Flatted fifth

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Die Flatted Fifth (5) ist eine in den 1940er Jahren aufgekommene Bezeichnung für das Intervall der abwärtsspringenden, verminderten Quinte, also des Tritonus, der eines der charakteristischen Kennzeichen des Bebop darstellt. Es wird angenommen, dass dieses Intervall zur Namensgebung des Bebop beitrug, da man meistens automatisch diese zwei Silben beim Singen der verminderten Quinte wählt.

Da in Improvisationen über Akkorde mit unmodifizierter Quinte teilweise die flatted fifth gleichberechtigtes Tonmaterial darstellt (besonders bei der Interpretation von Dominantseptakkorden) spricht man im melodischen Kontext heutzutage lieber von der 11, d. h. der erhöhten Undezime. Natürlich existieren auch Akkorde, in denen die Verwendung der erniedrigten Quinte unbedingt angezeigt ist, weil in der entsprechenden Skala bzw. Tonleiter gar keine reine Quinte vorkommt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim E. Behrendt: Das grosse Jazzbuch. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-7632-2665-6, S. 32.