Flexaton

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Flexaton

Das Flexaton ist ein Musikinstrument, das zur Gruppe der Idiophone zählt. Der Name stammt aus dem Englischen: to flex a tone = einen Ton biegen.

Es sieht aus wie ein Spachtel oder eine Maurerkelle mit Bügel und zwei daran befestigten Klöppeln. Der Ton des Flexaton wird dabei durch das Schlagen der Klöppel gegen die Metallplatte erzeugt.

Durch unterschiedlich starken Druck mit dem Daumen auf die Federstahlplatte wird der Ton erhöht oder erniedrigt. Das Biegen der Stahlplatte führt zu einer Strukturveränderung im Molekülgefüge, wodurch sich die Härte und damit die Resonanzeigenschaft der klangerzeugenden Stahlplatte (ähnlich wie eine Tonzunge) verändert.

Spielweisen: Normalerweise wird das Flexaton geschüttelt, so dass die beiden Klöppel von unten und oben gegen das Federblech schlagen (Hörbeispiel s. u.), wobei die Schüttelgeschwindigkeit vom Musiker natürlich frei gewählt wird.

Seltener ist das einmalige Anschlagen des Federblechs mit einem externen Schlägel. Das ist zum Beispiel im Song „I can't dance“ von Genesis ab Takt 4 zu hören.

Klangcharakter: Das schwingende Blech des Flexatons verbreitet hell-aufgeregte oder melancholisch zarte Töne. Der Klang ist mit einer Mischung aus einer singenden Säge und einer Türklingel vergleichbar.

Verwendung: Das Flexaton wird häufig als Effektinstrument in Hörspiel und Theater eingesetzt, wurde aber auch in Orchesterwerken von Arnold Schönberg, György Ligeti, Dmitri Schostakowitsch oder Alfred Schnittke instrumentiert. Einen prominenten Auftritt hat es im zweiten Satz des Klavierkonzerts von Aram Chatschaturjan, wo es über lange Strecken die Melodie verdoppelt. Ferner ist es bei manchen Bands im Bereich Popularmusik des Genres Dancehall und Reggae gelegentlich zu vernehmen.