Flowbee

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Flowbee in Gebrauch

Flowbee ist ein elektrisch betriebener Staubsaugeraufsatz, der zum Haarschneiden verwendet wird. Im Jahr 1986 wurde er von seinem Entwickler, dem Zimmermann Rick E. Hunts aus San Diego (Kalifornien), zum Patent angemeldet, das 1987 bewilligt wurde.[1] Die Innovation bestand darin, mit verschieden langen Aufsätzen, beim Schneiden der Haare, die in den Aufsatz gesaugt wurden, im Ergebnis eine einheitliche Haarlänge zu garantieren und das abgeschnittene Haar gleichzeitig zu entsorgen. Seit 1988 wird das Produkt vermarktet, zunächst aus der heimischen Werkstatt. Bekannt wurde Flowbee auch in Deutschland durch nachts ausgestrahlte TV-Werbesendungen.[2][3] Bis zum Jahr 2000 wurden zwei Millionen Exemplare verkauft.

Flowbee eignet sich außerdem zur Pflege von Hunden mit langem Fellhaar. Ein entsprechender Aufsatz ist separat erhältlich.[4] Vorübergehend wurde zudem ein spezielles grünes Modell für diesen Zweck angeboten. Im Laufe der Jahre erfuhr Flowbee mindestens drei Überarbeitungen („Vac-u-cut“, „Flowbee Int.“, „Flowbee.com“), die anhand der Form und der Kennzeichnung des Schneidkopfes nachvollziehbar sind.

Flowbee wird nach wie vor direkt über die Webseite des Herstellers und über verschiedene Händler über das Internet vertrieben. Die Produktionsstätte des Flowbee ist in Flour Bluff, einem Vorort von Corpus Christi in Texas beheimatet.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bekanntheit des Flowbee wird oft ironisch interpretiert, so z. B. von Jon Stewart: “If they can sit through a half-hour of a Flowbee commercial, they can certainly sit through a half-hour of my show.” (deutsch: „Wenn sie [Die Zuschauer] eine halbe Stunde Flowbeewerbung durchhalten, dann halten sie sicherlich auch eine halbe Stunde meiner Sendung durch.“)[5] oder von der Bloodhound Gang im Lied Mope: “Givin' myself a mullet hook the Flowbee to the Kirby” (deutsch: „Ich schnitt mir eine Vokuhila, befestigte den Flowbee am Kirby“).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Patent US4679322: Hair clipper. Angemeldet am 7. Juli 1986, veröffentlicht am 14. Juli 1987, Erfinder: Rick E. Hunts.
  2. Mimi Pond: Splitting Hairs. The Bald Truth about Bad Hair Days. New York: Simon & Schuster 1998. S. 130. ISBN 0-684-82643-7.
  3. Lou Harry, Sam Stall: As Seen on TV: 50 Amazing Products and the Commercials that Made Them Famous, Verlag Quirk Books, 2002 ISBN 9781931686099, S. 40-41, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  4. Damien Cave: A hair-raising scheme. Salon.com, 6. Januar 2000, abgerufen am 27. November 2015 (englisch).
  5. Lisa Rogak: Angry Optimist: The Life and Times of Jon Stewart, Verlag Macmillan, 2014, ISBN 9781466841062 S. 56 [1]