Flatpak

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Flatpak

Logo von Flatpak
Basisdaten

Erscheinungsjahr August 2007[1]
Aktuelle Version 1.12.3[2]
(12. Januar 2022)
Betriebssystem Linux
Programmiersprache C[3]
Kategorie Virtualisierung
Lizenz LGPL[4]
flatpak.org

Flatpak (vorher auch xdg-app) ist eine Software zur Softwareverteilung und Virtualisierung von Desktop-Anwendungen unter Linux-Betriebssystemen. Es stellt dafür eine Sandbox-Umgebung zur Verfügung, in der der Anwender bzw. Entwickler Anwendungen isoliert vom Rest des Systems laufen lassen kann.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee für die Verwendung von Anwendungscontainern in Gnome wurde 2013 zuerst von Lennart Poettering vorgeschlagen, der 2014 einen Artikel dazu publizierte. Entwickelt wurde Flatpak als Teil des Projekts freedesktop.org (vorher auch als X Desktop Group oder XDG bekannt) und wurde xdg-app genannt.[5] Flatpak ist eine Alternative zu der von Canonical entwickelten Paketverwaltung Snappy, im Unterschied zu dieser aber weitgehend auf grafische Oberflächen beschränkt.[6] Den Namen entlehnte der schwedische Entwickler Alexander Larsson an die flachen Pakete in denen IKEA seine Möbel verpackt.[7]

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flatpaks Runtime stellt dabei die Basis einer Umgebung und deren Abhängigkeiten bzw. Bibliotheken (Glibc) bereit, die von den Desktop-Applikationen verwendet werden. Sollte eine Desktop-Applikation Abhängigkeiten benötigen, die nicht Teil der Runtime sind, dann können diese im Flatpak-Paket enthalten sein und verwendet werden. Sie können z. B. Bibliotheken hinzufügen, die nicht Teil der Linux-Distribution oder der Runtime sind, eine andere Version als die in der Linux-Distribution oder Runtime enthaltene dazupacken oder eine gepatchte Version der Bibliothek hinzufügen.

Verfügbare Anwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Februar 2017 sind einige bekannte Programme als Flatpak erhältlich, wie z. B. Blender, GIMP, LibreOffice, Pitivi, KDE Plasma 5, Linphone, Gnome sowie Audacity 3.0.2, wo die Grafikbibliothek wxWidgets 3.1.3 im Flatpak enthalten ist. Es gibt auch einige nicht offizielle Flatpaks wie z. B. Entwicklungsversionen von Firefox, Skype, Spotify und VS Code.

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anwendungen, die mit Flatpak ausgeführt werden, brauchen für den Zugriff auf Dateien oder für den Zugriff auf die Hardware die Erlaubnis des Benutzers.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. flatpak.org. (abgerufen am 15. Mai 2019).
  2. github.com. 12. Januar 2022 (abgerufen am 15. Januar 2022).
  3. The flatpak Open Source Project on Open Hub: Languages Page. In: Open Hub. (abgerufen am 19. Juli 2018).
  4. LGPL. In: xdg-app repository. freedesktop.org. Abgerufen am 21. November 2016.
  5. Stephan Augsten: Was ist Flatpak? In: dev-insider.de. 4. Juni 2021, abgerufen am 23. Dezember 2021.
  6. Thorsten Leemhuis: Universalpakete: Flatpak und Snap sollen App-Installationen unter Linux revolutionieren. In: c't. Band 2016, Nr. 17, 2016, ISSN 0724-8679, S. 154–160 (heise.de).
  7. Ferdinand Thommes: Die innovativen Paketformate Flatpak und Snap. In: LinuxUser 08/2016. (linux-community.de).
  8. Nathan Willis: Working with xdg-app application bundles. In: LWN, 12. August 2015. Abgerufen am 3. Januar 2016.