Flamenco (Schiff)

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Flamenco
Flamenco bei Wachau auf der Donau
Flamenco bei Wachau auf der Donau
Schiffsdaten
Flagge MaltaMalta (Handels- und Dienstflagge zur See) Malta
Schiffstyp TwinCruiser
Heimathafen Valletta
Eigner Premicon AG
Reederei KD Cruise Services Ltd.
Bauwerft Neptun Werft, Rostock
Baunummer S.505[1]
Baukosten 14.500.000 Euro
Taufe 11. Juni 2005[1]
Stapellauf 7. März 2005[1]
Indienststellung 31. Mai 2005[1]
Verbleib in Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
135,00 m (Lüa)
Breite 11,40 m
Tiefgang max. 1,60 m
 
Besatzung 44
Maschinenanlage
Maschine 2 x MTU-8V 4000 M60
Maschinen-
leistung
2 × 800 kW
Höchst-
geschwindigkeit
11,3 kn (21 km/h)
Propeller 2 x Veth-Propellergondel
1 x Azimuth Jet W-60-Querstrahlsteueranlage
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 196[1]
Sonstiges
Registrier-
nummern

ENI-Nr.: 09948011
(vorm. 04803820)

Die Flamenco ist ein 2004/05 gebautes Fluss-Kreuzfahrtschiff der Premicon AG, das unter der Bereederung der KD Cruise Services Ltd. steht und in der Zeitcharter von dem Stuttgarter Reiseveranstalter Nicko Tours auf der Donau eingesetzt wird. Sie war das erstgebaute Schiff vom Typ TwinCruiser, bei dem die Fahrgasteinheit von der Antriebseinheit baulich voneinander getrennt wurden. Das Schiff wurde 2006 mit dem ShipPax Award für das beste Kreuzfahrtkonzept ausgezeichnet.[2]

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flamenco ist ein Dreideck-Kabinenschiff der 4-Sterne-Kategorie mit 96 Doppelkabinen und zwei Vierbettkabinen die jeweils 13 m² Raumfläche aufweisen. Die beiden Vierbettkabinen die jeweils mit zwei Klappbetten ausgestattet sind befinden sich im Hauptdeck, in dem auch 24 Mannschaftskabinen, Versorgungs- und Lagerräume sowie der Sauna und Fitnessbereich eingerichtet wurden. Die jeweils 48 Zweibettkabinen im Mittel- und Oberdeck haben alle einen französischen Balkon. Alle Kabinen sind mit Radio, Sat-TV, Minibar, Safe und Telefon ausgestattet. Im Bugbereich sind im Mitteldeck das Restaurant und im Oberdeck der Panoramasalon mit Bar eingerichtet worden. Diese Bereiche verfügen über eine raumhohen Rundumverglasung. Das sich über die gesamte Fahrgasteinheit erstreckende Sonnendeck ist mit Liegestühlen, Sitzgruppen, Windschutzwänden und Sonnensegeln ausgestattet. In der achtern liegenden baulich getrennten Antriebseinheit liegen die Kabinen für das nautische Personal.[3]

Konstruktion und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dem Schiff handelt es sich um einen TwinCruiser, der zum Lärmschutz für die Passagiere mit zwei festgekuppelten Schiffskörpern konstruiert wurde. Die Antriebseinheit ist 25 m lang, die Fahrgasteinheit 110 m. Die Breite der beiden Einheiten beträgt 11,40 m. Sie wird von zwei MTU-Dieselmotoren à 800 kW über zwei vierflügelige Veth-Propellergondeln angetrieben.[4] Zusätzlich verfügt das Schiff über ein Bugstrahlruder vom Typ Jastram Azimuth Jet W60-compact.[5] Die Energieversorgung wird durch drei Dieselgeneratoren à 310 kVA gewährleistet.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Oktober 2007, früh um 0.15 Uhr riss die Flamenco in der Schleuse des Kraftwerks Abwinden/Asten (Oberösterreich) ein Stoppseil, daraufhin löste sich eine 170 Tonnen schwere Kranbrücke aus der Verankerung und stürzte auf den Bug. Zwei deutsche Frauen erlitten einen Schock. Eine Schweizerin trug eine Platzwunde am Kopf davon. Radar, Ankerwinsch, Decksaufbauten und die Panoramafenster des großen Salons waren bei der Havarie zerstört worden. Das Schiff kam zur Reparatur in eine Werft nach Linz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flamenco (Schiff) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Flusskreuzfahrtschiff FLAMENCO. Marcus Puttich, abgerufen am 6. Februar 2014.
  2. ShipPax Award Preisträgerliste 2006
  3. Schiffsbeschreibung des Reiseveranstalters Nicko-Tours (PDF; 1,2 MB), aufgerufen 22. Dezember 2010
  4. Webseite zur Twin-Cruisern auf www.neptunwerft.de, abgerufen am 22. Dezember 2010
  5. Seite über die Flamenco in der Webpräsenz des Reeders, abgerufen am 29. Dezember 2010