Flatpak

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Flatpak

Logo von Flatpak
Basisdaten

Erscheinungsjahr 2015
Aktuelle Version 1.1.0[1]
(16. November 2018)
Betriebssystem Linux
Programmiersprache C[2]
Kategorie Virtualisierung
Lizenz LGPL[3]
www.flatpak.org

Flatpak (vorher auch xdg-app) ist ein Tool für die Software-Entwicklung, das Paket-Management und für die Virtualisierung von Desktop-Applikationen auf Linux-Systemen. Es stellt dafür eine Sandbox-Umgebung zur Verfügung, in der der Anwender bzw. Entwickler Applikationen isoliert vom Rest des Systems laufen lassen kann.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee für die Verwendung von Anwendungscontainern in Gnome wurde 2013 zuerst von Lennart Poettering vorgeschlagen, der 2014 einen Artikel dazu publizierte.[4][5] Entwickelt wurde Flatpak als Teil des Projekts freedesktop.org (vorher auch als X Desktop Group oder XDG bekannt),[6] und wurde xdg-app genannt.[7] Flatpak ist eine Alternative zu der von Canonical entwickelten Paketverwaltung Snappy.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flatpaks Runtime stellt dabei die Basis einer Umgebung und deren Abhängigkeiten bzw. Bibliotheken (Glibc) bereit, die von den Desktop-Applikationen verwendet werden. Sollte eine Desktop-Applikation Abhängigkeiten benötigen, die nicht Teil der Runtime sind, dann können diese im Flatpak-Paket enthalten sein und verwendet werden. Sie können z. B. Bibliotheken hinzufügen, die nicht Teil der Linux-Distribution oder der Runtime sind, eine andere Version als die in der Linux-Distribution oder Runtime enthaltene dazupacken oder eine gepatchte Version der Bibliothek hinzufügen.

Verfügbare Anwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Februar 2017 sind einige bekannte Programme als Flatpak erhältlich, wie z. B. Blender, GIMP, LibreOffice, Pitivi, KDE Plasma 5, Linphone und Gnome. Es gibt auch einige nicht offizielle Flatpaks wie z. B. Entwicklungsversionen von Firefox, Skype und Spotify.

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anwendungen, die mit Flatpak ausgeführt werden, brauchen für den Zugriff auf Dateien oder für den Zugriff auf die Hardware die Erlaubnis des Benutzers.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Releases · flatpak/flatpak · GitHub. (abgerufen am 17. November 2018).
  2. The flatpak Open Source Project on Open Hub: Languages Page. In: Open Hub. (abgerufen am 19. Juli 2018).
  3. LGPL. freedesktop.org. Abgerufen am 21. November 2016.
  4. corbet: Poettering: Revisiting how we put together Linux systems. 1. September 2014.
  5. Lennart Poettering: Revisiting How We Put Together Linux Systems. 1. September 2014.
  6. Flatpak - the future of application distribution. Abgerufen am 16. Dezember 2016.
  7. Alexander Larsson: Renamed to flatpak in git. 9. Mai 2016. Abgerufen am 1. Juni 2016.
  8. Nathan Willis: Working with xdg-app application bundles. In: LWN, 12. August 2015.