Fjaler

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Fjaler
Fjaler (Norwegen)
Fjaler
Fjaler
Basisdaten
Kommunennummer: 1429 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Sogn og Fjordane
Verwaltungssitz: Dale i Sunnfjord
Koordinaten: 61° 18′ N, 5° 28′ O61.3061111111115.4633333333333Koordinaten: 61° 18′ N, 5° 28′ O
Fläche: 417 km²
Einwohner:

2839 (30. Jun. 2014)[1]

Bevölkerungsdichte: 7 Einwohner je km²
Sprachform: Nynorsk
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Arve Helle (Ap) (Datum der Wahl fehlt!)
Lage in der Provinz Sogn og Fjordane
Lage der Kommune in der Provinz Sogn og Fjordane

Fjaler ist eine Kommune in der norwegischen Provinz Sogn og Fjordane. Die Kommunen grenzt im Osten an Gaular und im Süden an Høyanger und Hyllestad. Über den Fjord liegen Solund im Westen und Askvoll im Norden. Das administrative Zentrum liegt in Dale i Sunnfjord. In der Kommune befindet sich das Red Cross Nordic United World College in Haugland, eines von dreizehn United World Colleges, zudem ist in Dale das Nordisk Kunstnarsenter Dale, ein internationales Artist-in-Residency-Zentrum, beheimatet.

Geografie[Bearbeiten]

Fjaler liegt in der Westnorwegischen Provinz Sogn og Fjordane, im historischen Landesteil Sunnfjord. Die Gemeinde liegt südlich des Dalsfjords. Durch die langgezogene Form der Kommune verändert sich die Landschaft von einer typischen Küstenlandschaft im Westen zu einer Berglandschaft im Osten. Die höchste Erhebung der Gemeinde ist der Berg Styggeheia (799 moh.)

Die heutigen Grenzen sind das Resultat einer Neuordnung der Kommunegrenzen im Jahr 1990, durch die die Gebiete nördlich des Dalsfjords den Gemeinden Askvoll und Gaular zugeschlagen wurden. Dafür gehört seitdem das Gebiet um Våge im Nordwesten der Kommune zu Fjaler.

Verkehr[Bearbeiten]

Eine im Jahr 2013 fertiggestellte Brücke verbindet Dale mit der Askvoll-Kommune und Busse fahren nach Førde, Rysjedalsvika, Hyllestad und in den Westen der Kommune. Der Førde Airport, Bringeland, befindet sich 28 km östlich, von dort gehen Flüge nach Oslo und Bergen.

Geschichte[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Vor 1912 hieß die Gemeinde, die die heute in Gaular, Askvoll und Fjaler geteilt ist, „Ytre Holmedal“, wobei Holmedal ein alter Name für die Gegend im Südwesten des Dalsfjords ist. Der Name „Fjaler“ stammt vermutlich vom altnordischen fjǫl, was so viel wie „Kante“ oder „Rand“ heißt und sich wahrscheinlich auf die steil abfallende Südflanke des Berges „Heileberget“ nördlich von Dale bezieht.[2]

Geschichte der Kommune[Bearbeiten]

Funde aus dem Steinalter bezeugen eine Besiedelung des Gebietes seit mehr als 6000 Jahren. Funde aus der Eisenzeit weisen zudem darauf hin, dass in Fjaler reiche und mächtige Menschen siedelten.

In Snorre Sturlasons Königssagen ist bereits die Rede von einem Verwaltungsdistrik Fjalir , dessen Zentrum vermutlich Dale war, das auch dem Fjord seinen Namen gab. In Dale befand sich außerdem die historische Ting- und Gerichtsstätte Dingemoen.

In Korssund, im Westen der Kommune, findet sich auch heute noch eins der ältesten Steinkreuze Norwegens aus der Zeit der Christianisierung des Landes 950 - 1050.

Dale war und ist bis heute ein wichtiges Schulzentrum in der Region. Im 19. Jhd. gab es in Fjaler unter anderen ein Mädcheninternat für Mädchen aus gehobeneren Schichten, eine Volkshochschule und ein Internat für schwer erziehbare Jungen. Heute gibt es in der Gemeinde noch mehrere Grundschulen, eine Mittelschule und eine Weiterführende Schule in Dale sowie das Red Cross Nordic United World College. [3]

Bekannte Personen aus Fjaler[Bearbeiten]

Anlage während des Zweiten Weltkrieges[Bearbeiten]

Im Westen der Kommune befinden sich die Plätze Lammetun und Fure. Hier findet man Reste der „Festung Norwegen“ – ein Teil der deutschen Abwehr während des Zweiten Weltkriegs. Jedes Jahr besuchen deutsche Touristen diesen Bereich.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fjaler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Norway – Population and quarterly changes, Q2 2014
  2. Fjaler – Store norske leksikon. Abgerufen am 1. Juni 2015.
  3. Fakta om Fjaler - Fjaler kommune. In: www.fjaler.kommune.no. Abgerufen am 1. Juni 2015.