Flache Hierarchie

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Der Begriff flache Hierarchie beschreibt eine Organisationsstruktur mit weniger Stufen in der Hierarchie, so dass Ranghöhere sich bei Eingriffe in Entscheidungen Rangniedrigerer zurückhalten. Diese Organisationsstruktur setzt verstärkt auf Eigeninitiative und -verantwortung.

Konzepte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Loth, ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung der W. L. Gore & Associates GmbH, bezeichnet diese Form der Organisation auch als Gitterorganisation.[1]

Das Konzept der Scheiben-Organisation auf Basis der Arbeiten von Rolf Bühner setzt neben einer hierarchiearmen insbesondere auf eine interdisziplinäre Struktur. Die zentrale Metapher hierbei ist die Form eines flachen Kegels.

Innerhalb der funktionalen Organisation sollen nicht ausschließlich die Mitglieder der höchsten Hierarchieebene zusammenarbeiten, sondern ebenfalls alle Mitglieder der untergeordneten Ebenen. Der Aufwand der Koordination auf den höchsten Ebenen wird hierdurch vermindert. Auf Stäbe wird weitgehend verzichtet, Aufgaben der Führung werden tendenziell entweder an untere Ebenen verteilt oder in andere Organisationen ausgelagert.

Aufgaben bei der Realisation und die Reihenfolge der Entscheidungen orientieren sich am Verlauf der Wertschöpfungskette (in monetär orientierten Unternehmen). Die Koordination auf mehreren Hierarchieebenen durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen ermöglicht es nach dem Konzept der Scheiben-Organisation, dass Aufgaben weitestgehend unabhängig voneinander erfüllt werden können und die Abläufe hierdurch beschleunigt werden.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.estrategy-magazin.de/archiv/2020/ausgabe-01-2020/fast-jeder-zweite-fuehrt.html
  2. Dirk Holtbrügge: Neue Organisationsformen. In: zfo-Herausgebergesellschaft GbR (Hrsg.): Zeitschrift Führung und Organisation. Nr. 6/2001. Stuttgart, S. 338–345 (mwonline.de).