Flotow (Adelsgeschlecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen derer von Flotow

Die Familie von Flotow ist ein mecklenburgisches Uradelsgeschlecht, das mit Godefridus de Vlotowe am 22. Juni 1241 erstmals urkundlich erscheint.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name und Wappen machen die Herkunft des Geschlechts aus der Herrschaft Vlotho an der mittleren Weser wahrscheinlich, wo ein Godefridus de Vlothowe 1183 und 1187 zuerst auftritt.[2]

Die Stammreihe des mecklenburgischen Geschlechts beginnt mit Andreas von Flotow (1477–1485) auf Stuer und Woldzegarten, Amtshauptmann in Plau.

Georg Friedrich von Flotow (1786–1876) war königlich bayerischer Kämmerer und General und wurde am 4. Januar 1829 in den bayerischen Freiherrenstand erhoben. Sein Enkel Ludwig Freiherr von Flotow (1867–1948) war letzter Außenminister Österreich-Ungarns.

Im Einschreibebuch des Klosters Dobbertin befinden sich 40 Eintragungen von Töchtern der Familien von Flotow von 1802–1903 aus Stuer, Vorwerk, Walow, Woldzegarten, Suckow, Kogel und Reetz zur Aufnahme in das dortige adelige Damenstift.

Es besteht ein 1937 gegründeter Familienverband.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S. Militis Henrici de Vlotowe 1277

Das Wappen zeigt auf rotem Grund ein silbernes Kreuz in dessen Winkeln vier goldene Ringe stehen. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken sitzt eine Taube zwischen zwei von Silber und Rot geteilten, oben durch einen grünen Kranz verbundenen Hörnern. Sie hält einen goldenen Ring im Schnabel.

Güter in Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Uradelsgeschlecht derer von Flotow gehörten vormals folgende Güter im heutigen Mecklenburg-Vorpommern: Grabowhöfe, Grüssow, Groß Gievitz, Groß Kelle, Kambs, Kogel, Massow, Reez (in der Gemeinde Dummerstorf), Stuer (Burg Stuer), Teutendorf (in der Gemeinde Sanitz), Walow, Woldzegarten (in der Gemeinde Leizen).[3]

Bekannte Familienmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich von Flotow (1812–1883), Opernkomponist

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Flotow (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MUB I. (1863) Nr. 528
  2. von Hodenberg, Calenbergsches Urkundenbuch Abteilung III, Archiv des Klosters Loccum Nr. 8 und Nr. 17
  3. Gutshaeuser.de - Familie von Flotow, Güter
  4. Münchner=Tages=Anzeiger und Fremden=Blatt. In: Wochenschrift/Gazette. 16. Auflage. Nr. 17. Druck und Verlag der G. Franz`schen Buchdruckerei, München 17. Januar 1867, S. 136 (google.de [abgerufen am 14. September 2021]).
  5. Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland A - F. Enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels=Geschlechter. In: Genealogisches Standardwerk. Herausgegeben von einigen Edelleuten. Erster Band. Verlag von Georg Joseph Manz, Regensburg 1860, S. 371 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 14. September 2021]).
  6. Hans Friedrich v. Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm v. Lyncker und Ehrenkrook: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser / A (Uradel) 1962. In: Ausschuss für adelsrechtliche Fragen/Deutsches Adelsarchiv (Hrsg.): GHdA Gesamtreihe von 1951 bis 2015. Band VI, Nr. 29. C. A. Starke, 1962, ISSN 0435-2408, S. 115 (d-nb.info [abgerufen am 14. September 2021]).