Flughafen Hannover-Langenhagen

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Flughafen Hannover-Langenhagen
Hannover Airport Logo.svg
Hannover Airport Terminal.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDDV, bis 1995: EDVV
IATA-Code HAJ
Koordinaten

52° 27′ 37″ N, 9° 41′ 1″ OKoordinaten: 52° 27′ 37″ N, 9° 41′ 1″ O

52 m (171 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10,3 km nördlich von Hannover
Straße A352B522
Bahn S-Bahnlinie S 5
Nahverkehr Buslinie 470
Basisdaten
Eröffnung 1952
Betreiber Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH
Fläche 915 ha
Terminals 4 und GAT
Passagiere 6.324.634[1] (2018)
Luftfracht 8.184 t[1] (2018)
Flug-
bewegungen
78.766[1] (2018)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
ca. 10 Mio.
Beschäftigte Rund 5200 Beschäftigte, davon ca. 900 beim Betreiber
Start- und Landebahnen
09C/27C 780 m × 23 m Asphalt
09R/27L 2340 m × 45 m Beton
09L/27R 3200 m × 45 m Beton

i1 i3


i7 i10 i12 i14

Luftaufnahme Flughafen Hannover-Langenhagen Juni 2017
Neuer Schriftzug am Verbindungsgang zwischen Terminal C und B

Der Flughafen Hannover-Langenhagen (im Außenauftritt Hannover Airport) ist der größte Flughafen und das wichtigste internationale Drehkreuz des Landes Niedersachsen. Er nahm im Jahr 2016 bei den Passagierzahlen Platz 9 auf der Liste der Verkehrsflughäfen Deutschlands ein.[2] Der Flughafen Hannover ist Norddeutschlands führender Flughafen im Tourismus-Luftverkehr und die Heimatbasis von TUIfly. Für den Frachtbereich ist der Flughafen ein Drehkreuz von TNT Express und Deutschlands größter Nachtluftpoststandort.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Juli 1907 genehmigte der Kommandierende General des X. Armeekorps in Hannover dem Luftfahrtpionier Karl Jatho auf der Vahrenwalder Heide den Bau einer „Fahrbahn“, „damit die Flugapparate besser rollen können.“[4] Einige Jahre später errichtete das kaiserliche Heer auf dem Gelände eine Fliegerstation mit Fliegerkaserne und nutzte die Rasenfläche als Landefeld sowohl für Flugzeuge als auch für Luftschiffe. Zivile Flugzeuge konnten den Flugplatz auch nutzen.

Gedenkstein von 1933 für Karl Jatho am Flughafen

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Flughafen als militärisches Objekt eingestuft und eine zivile Nutzung zunächst untersagt. Ab 1923 wurde er wieder von zivilen Flugzeugen angeflogen, die erste internationale Verbindung war die vom Deutschen Aero Lloyd angebotene tägliche Verbindung Berlin – Hannover – Rotterdam – London. 1927 übernahm die Stadt Hannover das Gelände von der Reichswehr und baute den Flughafen Hannover-Vahrenwald zum offiziellen hannoverschen Flughafen aus.[5] Der Flughafen wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder in Betrieb genommen. Das 1935 errichtete Empfangsgebäude steht noch im heutigen Stadtteil Vahrenheide; es wurde von der Bundeswehr jahrelang als Kreiswehrersatzamt genutzt.

1915 legte die Hannoversche Waggonfabrik (Hawa) an ihrem Werk in Linden einen Werksflugplatz an. Hier konnte sie die von ihr hergestellten und gewarteten Flugzeuge starten und landen. Als nach dem Ersten Weltkrieg der Vahrenwalder Flugplatz nicht mehr für zivile Zwecke genutzt werden durfte, genehmigte das Reichsluftfahrtamt im November 1919 den Hawa-Werksflugplatz als ersten zivilen Flughafen für Hannover. Die Deutsche Luft-Reederei begann mit regelmäßigen Flügen auf der Strecke Berlin – Braunschweig – Linden – Gelsenkirchen. 1928 löste der Flughafen Hannover-Vahrenwald den Lindener Flugplatz als offiziellen hannoverschen Flughafen ab, 1930 wurde er ganz geschlossen und das Gelände als Nutz- und Zuchtviehhof verwendet.[5]

Errichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit 1947 in Hannover stattfindende Hannover-Messe machte einen Flughafen für die An- und Abreise der Besucher wünschenswert. Die Berlin-Blockade 1948/49 hatte außerdem gezeigt, dass leistungsfähige Flugplätze in der Bundesrepublik in möglichst geringer Entfernung von Berlin von Nutzen waren. Der alte Flughafen in Vahrenwald bot nicht genug Platz, um ihn auszubauen. So wurden verschiedene Möglichkeiten wie ein Ausbau des Flugplatzes Braunschweig-Waggum oder ein Neubau in der Nähe von Sievershausen bei Lehrte geprüft. Die Wahl fiel schließlich auf den bis 1945 von der Luftwaffe genutzten Fliegerhorst Evershorst, der nach dem Krieg von kanadischen Truppen genutzt wurde.[6] Die ehemaligen Kasernen nördlich des Flughafens sind erhalten geblieben.

Flughafen Hannover mit dem ersten Tower aus den 1950er Jahren, 1970

Im Jahre 1950 begannen die Vorarbeiten für den Generalausbauplan für die zivile Nutzung als Ersatz für den Flughafen Hannover-Vahrenwald. Nachdem im Juli 1951 die Flughafen Baugesellschaft gegründet und die alliierte zivile Luftfahrtbehörde die Lizenz für den Bau eines Flughafens bei Hannover erteilt hatte, wurde am 28. November 1951 mit dem Bau begonnen. Nach fünf Monaten wurde der Flughafen mit einer 1680 m langen Start- und Landebahn (heutige Südbahn 09R/27L) fertiggestellt. Am 26. April 1952 wurde er offiziell eröffnet und die Fluggesellschaften British European Airways, SAS Scandinavian Airlines und Pan American World Airways nahmen ihren Flugbetrieb auf. In den nächsten Jahren kamen KLM (1953), Air France (1954) und Lufthansa (1955) hinzu. Die erste Landung war ein Flug aus Berlin mit dem regierenden Bürgermeister Ernst Reuter an Bord.[6]

Das Flughafengelände lag auf den Gebieten der Stadt Langenhagen sowie der damals noch selbstständigen Gemeinden Engelbostel, Schulenburg und Godshorn. Seit der Kommunalreform 1974 gehört es vollständig zur Stadt Langenhagen.

Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweiter Tower von 1966, gesehen vom Parkhaus P1 (rechts im Bild)

Im Jahr 1959 wurde die Startbahn auf 2340 Meter verlängert; ein Jahr später wurden im Norden zwei Grasbahnen in Betrieb genommen, bevor im Jahre 1963 die mittlere, 780 m lange Kurzbahn entstand. Im Jahr 1966 wurde die parallel zur Südbahn angelegte Nordbahn 09L/27R zusammen mit dem 45 m hohen zweiten Tower in Betrieb genommen. Die neue Nordbahn wurde 1969 auf zunächst 2700 m verlängert.

Im Jahr 1973 eröffnete der neue Flughafenkomplex des Architekten Heinz Wilke, bestehend aus den durch eine Ladenstraße verbundenen Terminals A und B und dem Parkhaus P1. Das bauliche Konzept dieser Terminals diente als Vorlage für das internationale Terminal Scheremetjewo-2 des Flughafens Moskau-Scheremetjewo.[7] Im selben Jahr errichtete Hapag-Lloyd Flug ihre operative und technische Basis am Flughafen. Das alte Abfluggebäude wurde umgebaut und 1976 als Luftfrachtzentrum neu eröffnet. Der Airbus A300 der Lufthansa pendelte fortan zwischen Hannover und Frankfurt.

Im Jahr 1981 wurde der Ausbau der Hapag-Lloyd-Basis fertiggestellt (zwei Großflugzeughallen und ein Verwaltungshochhaus), und die MTU Maintenance GmbH nahm ihren Betrieb auf.

Nach einem Um- und Neubau des Luftfrachtzentrums erfolgte im Februar 1988 dessen Neueröffnung. Die auf 3800 Meter verlängerte Nordbahn wurde am 16. November 1990 zum uneingeschränkten Interkontinentalverkehr freigegeben. Im Jahr 1991 erhielt Langenhagen als erster deutscher Flughafen Anschluss an das ISDN der Deutschen Bundespost. Zwischenzeitliche Pläne, das Luftfahrtmuseum Hannover aus Laatzen an den Flughafen zu verlegen, scheiterten an unterschiedlichen Vorstellungen der Flughafengesellschaft und des Museumsbetreibers über das Konzept der Ausstellung. Terminal A wurde zwischen Oktober 2013 und Juli 2014 umgebaut und modernisiert, die Abflugebene war während dieser Zeit geschlossen. Dabei gelang es, sowohl Zeitplan als auch ein veranschlagtes Budget von etwas über acht Millionen Euro einzuhalten. Anlass für den Umbau waren in erster Linie neue Sicherheitsanforderungen, so wurde etwa die Abfertigung zentralisiert. Auch der bis dahin in Zonen unterteilte Wartebereich ist zusammengeführt worden.[8]

„Nach erfolgreichem Umbau des Fluggastgebäudes A im Jahr 2014 ist auf Grundlage einer vorliegenden Machbarkeitsstudie beabsichtigt, die Planung für einen Umbau des Fluggastgebäudes B (Baujahr 1973) und des Fluggastgebäudes C (Baujahr 1998) voranzubringen. Kernaufgabe der weiteren Umbauplanungen der Terminals B und C sind hierbei die Zentralisierung der zur Zeit noch dezentralen Ausreisekontrollstellen auf Grundlage der einschlägigen EU-Verordnungen und unter Berücksichtigung der für den Flugbetrieb erforderlichen Funktionsbereiche. […]. Darüber hinaus sollen zur Flexibilisierung der Passagierprozesse luftseitige Gebäudeverbindungen zwischen den Terminals untersucht werden. In diesem Zuge ist beabsichtigt, zukünftig das Terminal B als Schengen-Terminal sowie das Terminal C als Non-Schengen Terminal zu betreiben. Ferner sind die Non-Aviation Flächen zu überplanen und der bestehende Reisemarkt neu zu ordnen. Dabei soll das bereits im Rahmen des Umbaus Terminal A weiter entwickelte Erscheinungsbild bei dem Umbau der Gebäude B und C fortgeführt werden. […]. Mit der Fortführung der Planung soll Mitte des Jahres 2016 begonnen werden. Im Zusammenhang mit den gesetzlichen Anforderungen, sowie der betrieblichen Möglichkeiten soll der Umbau des Terminals C im Zeitraum der Jahre 2018/19, sowie des Terminals B im Zeitraum 2019/20 abgeschlossen werden. Zudem sollen voraussichtlich zwei luftseitige Verbindungsgänge realisiert werden. Alle beschriebenen Maßnahmen sollen im laufenden Betrieb durchgeführt werden.“[9]

Panorama des Flughafens Hannover-Langenhagen, Ansicht von Süden, 2014

Der Hannover Airport investiert weiter in die Zukunft des Standortes. Im Frühjahr 2016 begannen die Bauarbeiten zur Erneuerung der Vorfeldflächen und zur Modernisierung der Entwässerung dieser Flächen. In den kommenden zehn Jahren wird so ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag in den Erhalt und Ausbau der betrieblich notwendigen Infrastruktur fließen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Erneuerung der zum Teil über 60 Jahre alten Beton- und Asphaltflächen des Vorfeldes. Die Investitionen trägt der Hannover Airport ausschließlich aus eigenen Mitteln.

Der erste Bauabschnitt umfasst die Grunderneuerung der Vorfeldfläche zwischen Terminal A und Fracht A und besteht aus den Einzelmaßnahmen Austausch Beton und Asphalt, Anpassung der Entwässerung inklusive Leitungsbau, Markierungen der Flächen und Erstellung der Baulogistik. Baustart für diesen Projektabschnitt ist der 29. Februar 2016; er beinhaltet eine Betondeckenfläche von ca. 50.000 Quadratmetern sowie 4.500 Quadratmeter Asphalt.

Star-Alliance Terminal A

Für dieses Vorhaben wird eine Logistikfläche von 21.000 Quadratmetern eingerichtet, auf der die rund 47.000 Kubikmeter Baumaterial zum großen Teil recycelt und wieder verwertet werden. Die Großbaustelle wird von insgesamt 1.870 Metern Sicherheitszaun abgegrenzt. Die Abfluggates 1 bis 3 werden während der Bauzeit aus dem Betrieb genommen.

Das Ende des ersten Bauabschnittes und die Wiederinbetriebnahme des Vorfeldes in diesem Bereich sind für Ende Oktober dieses Jahres geplant. Für den Flugverkehr und die Passagiere werden die Arbeiten bei laufendem Betrieb voraussichtlich keine spürbaren Auswirkungen haben.

Insgesamt wird am Hannover Airport eine Fläche von ca. 150.000 Quadratmetern ausgetauscht, das entspricht der Größe von rund 21 Fußballfeldern.[10]

Aufgrund der Kampfmittelbeseitigung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die während der Bauarbeiten entdeckt wurde, verzögerte sich die Wiederinbetriebnahme. Diese war laut Planung des Flughafens ursprünglich Ende Oktober 2016 zu erwarten. Am 7. Dezember 2016 flog das erste Mal nach der Vorfelderneuerung des ersten Abschnittes ein Flugzeug von der ersten Hälfte des Terminal A, so dass die Bauarbeiten der Vorfelderneuerung offiziell am 6. Dezember 2016 vollständig beendet wurden.

Entwicklung des Flugverkehrs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1968: Lufthansa Boeing 737

Durch die zwischen 1945 und 1990 von den Siegermächten festgelegte Beschränkung des Berlin-Verkehrs zwischen Westdeutschland und West-Berlin auf die drei Luftkorridore von Hamburg, Hannover und Frankfurt am Main (Luftkorridor (Berlin)) spielte der Flughafen Hannover-Langenhagen aufgrund der kürzesten Entfernung nach West-Berlin und der höchsten Subventionierung des Flugpreises eine besondere Rolle (Hannover-Scharnier). Der Flugverkehr nach West-Berlin durfte ausschließlich von Fluggesellschaften aus Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten durchgeführt werden; in Langenhagen hatte die BEA die größte Bedeutung.

Im Jahre 1956 starteten die ersten Touristikflüge nach Mallorca und an die Costa Brava. Am 7. Oktober 1956 führte die Lufthansa auf der Strecke Hamburg-Hannover-Frankfurt die DC-3 ein. 130 Charterflüge wurden 1957 bereits von vier Reiseveranstaltern gezählt. 1965 verzeichnete der Flughafen bereits eine Million Fluggäste.

Im Jahr 1970 nutzten zwei Millionen Fluggäste den Flughafen. Die erste regelmäßige Jumbo-Verbindung kam 1971 in Form der Boeing 747-100 der Condor, die regelmäßig die Strecke Hannover-Palma de Mallorca bediente. Auch die ersten Langstreckenflüge wurden in den 1970er Jahren aufgenommen. So flog die Hapag-Lloyd Flug 1974 von Hannover nach Mombasa und auf die Seychellen (beide Strecken wurden mit einer Boeing 727-100 geflogen, die jeweils einen Tankstopp benötigte) und die Pan Am flog mit der Boeing 707 diverse Charterketten nach New York, Miami und San Francisco. Im Jahr 1978 wurden im Liniendienst Amsterdam (DLT), Berlin (British Airways), Frankfurt (Lufthansa), Kopenhagen (Lufthansa), London-Heathrow (British Airways), München (Lufthansa) und Paris-Charles de Gaulle (Lufthansa) angeflogen. In den 1980er Jahren kamen mehrere Fluggesellschaften nach Hannover zurück, die in den 1970er Jahren ihre Flugverbindungen von und nach Hannover eingestellt hatten. Dazu zählten unter anderem Pan Am, SAS, Air France und KLM.

Hapag-Lloyd begann im März 1990 mit dem Airbus A310-300 Interkontinentalflüge nach New York, Miami, Toronto, Puerto Plata und Punta Cana. Außerdem flog American Trans Air mit der Lockheed Tristar nach Fort Lauderdale und African Safari Airways mit der DC-8 nach Mombasa. Ein Großteil dieser Interkontinentalverbindungen wurde bald wieder eingestellt.

