Florettseidenbaum

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Florettseidenbaum
Ceiba speciosa Orto botanico Palermo.JPG

Florettseidenbaum (Ceiba speciosa)

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Unterfamilie: Wollbaumgewächse (Bombacoideae)
Gattung: Ceiba
Art: Florettseidenbaum
Wissenschaftlicher Name
Ceiba speciosa
(A.St.-Hil.) Ravenna

Der Florettseidenbaum (Ceiba speciosa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ceiba in der Unterfamilie der Wollbaumgewächse (Bombacoideae) innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Er wird auch „Chorisie“ genannt. Er ist in Südamerika beheimatet und wird als Zierpflanze verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Florettseidenbaum wächst als breitkroniger Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 15 Meter. Da sein dicker Stamm bei älteren Bäumen als Wasserspeicher für die Trockenzeit leicht tonnenförmig angeschwollen ist, hat ihm seine Statur den spanischen Trivialnamen „palo borracho“ (direkt übersetzt etwa „betrunkener Baum“) eingetragen. Der Stamm ist mit spitzen Stacheln besetzt, die am Grunde warzenförmig aus der Rinde hervorbrechen. Die Rinde junger Bäume ist grün, bei alten Bäumen grau. Da die Bäume in der Trockenzeit oft monatelang blattlos sind, haben sie dann ein etwas skelettartiges Aussehen. Die wechselständigen Laubblätter besitzen eine Länge von bis zu 12 cm und sind lang gestielt. Die gefingerten Blattspreiten sind aus fünf bis sieben Blattabschnitten zusammengesetzt. Die Laubblätter fallen als Verdunstungsschutz in der Trockenzeit ab.

Zur Blütezeit (im blattlosen Zustand) wirkt die Baumkrone wie in eine rosa Blütenwolke eingehüllt. Die ansehnlichen, großen Blüten erscheinen in Büscheln an kurzen Zweigen und sind meist rosa bis purpur gefärbt. Die fünf Kronblätter sind zum Blütengrund hin aufgehellt und lilienartig dunkel gefleckt. Die Staubblätter sind zu einer bis zu 8 cm langen Mittelsäule verbunden, die damit etwa ebenso lang wie die Kronblätter ist und wie ein Klöppel aus der Blüte herabhängt.

Bei den mit einer Länge von bis zu 20 cm und einem Durchmesser von etwa 5 cm etwas birnen- bis zapfenförmigen, korkartigen Kapselfrüchten platzen bei Reife auf und weiße, seidige Fasern quellen hervor. Die Samen werden ähnlich wie bei den Pappeln mit der Kapselwatte vom Wind verbreitet. Ein sehr ähnlicher Mechanismus existiert auch beim verwandten Kapokbaum („Baumwollbaum“). Seinen deutschen Trivialnamen verdankt der Florettseidenbaum diesen weißen Kapselfasern: als Florettseide wird eine einfache Faserqualität bei der Seidenherstellung bezeichnet, die auch die weniger hochwertigen, äusseren Teile des Seidenkokons – das Florett – verarbeitet.

Verbreitung und Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Charakterbaum der brasilianischen Halbtrockenwälder wächst in Südbrasilien (Catinga) und den angrenzenden Gebieten (Gran Chaco) bis nach Argentinien hinein. Der Florettseidenbaum wird häufig als Zierpflanze in tropischen bis subtropischen Gebieten, etwa als Parkbaum in Kalifornien, angepflanzt, seltener auch in Spanien und Sizilien.

Das schwammige, leichte Holz war bei der südamerikanischen Bevölkerung zum Bau von Kanus und Flößen beliebt.

Weitere Trivialnamen: englisch Floss Silk Tree, spanisch Ceiba del Brasil (offizielle Bezeichnung).

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Grandjot: Reiseführer durch das Pflanzenreich der Tropen. 2. Auflage. Leichingen bei Köln 1981.
  • Hugh Johnson et al.: Das große Buch der Wälder und Bäume. Stuttgart 1983.
  • Jens G. Rohwer: Pflanzen der Tropen. München/Wien/Zürich 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Florettseidenbaum (Ceiba speciosa) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien