Five Guys

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Five Guys
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Rechtsform Limited Liability Company
Gründung 1986
Sitz Lorton, Vereinigte Staaten
Umsatz ca. 1 Mrd. $ (2013)[1]
Branche Systemgastronomie
Website www.fiveguys.com

Five Guys ist eine US-amerikanische Schnellrestaurantkette, die 1986 in Arlington, Virginia gegründet wurde. Der Hauptsitz ist in Lorton, Virginia. Forbes bezeichnet sie im Jahr 2012 als schnellstwachsende amerikanische Restaurantkette.[1]

Um sich von Mitbewerbern in der öffentlichen Wahrnehmung abzugrenzen, gehört zum Marketingkonzept des Unternehmens, die frische, handgemachte Zubereitung der Speisen zu betonen. So wird beworben, dass auf Tiefkühlgeräte und Mikrowellen verzichtet werde. Anstatt Tiefkühlkost zu verwenden, werden zum Beispiel die Kartoffeln für die Pommes frites vor Ort geschnitten. Zur Filialgestaltung gehört daher eine offene Küche. Jeder Kunde kann seinen Hamburger durch verschiedene Zutaten, wie Tomaten oder Saucen, individualisieren lassen.[2] Aufgrund dieser Merkmale wird Five Guys zum Better-Burger-Segment gezählt.[3][4][5]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste „Five Guys“-Restaurant wurde 1986 von Janie und Jerry Murrell in Arlington, Virginia im Westmont Shopping Center eröffnet.[6] Der Name entstand aus der Tatsache, dass das Gründerehepaar zu der Zeit vier Söhne hatte, diese bilden zusammen mit dem Vater die Original-„Five Guys“. Später kam noch ein fünfter Sohn dazu, alle haben inzwischen eine Funktion im Unternehmen übernommen. Bis ins Jahr 2001 konnte Five Guys insgesamt sechs Niederlassungen im nördlichen Virginia und in Washington, D.C. eröffnen. Wegen des großen Erfolges begann das Unternehmen in den Jahren 2002/2003 sich mittels Franchising auch in weiteren Teilen von Virginia und Maryland auszudehnen. Innerhalb von 18 Monaten war dieses Gebiet vollständig vergeben, so dass das Unternehmen sich entschloss, auch im Rest der Vereinigten Staaten Niederlassungen zu eröffnen. Im Jahr 2012 gab es in 47 US-Staaten und sechs kanadischen Provinzen insgesamt über 1000 Niederlassungen.[7]

Typische Einrichtung eines „Five Guys“-Restaurants

Weltweite Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Restaurant außerhalb Nordamerikas wurde im Juli 2013 in London eröffnet. Im August 2016 folgte die erste Niederlassung auf dem europäischen Festland in Paris. Außer in den USA, Kanada, Großbritannien und Frankreich ist das Unternehmen heute auch noch in Irland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Kuwait aktiv. Im Februar 2018 eröffnete man die erste Filiale in Belgien in Antwerpen.[8] Weltweit werden derzeit knapp 1450 Filialen betrieben (Stand: Juni 2017).[2] Im Jahr 2018 will man unter anderem in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Italien und dem Nahem Osten expandieren.[9]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Filiale in Deutschland wurde am 4. Dezember 2017 in Frankfurt am Main, wenig später die zweite in Essen eröffnet.[10] Weitere Filialen soll es in München, Köln und Düsseldorf geben.[11]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz soll im vierten Quartal 2018 eine Filiale in Genf, bald darauf auch eine in Zürich eröffnet werden.[9]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erdnüsse zum freien Verzehr während der Wartezeit auf die Speisen

Das Angebot von Five Guys ist im Vergleich zu anderen Fastfoodketten relativ beschränkt und konzentriert sich auf Hamburger und Pommes frites. Der reguläre Burger besteht aus einem Brötchen mit zwei Scheiben gebratenem Rinderhackfleisch, wahlweise mit Käse, Bacon oder beidem. In der „Little“-Version ist nur eine Scheibe vorhanden. Dazu können ohne Aufpreis mehrere Zutaten wie Salat, Tomatenscheiben, Ketchup, Mayonnaise, Zwiebeln, Peperonischeiben, Senf, Barbecuesauce und Pilze hinzugewählt werden.

