Florian Gottschick

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Florian Gottschick (Mitte) mit seinen Schauspielern aus Nachthelle, 2013, v. l. n. r.: Benno Fürmann, Kai Ivo Baulitz, Anna Grisebach, Vladimir Burlakov

Florian Gottschick (* 20. August 1981 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor und während seines Studiums der Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ (HFF) arbeitete Gottschick als creative producer für Film- und Fernsehproduktionen und organisierte gemeinsam mit dem Goethe-Institut und dem Auswärtigen Amt deutsche Filmreihen im Kosovo und in Albanien.

Während des Studiums entstanden die dokumentarischen Porträts Licht bricht sich (Breaking Light) über einen Hospiz-Gast und Herr Kio (Mr. Kio) über den Transvestiten Madame Kio. Sein Vordiplom-Film Zwillinge (Twins) über eineiige, männliche Zwillinge, die eine inzestuöse, egomane Beziehung führen, wurde auf zahlreichen Festivals gezeigt und von Edition Salzgeber auf DVD veröffentlicht. Für seinen ersten Langspielfilm Artisten, der auf dem Filmfestival Max-Ophüls-Preis Premiere feierte,[1] wurde er für den DEFA Nachwuchspreis nominiert.[2] Artisten war der Diplomfilm des Schauspieljahrgangs an der HFF im Jahr 2010.

Seine Diplomarbeit schrieb er über das anti-chronologische Erzählen im Postmodernen Film, wodurch auch sein Diplomfilm Nachthelle (Bright Night) beeinflusst wurde. Der Film wurde u. a. für den Grimme-Preis 2016, Studio Hamburg Nachwuchspreis für das beste Drehbuch[3] und den Förderpreis Neues Deutsches Kino für beste Regie und bestes Drehbuch nominiert und wurde u. a. mit Auszeichnungen wie „best narrative feature“ auf dem Filmfestival in Austin/Texas und „best director“ auf dem Evolution Filmfestival in Palma bedacht. Der Film wurde auf 50 internationalen Filmfestivals und Wettbewerben aufgeführt und lief 2015 und 2016 in der ARD. Der Film kam am 4. Juni 2015 in die deutschen Kinos.[4]

Gottschick entwickelt Drehbücher für TV und Kino, für die er teilweise die Regie übernimmt, arbeitet als Drehbuchlektor und -consultant und als Gast-Dozent für Drehbuch/Dramaturgie, Schauspielführung und Theatersport/Improvisation an diversen Institutionen und Universitäten (u. a. Filmuniversität Babelsberg).[5] Er trainiert die Chechov- und Meisner-Schauspielmethode, u. a. bei Frank Betzelt.

Gottschick ist Mitglied im Bundesverband Regie.[6]

Er lebt in Berlin-Friedrichshain und Spanien.

Filmografie (Auszüge)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Herr Kio (Kurzfilm)
  • 2008: Licht bricht sich (Kurzfilm)
  • 2009: Zwillinge (Kurzfilm)
  • 2012: Artisten (Kurzfilm)
  • 2014: Nachthelle
  • 2016: Fucking Berlin
  • 2016: Der Kriminalist – Schattenmädchen (Drehbuch)
  • 2017: Der Kriminalist – Vaterkomplex (Drehbuch)
  • 2019: Rest in Greece

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artisten | filmportal.de. In: www.filmportal.de. Abgerufen am 13. Oktober 2016.
  2. Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf | Alumni auf Festivals | 16. Filmfestival Münster. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.filmuniversitaet.de. Archiviert vom Original am 13. Oktober 2016; abgerufen am 13. Oktober 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.filmuniversitaet.de
  3. Studio Hamburg feiert den Nachwuchs mit Preisen. (ruhrnachrichten.de [abgerufen am 13. Oktober 2016]). Studio Hamburg feiert den Nachwuchs mit Preisen (Memento des Originals vom 13. Oktober 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ruhrnachrichten.de
  4. Theatrical release of “Nachthelle” (Darling Berlin). In: daredo.com. Abgerufen am 13. Oktober 2016.
  5. Filmworkshop „Inszenierung & Regie“ mit Florian Gottschick u. a. In: www.facebook.com. Abgerufen am 13. Oktober 2016.
  6. BVR – Florian Gottschick – Vita. In: regieverband.de. Abgerufen am 13. Oktober 2016.