Flittard

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Wappen von Flittard
Wappen von Köln
Flittard
Stadtteil 909 von Köln
Lage des Stadtteils Flittard im Stadtbezirk Köln-Mülheim
Koordinaten 51° 0′ 0″ N, 7° 0′ 0″ OKoordinaten: 51° 0′ 0″ N, 7° 0′ 0″ O
Fläche 7,74 km²
Einwohner 7889 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte 1019 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Apr. 1914
Postleitzahl 51061
Vorwahl 0221
Stadtbezirk Mülheim (9)
Verkehrsanbindung
Bundesstraße B8
Buslinien 151 152 250 201 217 233 255
Quelle: Kölner Stadtteilinformationen – Zahlen 2015

Flittard ist ein Stadtteil von Köln im Bezirk Mülheim im rechtsrheinischen Norden.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flittard grenzt im Osten an Dünnwald, im Süden an Stammheim, im Westen an den Rhein und im Norden an Leverkusen, dessen Bayerwerke teilweise auf Flittarder Boden liegen.

Flittard ist eine grüne Enklave inmitten von Großstädten und Industrie, die ihren dörflichen Charakter noch gut bewahren konnte. Ein alter Ortsteil am Rheindeich und drei neuere Teile gegen Osten bieten den Bürgern Wohn- und Lebensraum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Flittard bedeutet fließende, vom Rheinstrom an- oder weggeschwemmte Erde und weist auf die frühere Hochwassergefährdung hin, der dieser Kölner Vorort bis zum Bau des Deichs 1894/95 immer wieder ausgesetzt war.

Ausschnitt Karte Köln und Umgebung Anfang 19. Jahrhundert

Der Ort wurde 989 erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem Mittelalter gehörte er zum Amt Porz im Herzogtum Berg. 1795 besetzten französische Revolutionstruppen den Ort. Flittard wurde 1808 ein Teil der Mairie Mülheim, die zum Kanton Mülheim im Département Rhein im Großherzogtum Berg gehörte. Seit 1815 kam Flittard an das Königreich Preußen und an den Kreis Mülheim/Rhein. Am 1. April 1914 wurde Flittard nach Köln eingemeindet.

Der an der Edelhofstraße gelegene Bahnhof Köln-Flittard der Mülheim-Leverkusener Eisenbahn (Strecke Chempark- Flittard - Köln-Stammheim - Köln-Mülheim, eröffnet 1898), im Volksmund Aspirin-Express genannt, wurde 1972 für den Personenverkehr stillgelegt und das Empfangsgebäude abgerissen. Ein reger Güterverkehr auf dieser Strecke durch Flittard findet weiterhin statt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Flittard lebten am 31. Dezember 1990 8365 Menschen. Zehn Jahre später waren es noch 8201 Personen. Am 31. Dezember 2013 betrug die Einwohnerzahl noch 7850 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortskern Flittards besteht aus kleinen ländlichen Häusern. Der älteste Profanbau ist der Bongartzhof, ein Fachwerkbau mit Backsteinausfachung und tief heruntergezogenem Walmdach von 1715.

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Hubertus besitzt noch den Westturm des 12. Jahrhunderts, den ein gotischer Knickhelm krönt. Das Kirchenschiff wurde 1896/97 als neuromanische Stufenhalle gebaut.

Die evangelische Immanuel-Kirche wurde 2013 errichtet.

  • St. Pius (Rene-Bohn-Straße 7)
  • St. Hubertus (Hubertusstraße 3)
  • „Hillijehüüsje“
  • Paulinenhof Graf Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim, geb. 24. März 1797 in Herdringen. Sein Vater Freiherr Theodor Hermann Adolph von Fürstenberg-Neheim kaufte im Jahre 1818 das Stammheimer Schloss. 1828 kaufte Franz Egon den Fronhof in Flittard, ließ ihn neu aufbauen und nannte ihn zu Ehren seiner Frau „Paulinenhof“.
  • In Flittard steht die einzige erhaltene Station der optischen Telegraphenlinie Berlin-Coblenz aus preußischer Zeit (preußischer optischer Telegraph). Als der zwischen Stammheim und Flittard stehende optische Telegraph vom preußischen Militär nicht mehr benötigt wurde, kaufte Franz Egon spontan dieses Gebäude und bewahrte ein seltenes Stück aus der Frühzeit der Nachrichtentechnik vor dem Verfall.
  • Japanischer Garten (Leverkusen), in Flittard gelegen
  • Liste der Baudenkmäler im Kölner Stadtteil Flittard

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürgerverein von 1989 e. V.
  • Sp.Vg. 1920 Flittard
  • TV Flittard
  • Flittarder KG
  • MGV Flittard
  • Brav Junge von 1948 e. V.
  • KV Echte Fründe
  • Flittarder Hunnejeloch von 1985 e. V.
  • Musik-Corps Köln-Flittard gegr. 1970 e. V.
  • St. Sebastianus Schützenbruderschaft Köln-Flittard von 1594 e. V.
  • KC Las Chicas
  • KC Jecke Höhner
  • KC Kölsch Mädche

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Bendel, Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein, Geschichte und Beschreibung, Sagen und Erzählungen. Köln-Mülheim 1925

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Köln-Flittard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien