Ertrag (Landwirtschaft)

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In der Landwirtschaft wird unter dem (spezifischen) Ertrag die Ernteeinfuhr pro Flächeneinheit (also der Flächenertrag) verstanden. Üblicherweise wird er auf den Hektar bezogen, der Hektarertrag gibt also an, welche Menge an Getreide, Feldfrüchten oder Wein pro Hektar geerntet werden.

In Norddeutschland liegen wünschenswerte Erträge bei Winterweizen bei etwa 90 dt/ha, dies bedeutet: von einem Hektar wurden 90 dt = 9 t Weizen geerntet.

Da die Sommerformen der Getreidearten weniger Zeit für ihre Entwicklung haben, liegen deren Erträge unter denen der Winterkulturen. Das höhere Ertragsniveau begründet auch den überwiegenden Anbau von Wintergetreide.

Die Erträge schwanken in Abhängigkeit von Witterung, u. a. der Niederschlagsmenge und deren zeitlicher Verteilung sowie dem regionalen Temperaturverlauf, aber auch die Bodengüte, der Saatzeitpunkt, die regionale Sortenwahl sowie die Schädlings- und Unkrautbekämpfung sind entscheidend für den Ertrag.

Bei Weinen ist der Hektarertrag üblicherweise im zweistelligen Bereich (angegeben in Hektoliter pro Hektar).