Florian Freistetter

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Florian Freistetter (2014)

Florian Freistetter (* 28. Juli 1977 in Krems an der Donau) ist ein aus Österreich stammender Astronom, Blogger, Buchautor[1] und Podcaster.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freistetter studierte von 1995 bis 2000 Astronomie an der Universität Wien. Das anschließende Doktoratsstudium in Astronomie schloss er 2004 ab. Seine Dissertation behandelt die Kollisionswahrscheinlichkeiten erdnaher Asteroiden mit Planeten des inneren Sonnensystems. Freistetter war an verschiedenen Universitätsinstituten tätig: dem Institut für Astronomie der Universität Wien, dem Astrophysikalischen Institut (AIU) der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut (ARI) der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Seit 2011 ist Freistetter freier Wissenschaftsautor. Er lebt in Jena.[2]

Bekannt wurde Freistetter durch seine Tätigkeit als Wissenschafts-Blogger. Seit 2008 betreibt er beim Wissenschafts-Blog-Portal ScienceBlogs das Blog Astrodicticum simplex. Freistetters Blog ist das erfolgreichste deutschsprachige Wissenschaftsblog und kommt pro Monat auf rund 400.000 Seitenaufrufe.[3] Dort schreibt er über Astronomie, Wissenschaft und Pseudowissenschaft. Die österreichische Tageszeitung Der Standard bezeichnete ihn als „erfolgreichsten Wissenschafts-Blogger im deutschsprachigen Raum“.[3] Zudem veröffentlicht er seit dem 1. Dezember 2012 einen wöchentlichen Podcast mit dem Namen Sternengeschichten[4] und seit Januar 2014 zusammen mit Holger Klein den Podcast WRINT Wissenschaft.[5] Seit November 2014 veröffentlicht Freistetter das Blog So ein Schmarrn! auf derStandard.at, wo er alle zwei Wochen zum Thema Pseudowissenschaft schreibt.[6]

2012 erschien sein Buch Krawumm!, das sich mit Zusammenstößen von Atomkernen bis Universen beschäftigt sowie sein Buch 2012 Keine Panik, in welchem die unzähligen existierenden Weltuntergangstheorien zum 21. Dezember 2012 (u. a. Ende des Maya-Kalenders oder Zusammenstoß der Erde mit dem Planeten Nibiru) entkräftet werden sollen. Im 2013 erschienenen Buch Der Komet im Cocktailglas beschreibt Freistetter, wie Ereignisse im Kosmos auch im Alltag eine elementare Rolle spielen. 2014 folgte sein Buch Die Neuentdeckung des Himmels, das von der Suche nach extrasolaren Planeten und außerirdischem Leben handelt.

Ab Oktober 2015 vertrat Freistetter Werner Gruber im Bühnenprogramm „Das Universum ist eine Scheißgegend“ der Science Busters. Seit Dezember 2015 gehört Freistetter fest zum Ensemble, das Martin Puntigam nach dem Tod von Gründungsmitglied Heinz Oberhummer zusammenstellte.[7][8]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 wurde Freistetter mit dem Deutschen IQ-Preis ausgezeichnet.

Der am 16. April 2007 in der Volkssternwarte Drebach entdeckte Asteroid 2007 HT3 trägt seit Januar 2013 offiziell die Bezeichnung (243073) Freistetter.[9]

Am 27. Januar 2014 wurde das Buch Der Komet im Cocktailglas mit dem Preis Wissenschaftsbuch des Jahres des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet.[10]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. science.orf.at: Sternenkunde gegen den Weltuntergang, 12. April 2012
  2. Florian Freistetter: Jubiläum in Jena: 10 Jahre in der schönsten Stadt Thüringens. In: Astrodicticum Simplex. 20. März 2015, abgerufen am 4. Februar 2016.
  3. a b derStandard: Ein Astronom mit Mission, 10. April 2012
  4. http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/sternengeschichten/
  5. Blogeintrag auf Florian Freistetters Blog. In: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/. Abgerufen am 15. August 2014.
  6. So ein Schmarrn! In: derStandard.at. Abgerufen am 28. März 2015.
  7. Martin Puntigam will "Science Busters" fortführen. In: derStandard.at. Abgerufen am 5. Februar 2016.
  8. Florian Freistetter: Die Science Busters machen weiter! In: Astrodicticum Simplex. 10. Dezember 2015, abgerufen am 5. Februar 2016.
  9. Veröffentlichung des Minor Planet Centers vom 27. Januar 2013, Seite 467 (PDF, englisch; 2,5 MB)
  10. Mitterlehner gratuliert Gewinnern der Wahl zum Wissenschaftsbuch des Jahres