Florrie

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Florrie im Pariser Konzertsaal „La Maroquinerie“ (2011)

Florrie (* 28. Dezember 1988 in Bristol, England als Florence Ellen Arnold) ist eine englische Popsängerin, Songschreiberin, Schlagzeugerin, Gitarristin und Model.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florrie wurde als Florence Arnold im englischen Bristol geboren. Während eines Urlaubs in Griechenland besuchte die Familie ein Restaurant mit Live-Musik. Die 6-jährige Florrie war sofort von dem Schlagzeug fasziniert. Wieder im heimischen Bristol angelangt, bettelte sie ihre Eltern solange an, bis diese ihr zum siebten Geburtstag ein Schlagzeug schenkten.[1] Als Jugendliche gründete sie mit 2 Freundinnen die Coverband FiFi Saloon und spielte Avril Lavigne-Songs. 2005 brach Florrie die Schule ab und zog mit der Band Self Service nach London.[2] Durch die Nachwuchsförderung des Produzenten Guy Chambers spielte Florrie 18 Monate lang abends mit verschiedenen Bands in Kneipen. Um die geringe Gage aufzubessern, arbeitete sie tagsüber als Babysitter.[3]

Florrie beim Berlin Festival (2011)

2008 verließ Florrie aus Zeitmangel die Band Self Service. Zwei Wochen später vermittelte sie der Manager der australischen Popsängerin Gabriella Cilmi an die Produktionsfirma Xenomania. Dort unterzeichnete Florrie einen Vertrag als Schlagzeugerin. Ab dem Zeitpunkt spielte sie live und im Studio u. a. für Girls Aloud, Kylie Minogue und die Pet Shop Boys.[4] 2010 schrieb Florrie als Co-Autorin das Lied One Touch des Duos Mini Viva.[5] Brian Higgins, der Geschäftsführer und Musik-Produzent der Xenomania, ermutigte Florrie, einen ihrer Songs selbst zu singen.[1] Gemeinsam mit dem französischen Musikproduzenten und DJ Fred Falke komponierte sie den Song Call 911, den sie im Internet kostenlos zum Download zur Verfügung stellte. Innerhalb weniger Tage wurden über 1000 Zugriffe registriert.

Mitte 2010 stellte der spanische Parfüm- und Modekonzern Nina Ricci Florrie als das Gesicht und die Stimme für das neue Parfüm Nina L’Elixir. In der Werbekampagne präsentierte Florrie eine Coverversion des Blondie-Hits Sunday Girl.[6][7][8]

Am 15. November 2010 veröffentlichte Florrie ihre erste EP Introduction mit den Songs Call of the Wild, Give Me Your Love, Summer Nights and Left Too Late. Die EP wurde auf ihrer Webseite und den iTunes Store kostenlos zum Download angeboten. Zeitgleich wurden eine auf 500 Exemplare reduzierte Auflage auf 12-Zoll-Vinylschallplatte gepresst.[9] Im gleichen Jahr ging Florrie auf Großbritannien-Tour und supported Two Door Cinema Club auf deren Tour in Frankreich[10] und der Schweiz.[11]

Florries zweite EP, Experiments, erschien am 14. Juni 2011 mit den Songs Speed of Light, Experimenting with Rugs, What You Doing This For? I Took a Little Something, Begging Me and She Always Gets What She Wants. Bereits am 28. April des Jahres wurde die Hauptsingle Begging me und Florries erstes Musikvideo zu dem Song veröffentlicht. Das Musikvideo zu der zweiten Single I took a Little Something entstand in einer Zusammenarbeit mit dem italienischen Modeunternehmen Dolce & Gabbana.[12]

Im Januar 2012 präsentierte Nina Ricci Florrie als das Gesicht und die Stimme für das neue Parfüm Nina Fantasy.[13] Der für diese Werbekampagne verwendete Song She Always Gets What She Wants stammt von Florries zweiter EP Experiments. Am 25. Mai 2012 kündigte Florrie an, dass sie sich dazu entschlossen habe, einen Vertrag bei einem der großen Musiklabel zu unterzeichnen.[14] 6 Tage später erschien die dritte, und als unabhängige Künstlerin letzte, EP, Late, von Florrie. Zu dem Song Shot you down wurde am 23. Juni 2012 das offizielle Musikvideo vorgestellt.[15]

Am 24. Februar 2013 präsentierte das Jeanslabel Vigoss Florrie als das Werbegesicht der Frühlingskampagne[16]. Der Elektronikkonzern Sony veröffentlichte am 3. April einen Werbeclip für deren Kopfhörer XBA-C10 mit Florries Song Live a Little.[17] Anfang Februar 2014 unterzeichnet Florrie bei dem Musiklabel Sony Music Entertainment und kündigte am 19. Februar ihre 4.EP Sirens an.[18] Diese erschien am 25. April 2014 mit den Songs Seashells, Free Falling, Wanna Control Myself und den beiden Remixes Little White Lies (Shadow Child Dub Remix) und Seashells (Preditah Remix). Zu den ersten 3 Songs erschienen zeitgleich die entsprechenden Musikvideo. Am 7. Juli 2014 wurde zu der Single Little White Lives das Video veröffentlicht. Einigen Wochen später, am 15. August 2014, wurde Florries EP White Lies mit dem Hauptsong, 5 Remixes und 2 Florrie-Remixes älterer Songs veröffentlicht.

