Flaumeiche

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Flaumeiche
Flaumeiche (Quercus pubescens)

Flaumeiche (Quercus pubescens)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
Gattung: Eichen (Quercus)
Art: Flaumeiche
Wissenschaftlicher Name
Quercus pubescens
Willd.

Die Flaumeiche auch Flaum-Eiche genannt (Quercus pubescens, Syn.: Quercus lanuginosa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Eichen (Quercus) in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Sie ist von West- über das südliche Mittel-, Süd- und Südosteuropa bis nach Kleinasien und zum Kaukasusraum verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Junger Zweig mit flaumiger Behaarung
Zweig mit Blütenständen
Reife Eicheln mit Cupula

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Flaumeiche ist ein sommergrüner, meist krummwüchsiger Baum oder Strauch. Sie kann Wuchshöhen von bis 25 Metern und Alter bis 500 Jahre erreichen, Stammdurchmesser bis zu 0,6 Metern erzielen. Sie bildet eine dicke, stark zerklüftete, längsrissige Borke. Den anfangs filzig-flaumig behaarten Zweigen, Knospen und Laubblätter verdankt sie ihren deutschen und botanischen Namen.

Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist bis zu 15 Zentimeter lang, tiefbuchtig gelappt und fühlt sich weich an. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und die -unterseite graugrün.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

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Die Flaumeiche ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blütezeit liegt im April bis Mai und ihre Eicheln reifen im Oktober. Die Eicheln sind bis zu 3,5 Zentimeter lang und sitzen bis zur Hälfte in der halbkugligen Cupula (die becherförmige Hülle um die Frucht).

Flaumeichenstandort in Polen

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Flaumeiche reicht von Südeuropa über das südliche Mittel- und Westeuropa bis nach Kleinasien und zum Kaukasusraum. Sie kommt im östlichen Teil der Iberischen Halbinsel, in Frankreich, Italien, auf dem Balkan, auf Sardinien und Korsika vor. Nördlich der Alpen liegen verstreute Vorkommen in Gebieten mit trocken-warmem, submediterranem Klima: im Schweizer Jura, im Oberelsaß, in der Rheinebene und am Mittelrhein, am Kaiserstuhl, in Gottmadingen auf dem Heilsperg und im Saaletal bei Jena, im Nationalpark Unteres Odertal bei Gartz. In Österreich findet man die Flaumeiche unter anderem im Grazer Bergland sowie der Wachau[1].

Die Flaumeiche steigt im Wallis bis auf Höhenlagen von 1500 Metern. Sie wächst bevorzugt auf sommerwarmen, nährstoffreichen Kalkböden. Seltener ist sie auf saurem Silikatgestein zu finden. Sie kommt ebenfalls mit flachgründigen, trockenen Standorten zurecht und wächst deswegen auch im Karst. Sie bildet Mischwälder mit der Blumenesche, der Zerreiche und der Europäischen Hopfenbuche. Die Flaumeiche ist ein typischer Bestandteil der Garigue und der Macchie, wo sie auf den degradierten Böden nur strauchförmig wächst. In Mitteleuropa kommt sie häufig mit der Traubeneiche vor, mit der sie Bastarde bilden kann.

Nutzung[Bearbeiten]

Die Flaumeiche ist ein wichtiger Waldbaum in Süd- und Südosteuropa. Ihr Holz ähnelt dem der Stieleiche, ist aber schwerer, dauerhafter und weniger elastisch. Es wird zum Möbelbau und als Bauholz verwendet. Flaumeichenwälder werden oft als Niederwald zur Brennholzgewinnung bewirtschaftet. Die Eicheln dienen als Schweinefutter.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage Naturpark Jauerling-Wachau. Abgerufen am 29. September 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flaumeiche (Quercus pubescens) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien