FlowinImmO

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FlowinImmO
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Urlaub am Attersee
  DE 72 27.02.2009 (1 Wo.) [1]
  AT 71 27.02.2009 (1 Wo.) [2]
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FlowinImmO oder kurz ImmO (* 23. September 1975 als Immo Wischhusen in Bremen) ist ein deutscher Rapper. Er zählt zu den Veteranen des deutschen Hip Hop.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Immo Wischhusen wuchs in seinem Geburtsort Bremen auf und absolvierte dort seine Schulzeit. Anfang der 1990er Jahre gründete unter dem Künstlernamen FlowinImmO bzw. kurz ImmO zusammen mit Sascha Reimann (alias Ferris MC, seit 2008 Ferris Hilton) und dem mittlerweile nicht mehr im Musikbusiness aktivem DJ Pee in Bremen die Rap-Musikgruppe Freaks Association Bremen (auch F.A.B.). Ihr erstes Album Freaks erschien 1995, es folgten diverse Singles und im Jahre 1997 die ERiCH Privat EP, welche die letzte Veröffentlichung darstellt. Nach einem Streit zwischen Ferris und ImmO löste sich F.A.B. Ende 1997 auf.[3]

Ferris zog darauf nach Hamburg, ImmO hingegen blieb zunächst in Bremen. Im Jahr 2000 nahm er in Eigenregie das Album Terra Pi auf und veröffentlichte es über sein eigenes Label Immonopol. Ende 2001 ging er für das Goethe-Institut als erster Hip-Hop-Künstler auf Südost-Asien-Tour und spielte Konzerte in Jakarta (Indonesien), Singapur und Bangkok (Thailand).[3]

2002 übersiedelte Immo Wischhusen nach Berlin, wo er mit diversen lokalen Hip-Hop-Künstlern zusammenarbeitete und mit der Produktion eines weiteren Solo-Albums begann. Infolge seiner Auftritte in Bangkok wurde ImmO vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder zum 20. World Scout Jamboree eingeladen, das Ende 2002/Anfang 2003 in Thailand stattfand und wo er Rap-Workshops gab. Von 2002 bis 2007 trat er jährlich beim splash!-Festival bei Chemnitz auf der Bühne des Festivalguide-Standes auf, wo er Freestyles brachte sowie nationale und internationale Hip-Hop-Künstler interviewte. 2005 erschienen die Single Weltschmerz, zu der unter Regie von Andreas Schaap auch ein Musikvideo produziert wurde, und das Album Grenzenlose Freiheit.[3][4]

Mit seiner Live-Band Les Freaqz spielte er zahlreiche Konzerte im deutschsprachigen Raum. Im Frühjahr 2006 wirkte er in Berlin an der Komischen Oper als Guglielmo an der HipH’Opera-Inszenierung von Mozarts Così fan tutte mit. Er war Gastsänger beim Titel Morgen gestern auf dem 2006 erschienenen Album Weit weg von Clueso. Beim 21. World Scout Jamboree 2007 in England gab er zusammen mit seinem Kollegen Basti von den Les Freaqz wieder einen Rap-Workshop. 2009 vertrat FlowinImmO mit Urlaub am Attersee das Bundesland Bremen beim Bundesvision Song Contest und belegte den 11. Platz.[3]

Im Mai 2009 kam es in Bremen beim Wettbewerb „Ein Lied für Europa“ zu einem Eklat, als ImmO als Jury-Mitglied bei der Preisverleihung einen Beitrag von Bremer Grundschülern lautstark als „europafaschistisch“ bezeichnete und sich dabei auch im Ton vergriff. Bei einer nachfolgenden „Europa“-Veranstaltung am Folgetag gab er sich dann versöhnlicher, indem er u. a. mit den erst- und zweitplatzierten Schülern des Wettbewerbs ein gemeinsames Lied erarbeitete, allerdings ohne sich für sein Verhalten zu entschuldigen.[5]

Ende Mai 2014 erschien ImmOs viertes Album Geschlossene Gesellschaft, das er zum Teil über Crowdfunding finanzierte. Im Herbst 2014 tourte er mit seiner neuen Backingband The Hoo durch Deutschland. Seine Platten vertreibt er unabhängig über sein eigenes Label.[3][6]

Seit 2016 betreibt Immo Wischhusen ein kulturelles Projekt im Hemelinger Hafen. Das Projekt unter dem Namen „Die komplette Palette“ beschäftigt sich mit Musik und Theater. Die Schüler der Hemelinger Wilhelm-Olbers-Oberschule nehmen im Rahmen einer Kooperation teil.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Terra Pi (Immonopol)
  • 2005: Grenzenlose Freiheit (Immonopol)
  • 2008: Jetzt (EP) (Immonopol)
  • 2009: Immoment (313 JWP)
  • 2014: Geschlossene Gesellschaft (Immonopol/recordJet/Soulfood)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: Moin Moin/Jaman (Immonopol)
  • 2000: Damenwahl (Immonopol)
  • 2005: Weltschmerz (Immonopol)
  • 2009: Urlaub am Attersee (313 JWP)
  • 2009: Manches Mal (313 JWP)
  • 2014: Pinke Pinke (Immonopol)
  • 2014: In der Birne (Immonopol)
  • 2014: Geschlossene Gesellschaft (Immonopol)

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: FlowinImmO – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DE-Chartverfolgung
  2. AT-Chartdiskografie
  3. a b c d e Miles Zornig: Flowin ImmO war ganz unten und will jetzt wieder nach ganz oben. Blog-Beitrag auf Noisey & Vice vom 2. April 2014; abgerufen am 15. Juli 2015.
  4. Jan Simon: Gegengift für deutsche Depressive. Beitrag im ZUENDER-Blog von Zeit online, 2005; abgerufen am 15. Juli 2015.
  5. Vgl. Artikel von Arno Schupp im Bremer Weser-Kurier vom 5. Mai 2009, S. 7 („Rap-Musiker sorgt für Eklat im Rathaus“) und vom 6. Mai 2009, S. 11 („Versöhnliche Geste nach Eklat“). Bemerkung: Die entsprechenden Artikel sind online über das Digitale Zeitungsarchiv der Bremer Tageszeitungen AG verfügbar (kostenpflichtig).
  6. Dani Fromm: „Ich hab’ die Krankheit umarmt“. Interview mit FlowinImmO bei laut.de vom 13. Juni 2014; abgerufen am 15. Juli 2015.
  7. Pascal Faltermann: „Flowin Immo gibt Startschuss für "Die Komplette Palette"“. Bericht bei weser-kurier.de vom 3. Juni 2016; abgerufen am 27. März 2017.