Flottmann-Hallen

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Flottmann-Hallen, im April 2011

Die Flottmann-Hallen sind ein Kultur- und Veranstaltungszentrum in Herne, Straße des Bohrhammers 5, und Teil der Route der Industriekultur.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flottmann-Hallen wurden 1908 als Produktionsstätte für die Flottmann-Werke geplant und errichtet. Der Entwurf in vom Jugendstil beeinflusster Reformarchitektur stammte von den Dortmunder Architekten Georg Schmidtmann und Julius Klemp. Hier arbeiteten bis zu 1.000 Menschen in Tag- und Nachtschichten.

Der Standort wurde 1983 stillgelegt. Die Fabrikgebäude wurden größtenteils abgerissen, nur Ausstellungs- und Versandhalle, Schmiede und Schlosserei blieben erhalten. Die bestehende Anlagen wurden unter Denkmalschutz gestellt und so vor dem Abriss gerettet.

Im Sommer 1985 entschloss sich die Stadt Herne, das Baudenkmal künftig als öffentliches Kultur- und Veranstaltungszentrum zu nutzen. Im Oktober 1986 wurden die Hallen der Öffentlichkeit als Kulturzentrum übergeben. Zwischen 1997 und 2000 wurde dort im 14-täglichen Rhythmus über 70 Folgen der WDR-Talkshow Mittwochs mit … produziert.[1]

Die Herner Flottmann-Hallen sind heute unter anderem eine Spielstätte der RuhrTriennale.

Außenanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flottmann-Tor unter seiner Schutzkonstruktion auf dem Gelände, im Mai 2013

Nach einer Bodensanierung entstand 2008–2010 auf dem ehemaligen Fabrikgelände ein Naherholungspark.[2]

Ein Blickfang auf dem Gelände ist das schmiedeeisernes Jugendstil-Tor, das von Karl Weinhold geschaffen und von Heinrich Flottmann, nachdem es 1900 auf der Weltausstellung in Paris ausgestellt wurde, für sein Werkgelände gekauft wurde. 1967 stifteten die Flottmann-Werke das Tor der Stadt Herne. Es stand daraufhin lange Zeit im Park bzw. im Haupthof von Schloss Strünkede, wurde 2010 restauriert und unter einer Schutzkonstruktion aus Beton und Glas wieder auf dem Werkgelände aufgestellt.[3][4]

Im auf dem weitläufigen Außengelände angelegten Skulpturenpark sind Arbeiten von Heinrich Brockmeier (Zeit des Schweigens), Peter Schwickerath (Stahlschitt), Reiner Seliger (sesto) und Andreas Bee (Homburger) zu sehen. Neben dem Haupteingang ist eine von Thomas Baumgärtel in Pochoir-Technik gesprayte Banane zu finden.

Kunst im Flottmannpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonderausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Wasser (Herner Künstlerbund HKB)
  • 2011: Yvonne Kendall & Henning Eichinger. returning to the surface
  • 2011: Die Sammlung Gunhild Söhn
  • 2012: 2. Europäische Jugendkunstausstellung (Überregionales Forum für Jugendliche zwischen 14 und 23 Jahren für die Präsentation ihrer Kunstwerke)[5]
  • 2013/14: Ornamental Structures (Kooperationsausstellung mit der Städtischen Galerie Herne)
  • 2014: Bernd Damke Gemälde aus 30 Jahren (Kooperationsausstellung mit der Städtischen Galerie Herne)
  • 2014 3. Europäische Jugendkunstausstellung (Überregionales Forum für Jugendliche zwischen 14 und 23 Jahren für die Präsentation ihrer Kunstwerke)[6]
  • 2015: 1+1 = zweierlei. Peter Könitz und Herrmann EsRichter
  • 2015: Peter Schwickerath und Norbert Thomas
  • 2016/17: Rudolf Knubel. "Mit den Augen denken. Retrospektive"
  • 2017: Hans Joachim Albrecht & Petra Ellert. Konstruktion - Zeichen - Erzählung. Skulpturen aus Stahl und Papier
  • 2017: Wahrhafte Unterstellungen. Künstlerische Forschung des YoungLab der [ID]factory/TU Dortmund
  • 2017: Thomas P. Kausel. "Die Kraft der reinen, ungemischten Farbe"

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flottmann-Hallen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manfred Erdenberger lud als ersten Gast den damaligen NRW-Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers ein, abgerufen am 24. Oktober 2015
  2. Elf Hektar „Pantoffelgrün“. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalteil Herne, vom 13. Mai 2009.
  3. Flottmann-Tor kehrt heim. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalteil Herne, vom 12. September 2010.
  4. Tag des offenen Denkmals 2014, Flottmann - Hallen
  5. 2. EUROPäISCHE JUGENDKUNSTAUSSTELLUNG, abgerufen am 24. Oktober 2015
  6. 3. EUROPÄISCHE JUGENDKUNSTAUSSTELLUNG 2014, abgerufen am 24. Oktober 2015

Koordinaten: 51° 31′ 21″ N, 7° 13′ 33″ O