Fliegerhorst Brüsterort

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Der Fliegerhorst Brüsterort war ein Fliegerhorst der Luftwaffe der Wehrmacht nahe dem ostpreußischen Brüsterort.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fliegerhorst wurde Mitte der 1930er Jahre angelegt als Teil einer Flak-Artillerie-Schule mit dazugehöriger Schießbahn. Die Start- und Landebahn hatte einen Grasuntergrund. Im Nordwesten des Fliegerhorstes befanden sich zwei große Hangars. Die Wirtschafts- und Unterkunftsgebäude lagen westlich der Hangars. Ab 1941 waren hier auch verschiedene Flugzeugführerschulen untergebracht, die sich mit der Belegung des Platzes abwechselten. Als erste fliegende aktive Einheiten waren hier ab 22. August 1939 die 5. (5./186) und ab 24. August auch 6. Jagdstaffel (6./186) der II. Gruppe des Trägergeschwaders 186, und zuvor schon im August eingetroffen auch der Stab der II. Trägergruppe, stationiert, ein Verband, der für den nie fertiggestellten Flugzeugträger Graf Zeppelin vorgesehen war. Am 2. September 1939 flog noch die Stukastaffel (4./186) der II. Trägergruppe nach Brüsterort, womit die gesamte II./Trägergeschwader 186 in Brüsterort versammelt war.

Die folgende Tabelle zeigt eine Auflistung ausgesuchter fliegender aktiver Einheiten (ohne Schul- und Ergänzungsverbände) der Luftwaffe, die hier zwischen 1938 und 1945 stationiert waren.[1]

Von Bis Einheit Ausrüstung
August 1939 September 1939 II./Tr.G 186 (II. Gruppe des Trägergeschwaders 186) Messerschmitt Bf 109B, Junkers Ju 87B
Februar 1945 April 1945 I./SG 3 (I. Gruppe des Schlachtgeschwaders 3) Focke-Wulf Fw 190F
März 1945 April 1945 I./JG 51 (I. Gruppe des Jagdgeschwaders 51) Messerschmitt Bf 109G
April 1945 April 1945 III./JG 51 Messerschmitt Bf 109G

Am 14. April 1945 besetzten sowjetische Truppen das Gelände des Fliegerhorstes. Seit 1945 gehört Brüsterort, das 1946 in Majak (russisch Маяк) umbenannt wurde, zur russischen Oblast Kaliningrad.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935-45 Germany (1937 Borders), S. 96–97, abgerufen am 12. September 2014.

Koordinaten: 54° 56′ 5,6″ N, 19° 58′ 56,9″ O