Darüber hinaus werden je vier verschiedene Sorten Hotdogs und Sandwiches angeboten. In der Wartezeit während der Zubereitung der bestellten Speisen können die Gäste gratis Erdnüsse essen, die in großen Kartons angeboten werden.[12]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Five Guys hat seit seiner Gründung mehrere Auszeichnungen lokaler Printmedien erringen können. So wählte das monatlich erscheinende Stadtmagazin Washingtonian den Five Guys-Burger zwischen 1999 und 2006 sieben Mal in Folge zum No. 1 Burger.[2] Auch die Stadtführer von Pittsburgh, Richmond, Charlottesville u. a. empfahlen das Unternehmen in ihren Bestenlisten.[13]

Im Gegensatz dazu setzte die Time die Portion Five-Guys-Pommes aufgrund ihrer Kalorien auf ihre Liste der zehn ungesündesten Fast-Food-Gerichte.[14]

Bekannt wurde Five Guys auch dadurch, dass Barack Obama gerne bei der Kette essen geht. Ein öffentlicher Besuch wurde 2009 von einer Million Menschen verfolgt.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Five Guys – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Monte Burke: Five Guys Burgers: America’s Fastest Growing Restaurant Chain. In: Forbes. 18. Juli 2012, abgerufen am 11. Oktober 2017 (englisch, Umsatzschätzung für 2013).
  2. a b c Five Guys: Burger-Perfektion trifft auf Kombinationsvielfalt. In: Bundesverband der Systemgastronomie e.V. Juni 2017, abgerufen am 11. Oktober 2017.
  3. Ryan Bort: In-N-Out Vs. Five Guys Burgers: America Has A New Favorite Destination. In: Newsweek. 16. Mai 2017, abgerufen am 11. Oktober 2017 (englisch).
  4. Laurie Kulikowski: How Five Guys Got Us Eating Its Burgers. In: TheStreet.com. 8. Juni 2011, abgerufen am 11. Oktober 2017 (englisch).
  5. Ned Smith: If You Build a Better Burger, They Will Come. In: BusinessNewsDaily.com. 2. August 2012, abgerufen am 11. Oktober 2017 (englisch).
  6. Dan Myers: 5 things you didn't know about Five Guys. In: Fox News Channel. 19. Januar 2017, abgerufen am 11. Oktober 2017 (englisch).
  7. The Five Guys Story. Five Guys, abgerufen am 28. April 2012 (englisch).
  8. Hamburgerketen Five Guys opent deuren. In: hln.be. (hln.be [abgerufen am 25. April 2018]).
  9. a b Obamas liebste Burger-Bude «Five Guys» kommt in die Schweiz. In: az Aargauer Zeitung. (aargauerzeitung.ch [abgerufen am 25. April 2018]).
  10. Kathrin Rosendorff: Five Guys eröffnet in Frankfurt. In: Frankfurter Rundschau. 4. Dezember 2017, abgerufen am 5. Dezember 2017.
  11. „Five Guys“ – Barack Obamas Lieblings-Burger kommt nach Frankfurt. In: Top Magazin Frankfurt. 31. August 2017, abgerufen am 10. September 2017.
  12. Five Guys: Menu-Angebot. Five Guys, abgerufen am 11. Oktober 2017 (englisch).
  13. Five Guys: Press. In: Internet Archive. 2005, archiviert vom Original am 14. April 2006; abgerufen am 11. Oktober 2017 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fiveguys.com
  14. Sean Gregory & Kristi Oloffson: Top 10 Worst Fast-Food Meals: Five Guys Large French Fries. In: Time. 18. Juni 2009, abgerufen am 11. Oktober 2017 (englisch).
  15. Obamas Lieblingsburger kommen nach Deutschland. In: stern.de. 18. August 2017 (stern.de [abgerufen am 25. April 2018]).