Florian Harms

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Florian Harms (* 5. Oktober 1973 in Stuttgart) ist ein deutscher Journalist und Sachbuchautor. Er ist seit 2017 Chefredakteur von t-online.de. Davor war er von 2004 an bei Spiegel Online und von Januar 2015 bis Dezember 2016 dessen Chefredakteur.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harms wurde 1973 in Stuttgart als Sohn des Publizisten Klaus B. Harms und der Fotografin Manuela Harms-Schlaf geboren. Sein Urgroßvater ist der Wirtschaftswissenschaftler Bernhard Harms, sein Onkel der ehemalige Deutschland-Chef von HP Inc., Jörg Menno Harms.[1] Er studierte Islamwissenschaft und Politikwissenschaft in Freiburg im Breisgau und Damaskus, schloss sein Studium 2001 mit einer Magisterarbeit über islamische Missionsgruppen im Internet ab. 2006 wurde in Freiburg mit einer Studie zum selben Thema promoviert. Er absolvierte ein Volontariat bei der Neuen Zürcher Zeitung und war dann als freier Journalist tätig.

Ab Mai 2004 war Harms freier Redakteur bei Spiegel Online. Im April 2006 wurde er festangestellter Redakteur und entwickelte ab März 2007 das Zeitgeschichte-Portal einestages des Magazins. Von Oktober 2007 bis Juni 2008 war er Ressortleiter von einestages. Im Juli 2008 wurde er Chef vom Dienst bei Spiegel Online und war ab März 2011 stellvertretender Chefredakteur. Am 13. Januar 2015 wurde er Chefredakteur von Spiegel Online,[2] In den folgenden Monaten lancierte Spiegel Online zahlreiche Neuerungen, darunter transparente publizistische Richtlinien, einen umfassenden Relaunch von Website, Mobilseite und Apps, einen Meinungsbereich, ein Stil-Ressort, das junge Portal bento, den Morgen-Newsletter Die Lage, das Erklärformat Endlich verständlich, das Bezahlangebot Spiegel Plus, neue Videoformate sowie zahlreiche Datenjournalismus- und Storytelling-Projekte. Am 6. Dezember 2016 teilte der Verlag mit, dass er das Unternehmen verlässt und durch seine Kollegin Barbara Hans ersetzt wird.[3]

Seit 1. September 2017 ist Harms Chefredakteur der Berliner Redaktion von t-online.de sowie Geschäftsführer der Ströer News Publishing GmbH.[4] Er übernahm das Amt von Arne Henkes, der zuvor kommissarisch Chefredakteur war. Im Februar 2019 erschien sein erster Roman, Versuchung.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Gewinner des Gourmand World Cookbook Award für Kulinarisches Arabien (zusammen mit Lutz Jäkel)
  • 2008: Lead Award für das Zeitgeschichte-Portal einestages[6]
  • 2021: Chefredakteur des Jahres (digital)[7]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Versuchung. Die Jagd nach dem perfekten Geschmack (Roman). Benevento Verlag, Elsbethen 2019, ISBN 978-3-7109-0057-0.
  • mit Lutz Jäkel: Kulinarisches Arabien. Marokko, Tunesien, Libyen, Ägypten, Dubai, Jordanien, Syrien, Libanon. (Text-Bildband). Christian Brandstätter Verlag, Wien 2004. Neue Auflage 2011 im Neuer Umschau Buchverlag.
    • englischsprachige Ausgabe: The Flavours of Arabia. Cookery and Food in the Middle East. Thames & Hudson, London 2007.
  • Cyberda’wa. Islamische Mission im Internet. Voraussetzungen, Analyse und Vergleich von da'wa-Sites im World Wide Web. Shaker Verlag, Aachen 2007 (Zugl.: Dissertation, Freiburg im Breisgau, 2006).
  • mit Lutz Jäkel: Libyen – Land zwischen Wasser und Wüste. Christian Brandstätter Verlag, Wien 2006, ISBN 3-902510-11-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ingmar Volkmann: Vom Kräherwald an die Spiegel-Spitze. In: Stuttgarter Zeitung. 25. Mai 2016.
  2. In eigener Sache: Klaus Brinkbäumer ist neuer Chefredakteur des Spiegel, Florian Harms ist neuer Chefredakteur von Spiegel Online. In: Der Spiegel. Online 13. Januar 2015.
  3. In eigener Sache: Barbara Hans wird neue Chefredakteurin von Spiegel Online. In: Der Spiegel. Online, 6. Dezember 2016.
  4. Marvin Schade: Florian Harms wird Chefredakteur von T-Online: Ex-SpOn-Macher soll Ströer-Angebot publizistisch aufwerten, MEEDIA, 25. April 2017.
  5. Florian Harms: Versuchung, Benevento-Verlag
  6. Lead Awards: einestages ist Webmagazin des Jahres. In: Der Spiegel. 5. März 2008, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 20. April 2022]).
  7. Warum Florian Harms Chefredakteur des Jahres ist. Abgerufen am 20. April 2022 (deutsch).