Fixateur externe

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Fixateur externe bei verplatteter Radiustrümmerfraktur

Ein Fixateur externe (äußerer Festhalter) ist ein durch die Haut befestigtes Haltesystem gebrochener Knochen.[1]

Prinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dabei werden Pins im Knochen verankert und nach Reposition (Einrichten des Knochenbruches) mit Metall- oder Karbonstäben fest verbunden. Es handelt sich um ein erstmals 1855 von Bernhard von Langenbeck beschriebenes Verfahren zur geschlossenen Knochenbruchbehandlung.[2] Diese Methode bietet gegenüber anderen Methoden den Vorteil, dass die Fraktur nicht freigelegt werden muss.

Indikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • offenen Frakturen mit Weichteilschädigungen
  • Trümmerfrakturen
  • Luxationen (Ellbogen, Knie)
  • Arthrodesen, z. B. am Kniegelenk als gelenkübergreifender Fixateur externe.
  • Frakturen der Halswirbelsäule (Halofixateur)
  • Kallusdistraktion, evtl. mit Segmenttransport

Komplikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine mögliche Komplikation ist die Infektion der Weichteile und der Bohrkanäle.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. W. Mutschler: Die Osteosynthese mit dem Fixateur externe: Grundlagen, Indikation, Technik in: Eugen H. Kuner (Hrsg.): Kompendium zum AO-Basiskurs, 3. Auflage, Georg-Thieme-Verlag Stuttgart 1996, S. 194–205, ISBN 3-13-136503-X
  2. Christoph Weißer: Zur Qualität medizinhistorischer Beiträge in rezenten klinischen Zeitschriften. Kritische Anmerkungen am Beispiel der Geschichte der Unfallchirurgie. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 23, 2004, S. 436–445; hier: S. 438 f.
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