Vom 6. bis zum 17. Oktober 2014 tourte Florrie im Rahmen der Coffee House Sessions und gab 25 Konzerte an britischen Universitäten.[19]

Am 5. Februar 2016 erschien die Single und das Video zu ihrem neuen Song Real Love.[20]

Florrie teilt sich mit ihrer Freundin und Kollegin Annie Rose Yuill ein Haus im englischen Kent.[1]

Musikstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inspiriert durch die Musik von Jerry Lee Lewis und Chuck Berry beschreibt Florrie ihren Musikstil als einen großen Mix aus 1960er Musik, Organic Feel verflochten mit Pop und elektronischer Musik[21] - auch als Upbeat Electropop bezeichnet.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel Details
Introduction
Experiments
  • Veröffentlicht: 14. Juni 2011
  • Formate: Compact Disc, Musikdownload, Schallplatte
  • Label: Independent
Late
  • Veröffentlicht: 31. Mai 2012
  • Formate: Compact Disc, Musikdownload, Schallplatte
  • Label: Independent
Sirens
  • Veröffentlicht: 25. April 2014
  • Formate: Musikdownload
  • Label: Sony Music

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel Jahr Album
Call 911 2010
Sunday Girl
Begging Me 2011 Experiments
I Took A Little Something
Shot You Down 2012 Late
Live A Little 2013
Panic Attack (Adrian Michaels Remix)
Little White Lies 2014
Too Young To Remember 2015
Real Love 2016

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel Jahr Regisseur
Give Me Your Love 2010
Sunday Girl Nez
Begging Me 2011 Price James
Experimenting With Rugs Lee Jenkins
I Took A Little Something Justin Wu
Shot You Down 2012 Tom Gallon
Live A Little 2013 Elisha Smith-Leverock
Seashells 2014 Ferry Gouw
Free Falling Jack A. Bowden
Wanna Control Myself
Little White Lies Zaiba Jabbar
Too Young To Remember 2015 Mathy & Fran
Real Love 2016 Emil Nava

Weitere Engagements[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Artist Album Titel Funktion
2008 Girls Aloud Out Of Control The Promise Schlagzeug
Sarah Harding St. Trinian’s 2 Soundtrack Too Bad Co-Autor
2010 Mini Viva One Touch
2012 Girls Aloud Ten Something New
2014 The Saturdays Finest Selection: Greatest Hits What Are You Waiting For?
2017 Mollie King Hair Down Co-Autor • Gitarre
Nadine Go To Work

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Florrie – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Ciarán Gaynor: Meet Florrie: The Xenomania drummer turned pop star. In: State (Magazin). 16. Februar 2011, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  2. Andrew Williams: Florrie Arnold: The studio where I record is haunted by a ghost dog. In: Metro.co.uk. 16. Februar 2011, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  3. Doron Davidson-Vidavski: The 405 Meets Florrie. In: The 405. 14. Mai 2014, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  4. Robbie Daw: Popping Up: Florrie. In: Idolator (Musik-Blog). 29. Mai 2010, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  5. Mini Viva’s "One Touch" is out now. In: Xenomania News. 9. Mai 2010, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  6. Sharon Forrester: "Florrie Arnold To Front New Nina Ricci Fragrance Nina L’Elixir". In: Vogue (UK). 21. Juli 2010, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  7. Paul Lester: New band of the week - Florrie (No 817). In: The Guardian. 2. Juli 2010, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  8. Scent of success for Bristol singer Florrie as she goes back to school. In: The Bristol Post. 19. Juni 2010, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  9. Dave Lim: "Interview: Florrie". In: Feed Limmy. 27. August 2010, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  10. New Florrie UK live dates. In: Xenomania News. 14. Oktober 2010, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  11. Two Door Cinema Club im Kiff Saal, Aarau. In: tilllate.com. 30. November 2010, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  12. Rachel Lamb: Dolce & Gabbana taps up-and-coming artist for curated music video. In: luxurydaily.com. 21. Juni 2011, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  13. Nina Ricci Nina Fantasy, New Perfume. In: perfumediary.com. 10. Januar 2012, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  14. Florrie decides to go major. In: completemusicupdate.com. 25. Mai 2012, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  15. Florrie - Shot you down (Video). In: florriemusic (YouTube). 23. Juni 2012, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  16. Vigoss Taps Florrie for its Spring 2013 Campaign by Mario Sorrenti. In: fashiongonerogue.com. 24. Februar 2013, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  17. Sam Lansky: Florrie Hits The Drums In Amazing “Live A Little” Music Video: Watch. In: idolator.com. 3. April 2013, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  18. Florrie - Sirens EP Preview. Spring 2014. In: florriemusic (YouTube). 19. Februar 2013, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  19. Florrie. In: coffeehousesessions.com. 17. September 2014, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  20. Richard Baxter: New Single/Video Premiere: Florrie – ‘Real Love’. In: http://www.popologynow.com/. 4. Februar 2016, abgerufen am 21. April 2016.
  21. Ella Alexander: Fairytale Florrie. In: Vogue (UK). 21. Juli 2010, abgerufen am 22. Oktober 2014.