen, großes Potential für den Musikmarkt sehen seine Freunde nicht. Nichtsdestotrotz versucht Danny, der anschließend in dem kleinen Ort von seinen Freunden zurückgelassen wird, alles daran zu setzen, den Plan in die Tat umzusetzen. Wobei dies nicht ganz selbstlos motiviert zu sein scheint. Denn er findet durchaus Gefallen an der alleinerziehenden Alwyn, deren Vater Jim und Großvater Jago zu den singenden Fischern gehören. Danny nimmt sich in der Pension von Alwyn und ihrem Vater ein Zimmer und lernt mehr über den Ort und die Geschichte der Fischer kennen. Die zentrale Begegnungsstätte im Ort ist das Pub. Hier werden alle wichtigen Sachen besprochen und hin und wieder ein Pubquiz veranstaltet. Doch das Pub läuft finanziell schlecht, sodass die Besitzer es verkaufen müssen. Danny vermittelt den Kontakt zu dem potentiellen Käufer Charles Montague, der zunächst verspricht, es weiter als Pub zu betreiben.

Die Fischer sind anfänglich nicht sonderlich angetan von der Idee, eine Platte aufzunehmen und sich im Musikgeschäft zu beweisen. Sie schätzen ihre Arbeit und wollen die gewohnten Abläufe nicht verändern. Dennoch lassen sie sich auf Dannys Vorschläge ein. Dieser macht mit ihnen Demoaufnahmen, um sie den Produzenten der Plattenfirmen anzubieten. Die Gruppe darf bei der Hochzeit von Dannys Freund auftreten, was unterschiedliche Reaktionen auslöst. Danny gelingt es durch seinen Einsatz und seine Art, Alwyn und ihre Tochter Tamsyn für sich zu gewinnen. Es kommt zu einer ersten gemeinsamen Nacht zwischen Danny und Alwyn. Danny nimmt die Band schließlich mit nach London, um dort persönlich vorzusingen. Bei einer großen Plattenfirma bekommt sie zwar keinen Vertrag, erhält aber das Angebot, während einer Fernsehübertragung die englische Nationalhymne zu singen. Dies wird angenommen, zur Überraschung aller singen sie aber die Hymne von Cornwall. Trotz dieses Eklats bekommt die Band auf einer Videoplattform über eine Million Klicks innerhalb kürzester Zeit. Hierdurch wird die Plattenfirma erneut auf die Band aufmerksam und bietet ihr einen Vertrag in Höhe von einer Million Pfund an.

Kurz vor der Veröffentlichung des Albums stirbt Jago. Bei der Trauerfeier im Pub kommt heraus, dass Danny den Käufer Montague vermittelt hat. Dieser wird bestimmt kein Pub weiterführen, sondern etwas profitables daraus machen. Alwyn und Jim sind sauer auf ihn, auch weil sie die Provision als Dannys Hauptmotiv ansehen. Dies führt dazu, dass Danny zurück nach London zieht. Am Tag, an dem die Charts veröffentlicht werden, kehrt Danny zurück nach Port Isaac. Er hat Montague das Pub abgekauft, indem er ihm seine Londoner Wohnung überlassen hat. Das Album erreicht zur Freude aller Platz 9 in den Charts. Danny und Alwyn versöhnen sich miteinander.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film kam im Vereinigten Königreich im März 2019 in die Kinos, in Deutschland im August 2019.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films beschreibt den Film als eine „sich auf die wahre Erfolgsgeschichte singender Fischer berufende Komödie, die denkbar klischeehafte Fronten bemüht und vor allem in der Präsentation der Musik enttäuschend einfallslos ist.“[1]

Lutz Granert schreibt auf filmstarts.de, der Film würde dramaturgisch vor allem auf Genre-Klischees setzen: „So wirkt die romantische Komödie „Fisherman‘s Friends – Vom Kutter in die Charts“ trotz sympathischer Momente letztendlich zu abgeschmackt und vorhersehbar, um wirklich zu berühren.“[2]

Die Redaktion der Cinema lobt vor allem den Charme des Films und bezeichnet ihn als „britisches Wohlfühlkino über singende Seebären aus Cornwall.“[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fisherman’s Friends – Vom Kutter in die Charts. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 1. August 2020.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  2. Lutz Granert: Kritik der FILMSTARTS-Redaktion. 2019, abgerufen am 1. August 2020.
  3. Cinema-Redaktion: Fisherman's Friends - Vom Kutter in die Charts. 2019, abgerufen am 1. August 2020.