Im Jahr 1994 wurden die ersten Langstreckenverbindungen in die GUS aufgenommen. Kazakhstan Airlines flog mit Boeing 747SP, Iljuschin Il-86 und Tupolew Tu-154 nach Almaty und Astana (damals noch Akmola), Kyrghyzstan Airlines flog mit Tupolew Tu-154 nach Bischkek und Aeroflot mit Iljuschin Il-86 nach Nowosibirsk und mit Tupolew Tu-154 nach Omsk.

Im Jahr 1995 eröffnete die Fluggesellschaft Condor ein neues Langstreckendrehkreuz in Hannover. Es wurden mit DC-10-30, Boeing 767-300ER und Boeing 757-200 nonstop Bridgetown, Cancun, Colombo, Phuket, Malé, Mauritius, Mombasa, Puerto Plata, Punta Cana und Sharjah angeflogen. Ein Großteil der Flüge wurde zwei Jahre später wieder eingestellt. Im Jahr 1997 begann die LTU mit Nonstop-Flügen nach Abu Dhabi, Colombo und Malé, die bald wieder eingestellt wurden. Im Jahr darauf nahm die neue deutsche Fluggesellschaft Britannia Airways Germany mit Boeing 767-300ER Langstreckenflüge nach Varadero und Puerto Plata auf, die nach zwei Jahren eingestellt wurden.

Im Jahre 2001 stellte Hapag-Lloyd mit den Flügen nach Punta Cana ihre letzte Langstreckenverbindung ab Hannover ein. Im Jahr 2003 nahm die Condor, die zu jener Zeit unter dem Namen Thomas Cook Airlines auftrat, mit Boeing 757-200 für zwei Jahre Nonstopflüge nach Moncton und Toronto auf.

Im Jahr 2004 drohte die TUI, die Flugzeugflotten ihrer Tochtergesellschaften Hapag-Lloyd Flug und Hapag-Lloyd Express aus Hannover abzuziehen, sollte sich der Konkurrent EasyJet am Flughafen ansiedeln. Auch Air Berlin drohte für diesen Fall mit einer Verringerung der Kapazitäten in Hannover. Letztendlich wurde EasyJet keine Genehmigung erteilt, da die TUI und Air Berlin im Gegenzug eine Verstärkung ihrer Aktivitäten auf dem Flughafen Hannover zusicherten.

Swiss Boeing 777-300ER am 15. März 2016 am Flughafen Hannover
Swiss Boeing 777-300ER am 15. März 2016 am Flughafen Hannover

Am 3. Juni 2010 landete erstmals ein Airbus A380 im Rahmen von Testflügen in Hannover.

Im Jahr 2015 bestätigte TUIfly die Medienberichte, dass die Fluggesellschaft im Rahmen eines Wetleaseabkommens ein sogenanntes Iran-Drehkreuz am Flughafen Hannover plane. Die Gesellschaft beabsichtigte demnach die Aufnahme von Strecken ab Hannover in den Golfstaat. Der Flughafen Hannover sollte als Umstiegsplatz unter anderem für USA-Reisende dienen. TUIfly beabsichtigte, zunächst drei wöchentliche Umläufe aufzunehmen, jedoch habe man die Aufstockung auf zumindest tägliche Flüge bereits in Planung. Westwärts sollte es entsprechende Anschlussflüge geben. Außerdem hieß es, dass die Gespräche noch andauern würden, jedoch noch keinerlei Abschluss erreicht worden sei.[11]

Im Rahmen der Einflottung des neuen Langstreckenflugzeugs Boeing 777-300ER bei Swiss schickte die Gesellschaft ihr neues Flaggschiff probehalber regelmäßig im Sommerflugplan 2016 nach Hannover, um unter anderem die Abläufe an Bord zu testen.[12]

Seit dem Frühjahr 2018 bietet die Condor für einen begrenzten Zeitraum Langstreckenflüge nach Dubai an und somit ist dies die einzige aktuelle Langstreckenverbindung von Hannover aus.

Luftfahrtschau / ILA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fokker F-28 auf der Luftfahrtschau 1972

Von 1957 bis 1990 fand auf dem Gelände des Flughafens Hannover die Luftfahrtschau statt. Die erste Luftfahrt-Sonderschau war 1957 ein Bestandteil der Hannover-Messe. Die Luftfahrtschau entwickelte sich zu einer eigenständigen Veranstaltung mit über 200.000 Besuchern, die ab 1960 alle zwei Jahre als Deutsche Luftfahrtschau stattfand. Ab 1978 firmierte sie als Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA). Bis zu 300 Aussteller aus 30 Ländern präsentierten Neuheiten aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrt. Die ILA wurde die drittgrößte europäische Luftfahrtausstellung nach Farnborough in England und Le Bourget in Frankreich.

Auf dem Flughafen landete am 22. April 1972 zum ersten Mal eine Concorde auf deutschem Boden als die British Aircraft Corporation anlässlich der ILA den britischen Prototypen des Flugzeugs vorstellte.[13] In den frühen 1980er Jahren diente Hannover der Concorde darüber hinaus als Ausgangspunkt einiger Charterflüge.

1990 landete zur ILA in Hannover das erste Wasserstoff-Flugzeug der Welt, die Tupolew Tu-155.

Im Laufe der 1980er Jahre ergaben sich zunehmend Platzprobleme. Der Flughafen expandierte, und der reguläre Flugbetrieb durfte nicht gestört werden. Die Ausstellungsflächen mussten deshalb trotz steigender Teilnehmer- und Besucherzahlen verkleinert werden. 1990 fand die ILA daher zum letzten Mal in Hannover statt, 1992 zog sie nach Berlin-Schönefeld um.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verkehrsflughafen liegt in Langenhagen nördlich von Hannover.

Straßenanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Schwerdtfeger: Up & Away; Stahlskulptur an der Zufahrt (1988)

Die Üstra-Buslinie 470 fährt im 30-Minuten-Takt von Hannover-Stöcken über Langenhagen-Zentrum zum Flughafen. Darüber hinaus gibt es am Flughafen drei Taxenstandplätze mit einer Kapazität von zusammen ca. 100 Fahrzeugen.

Von Osten über die Bundesautobahn A 2 und von Süden über die A 7 kommend ist der Flughafen über das Kreuz Hannover-Ost und weiter der A 2 nach Westen folgend über die Bundesstraße 522 ab der Ausfahrt Hannover-Nord/Langenhagen erreichbar. Von Westen über die A 2 sowie von Norden über die A 7 kommend bietet die Bundesautobahn 352 direkten Anschluss an den Flughafen.

S-Bahnanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zusammenhang mit der zur Expo 2000 in Betrieb genommenen S-Bahn Hannover hat der Flughafen einen Schienenanschluss bekommen. Am unter dem Terminal C liegenden Bahnhof Hannover Flughafen beginnen die Züge der S-Bahn-Linie 5 (nach Hannover HbfHamelnPaderborn). Die Station ist ein Bahnhof der Kategorie 4.

Die S-Bahnen verkehren bis Hameln auf der Strecke Richtung Altenbeken im 30-Minuten-Takt, bis Paderborn stündlich. Während der großen Messen fährt die zusätzliche S-Bahnlinie S 8 über Hauptbahnhof zum Bahnhof Hannover Messe/Laatzen. Die Fahrzeit vom Flughafen zum Hauptbahnhof Hannover auf dem Südabschnitt der Heidebahn beträgt 17 Minuten.

Die Zahl der Bahnhofsnutzer (Fahrgäste und Besucher) wurde von der Deutschen Bahn für das Jahr 2006 mit weniger als 5000 pro Tag angegeben.[14]

Flughafenanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1999 eröffnete dritte Tower
Innenansicht eines Wartebereiches im Terminal C
Terminals A und B mit dem ehemaligen Kontrollturm
Terminal C

Start- und Landebahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen besitzt drei Start- und Landebahnen. Die Nordbahn ist 3200 m lang und 45 m breit, die Anflüge sind beiderseitig für die Allwetterflugbetriebsstufe ILS CAT-IIIb zugelassen. Die Südbahn ist 2340 m lang und 45 m breit, die Anflüge allerdings nur nach Allwetterflugbetrieb ILS CAT-I zugelassen. Die kurze Mittelbahn (780 m × 22,5 m) ist für Luftfahrzeuge bis 5,7 t Gesamtgewicht ausgelegt und nur für den Sichtflug zugelassen. Damit kann der Flughafen bei fast jedem Wetter angeflogen werden. Ein generelles Nachtflugverbot gibt es nicht. Eine Zulassung für Ultraleichtflugzeuge ist vorhanden, was für einen Flughafen dieser Größe relativ selten ist. 1999 wurde der 74 m hohe dritte neue Kontrollturm der DFS in Betrieb genommen.

Terminals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Terminals A und B sowie dem 1998 in Betrieb genommenen größten Terminal C stehen 20 gläserne Fluggastbrücken zur Verfügung. Die letzte nicht gläserne Brücke wurde im November 2011 ausgetauscht. Zusätzlich gibt es 27 Abstellplätze am Rollfeldrand. 2007 wurde zwischen Terminal A und B die Airport Plaza eröffnet. Hier befinden sich auf der Abflugebene sieben Geschäfte, ein Friseur, eine Sparkassen-SB-Filiale, eine Lounge und zwei Restaurants. Auf der Ankunftsebene befinden sich sechs Autovermieter, eine Versicherung und der Parkservice. Weitere sechs Geschäfte (darunter fünf Duty-Free-Shops), drei Lounges, zehn Restaurants, Bars und Bistros, zwei Kinderparadiese und fünf Kiddieländer, die Erlebnisausstellung „Welt der Luftfahrt“, mehr als 35 Reiseveranstalter bzw. -Vermittler, eine Kapelle, ein islamischer Gebetsraum, eine Bankfiliale, Geldautomaten auf allen Ebenen, eine Spielhalle und diverse Serviceeinrichtungen befinden sich in den Terminals verteilt.

Das 1971 eröffnete Holiday Inn Airport Hotel (seit 2013 Leonardo Hotel Hannover Airport) befindet sich nördlich der Flughafenstraße. 1993 eröffnete direkt am Terminal C mit dem Maritim Airport-Hotel das zweite Hotel am Flughafen.

Im Norden des Flughafengeländes befinden sich Abfertigungsanlagen für Privat- und Sportflugzeuge (GAT-HAJ-Karl-Jatho-Terminal). Zusätzlich befindet sich neben Terminal C das kleine Terminal D. Letzteres wird von der Royal Air Force genutzt, die über den Flughafen die britischen Streitkräfte in Norddeutschland versorgt und sie von hier aus in ihre weltweiten Einsätze schickt.

Nördlich des Terminal A befindet sich das Air-Cargo-Center. Mit einem Tunnel, der unter den Rollwegen Foxtrot und Lima verläuft, ist das Air-Cargo-Center mit dem Air-Cargo-Terminal, der Nachtposthalle und dem Road-Hub von TNT Express im Westbereich des Flughafens verbunden. Regelmäßige Fracht- und Postflüge von und nach Hannover bieten Federal Express (durchgeführt von Swiftair), ASL Airlines Belgium (für TNT) und TUIfly (für die Deutsche Post) an. Darüber hinaus hat Air-taxi europe eine Maschine in Hannover für Kurier- und Transportflüge stationiert. Ein Großteil der in Hannover abgefertigten Luftfracht wird nicht per Flugzeug, sondern per LKW zu den Zielflughäfen transportiert.

Airport-Plaza[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Terminals A und B befindet sich die Airport-Plaza, wo den Passagieren diverse Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Neben einem Edeka, ist die Fast-Food-Kette McDonald’s (24 h geöffnet) ebenfalls in der Plaza zu finden. Unweit der Airport-Plaza befindet sich eine Sparkassen-SB-Filiale, ein Friseur, eine Postannahmestelle, eine Apotheke, sowie zahlreiche Restaurants.[15]

Welt der Luftfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Welt der Luftfahrt ist eine Erlebnisausstellung am Flughafen Hannover, rundum die Fliegerei. Im Rahmen der Ausstellung besteht die Möglichkeit, einen Besuch im dortigen Flugsimulator des Airbus A320 oder Boeing 737 zu buchen bzw. ein Besuch auf der Aussichtsterrasse. Eintrittskarten können im Erlebnis-Shop erworben werden, wo zusätzlich eine vielfältige Auswahl an Fanartikel zu bestaunen sind.[16]

Hubschrauberlandeplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Polizeihubschrauberstaffel der Polizei Niedersachsen nahm am 2. Juli 1971 ihren Betrieb in Langenhagen auf. Derzeitig werden mehrere Hubschrauber der Typen MD 902 Explorer und EC 135 P2+ betrieben.[17] Die Polizeihubschrauber in Langenhagen sind 24 Stunden am Tag einsatzbereit.

