Provinz Flämisch-Brabant

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Flämisch-Brabant
Vlaams-Brabant (niederländisch)
Brabant flamand (französisch)
Flagge der Provinz Flämisch-Brabant
Wappen der Provinz Flämisch-Brabant
Staat: Belgien
Region: Flandern
Hauptstadt: Löwen
Fläche: 2.106,13 km²
Einwohner: 1.121.693 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte: 503 Einwohner je km²
Bezirke: Halle-Vilvoorde
Löwen
Gemeinden: 65
Website: www.vlaamsbrabant.be
Politik
Gouverneur: Lodewijk De Witte (sp.a)
Lage der Provinz in Belgien
LuxemburgNiederlandeFrankreichNordseeDeutschlandBrüsselProvinz WestflandernProvinz OstflandernProvinz AntwerpenProvinz Limburg (Belgien)Provinz Flämisch-BrabantProvinz HennegauProvinz NamurProvinz Wallonisch-BrabantProvinz LüttichProvinz LuxemburgLage der Provinz Flämisch-Brabant innerhalb Belgiens hervorgehoben
Über dieses Bild
65 Gemeinden der Provinz
Gemeinden in der Provinz Flämisch-Brabant

Die Provinz Flämisch-Brabant (niederländisch Audio-Datei / Hörbeispiel Provincie Vlaams-Brabant?/i) ist die jüngste und zugleich kleinste Provinz der belgischen Region Flandern. Sie umfasst den niederländischsprachigen Nordteil der ehemaligen Provinz Brabant und besteht aus den beiden Bezirken Halle-Vilvoorde und Löwen. Die eigenständige Region Brüssel-Hauptstadt bildet eine Enklave innerhalb des Territoriums der Provinz.

Die Hauptstadt von Flämisch-Brabant ist Löwen; das Wappen zeigt den Löwen von Brabant mit dem österreichischen Bindenschild, das auf die Zugehörigkeit der Südlichen Niederlande (→ Österreichische Niederlande) vom Beginn des 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Habsburgerreich verweist.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz Flämisch-Brabant umfasst eine Fläche von 2.106,13 km² und misst in Ost-West-Richtung etwa 90 km, in Nord-Süd-Richtung rund 40 km. Der höchste Punkt der Provinz liegt in Walshoutem, einer Teilgemeinde von Landen mit 137,33 m über dem Meeresspiegel. Die wichtigsten Wasserläufe der Provinz sind die Dijle, die Demer und die Senne. Flämisch-Brabant grenzt im Uhrzeigersinn beginnend im Norden an die Provinzen Antwerpen, Limburg, Lüttich, Wallonisch-Brabant, Hennegau und Ostflandern. Die Provinz umschließt die Region Brüssel-Hauptstadt vollständig.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz entstand am 1. Januar 1995 durch die Teilung der alten Provinz Brabant entlang der Sprachgrenze in die niederländischsprachige Provinz Flämisch-Brabant und die französischsprachige Provinz Wallonisch-Brabant.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 lag das regionale Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, bei 123,8 % des Durchschnitts der EU-27. Damit lag Flämisch-Brabant über dem belgischen Durchschnitt von 118,5 % und war nach der Region Brüssel-Hauptstadt und der Provinz Antwerpen das wirtschaftlich stärkste Gebiet des Landes.[1] Die Arbeitslosenquote lag am 1. Januar 2006 bei 6,35 %.

Bezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz Flämisch-Brabant ist in zwei Bezirke untergliedert. Diese werden auf Französisch als arrondissements und auf Niederländisch als arrondissementen bezeichnet. Manchmal wird die Bezeichnung Arrondissement auch auf Deutsch verwendet, obwohl Bezirk der amtliche Begriff ist. (Einwohner am 1. Januar 2017[2])

  1. Halle-Vilvoorde (627.247)
  2. Löwen (502.602)

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Karte in der Infobox für die Lage der Gemeinde in der Provinz. Stand: 1. Januar 2017[3]

  1. Aarschot (29.654)
  2. Affligem (13.129)
  3. Asse (32.706)
  4. Beersel (24.992)
  5. Begijnendijk (10.004)
  6. Bekkevoort (6134)
  7. Bertem (9907)
  8. Bever (2160)
  9. Bierbeek (10.017)
  10. Boortmeerbeek (12.192)
  11. Boutersem (8178)
  12. Diest (23.612)
  13. Dilbeek (42.024)
  14. Drogenbos (5457)
  15. Galmaarden (8702)
  16. Geetbets (6037)
  17. Glabbeek (5326)
  18. Gooik (9238)
  19. Grimbergen (37.030)
  20. Haacht (14.442)
  21. Halle (38.680)
  22. Herent (21.372)
  23. Herne (6592)
  24. Hoegaarden (6907)
  25. Hoeilaart (11.104)
  26. Holsbeek (9920)
  27. Huldenberg (9762)
  28. Kampenhout (11.768)
  29. Kapelle-op-den-Bos (9382)
  30. Keerbergen (12.707)
  31. Kortenaken (7915)
  32. Kortenberg (19.979)
  33. Kraainem (13.657)
  1. Landen (15.919)
  2. Lennik (9033)
  3. Löwen (100.291)
  4. Liedekerke (13.103)
  5. Linkebeek (4722)
  6. Linter (7256)
  7. Londerzeel (18.385)
  8. Lubbeek (14.270)
  9. Machelen (15.135)
  10. Meise (18.925)
  11. Merchtem (16.100)
  12. Opwijk (14.356)
  13. Oud-Heverlee (11.095)
  14. Overijse (25.024)
  15. Pepingen (4409)
  16. Roosdaal (11.621)
  17. Rotselaar (16.624)
  18. Scherpenheuvel-Zichem (22.924)
  19. Sint-Genesius-Rode (18.231)
  20. Sint-Pieters-Leeuw (33.758)
  21. Steenokkerzeel (11.944)
  22. Ternat (15.428)
  23. Tervuren (21.911)
  24. Tielt-Winge (10.680)
  25. Tienen (34.365)
  26. Tremelo (14.756)
  27. Vilvoorde (43.653)
  28. Wemmel (16.130)
  29. Wezembeek-Oppem (14.044)
  30. Zaventem (33.385)
  31. Zemst (23.240)
  32. Zoutleeuw (8446)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eurostat Pressemitteilung 23/2009: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF-Datei; 360 kB)
  2. Bevölkerung nach Gemeinden am 1. Januar 2017 (XLS; 461 KB)
  3. Bevölkerung nach Gemeinden am 1. Januar 2017 (XLS; 461 KB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flämisch-Brabant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien