Flashball

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Französischer Polizist mit einer Flashball

Flashball ist eine Nicht-tödliche Waffe der staatlichen französischen Sicherheitskräfte, die bei Demonstrationen gegen Gewalttäter eingesetzt werden kann. Es werden dabei mit einer pistolenartigen Vorrichtung Hartgummigeschosse verschossen.

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Einsatz der Waffe kann beim unsachgemässen Gebrauch oder ungenügender Ausbildung zu schweren Verletzungen führen; die polizeilichen Bestimmungen verlangen gezielte Schüsse auf den Körper oder die Extremitäten (und nicht auf Kopf oder Genitalien). Der Einsatz des Flashballs hat u. a. zum Verlust des Augenlichtes bei Treffern am Kopf geführt. 2010 ist ein Mann in Marseille durch deren Einsatz gestorben.[1][2]

Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten der Gelbwestenbewegung und der französischen Polizei am 12. Januar 2019 wurde ein Demonstrant, ein freiwilliger Feuerwehrmann, von einem Geschoss eines Flashballs am Hinterkopf getroffen und liegt nach notärztlicher Behandlung und Operation in einem künstlichen Koma.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Balmer: Den „Flics“ sitzt der Colt oft locker. Nach zehnjähriger Tätigkeit wird die Beschwerdestelle für Polizeiübergriffe in Frankreich geschlossen. Sie veranlasste zahlreiche Verfahren gegen Beamte. In: taz.de. taz, die tageszeitung. Verlagsgenossenschaft eG, 28. April 2011, abgerufen am 10. August 2012.
  2. Marseille : l'homme touché par un flash-ball est mort: . In: Le Figaro vom 13.12.2010. Abgerufen am 1. Februar 2019 (französisch).
  3. Bordeaux : un pompier volontaire Gilet jaune dans le coma, l'IGPN saisie. Abgerufen am 16. Januar 2019 (französisch).