Im Oktober 1995 nahm der Hubschrauber-Sonderdienst (HSD) am Flughafen den Intensivtransporthubschrauber (ITH) mit dem Funkrufnamen „Christoph Niedersachsen“ in Dienst. Der ITH ist rund um die Uhr in die deutsche Luftrettung eingebunden.

Betreiber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betreiber des Flughafens ist die Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH. Diese gehört zu 35 % der Landeshauptstadt Hannover, zu 35 % dem Land Niedersachsen (über die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft) und zu 30 % der Icon Flughafen GmbH.[18] Geschäftsführer ist Raoul Hille. Die Gesellschaft erzielte 2009 einen Umsatz von 133,0 Millionen Euro. Im Jahre 2012 erzielte die GmbH einen Umsatz von 137,8 Millionen Euro und einen Fehlbetrag von 2,5 Millionen Euro.[19]

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vueling A320 am Terminal C
Terminal A Eurowings/Germanwings

Der Flughafen Hannover ist die Heimatbasis von TUIfly, einer der größten Fluggesellschaften Deutschlands. Insgesamt werden von über 35 Fluggesellschaften über 80 Direktverbindungen angeboten, die die niedersächsische Landeshauptstadt vorwiegend mit den europäischen Metropolen, wie London, Paris, Amsterdam, Moskau, Minsk, Barcelona, Brüssel, Kopenhagen und vielen Zielen im Mittelmeerraum verbinden. Darüber hinaus gibt es einige Ziele auf den kanarischen und kapverdischen Inseln, an der ägyptischen Küste des Roten Meeres, in Tunesien, in Marokko, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Kasachstan. Zur Hauptreisezeit werden die Flughäfen in Palma de Mallorca und Antalya am häufigsten angeflogen. Im deutschsprachigen Raum werden Verbindungen nach Frankfurt, München, Stuttgart, Wien und Zürich angeboten. Außerdem werden einige eher exotische Verbindungen angeboten so z. B. nach Rabil (Kapverdische Inseln), Melita (Tunesien), Minsk (Weißrussland), Kustanay (Kasachstan), Sal Island (Kapverdische Inseln) oder Varna in Bulgarien.[20]

Verkehrszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Fluggastaufkommen Flugbewegungen Fracht
2018 6.309.536
00+7,5 %
78.766
00+4,7 %
8.184
0−8,8 %
2017 5.870.104
00+8,5 %
75.256
00-0,6 %
8.976
0+8,3 %
2016 5.408.814
00-0,8 %
75.711
00+0,02 %
8.285
0+15,6 %
2015 5.452.669
00+3,0 %
75.695
00-0,4 %
7.165
0+72,0 %
2014 5.291.981
00+1,1 %
76.031
00−0,04 %
4.164
0+14,8 %
2013 5.234.909
00−1,0 %
76.060
00−5,1 %
3.628
0−18,6 %
2012 5.288.327
00−1,0 %
80.139
00−0,7 %
4.457
0−20,2 %
2011 5.341.017
00+5,5 %
80.730
00+6,5 %
5.585
00+5,2 %
2010 5.060.956
00+1,8 %
75.833
00−2,4 %
5.308
0+45,4 %
2009 4.969.800
0−11,9 %
77.737
0−10,4 %
3.650
0−33,0 %
2008 5.637.965
00−0,1 %
86.798
00−1,8 %
5.448
00−3,7 %
2007 5.644.746
00−1,0 %
88.352
00+0,5 %
5.657
0+11,6 %
2006 5.699.322
00+1,1 %
87.872
00−1,2 %
5.069
0−16,3 %
2005 5.637.391
00+7,4 %
88.935
00+4,0 %
6.057
0+13,6 %
2004 5.249.176 85.459 5.330
Quelle:[1]
Verkehrsreichste Flugstrecken ab HAJ[21]
Rang Ziel Passagiere
2018
Veränderung Passagiere
2017
Starts
2018
Veränderung Starts
2017
1 SpanienSpanien Palma de Mallorca 310.271 13,35 % 273.738 2.015 19,58 % 1.685
2 DeutschlandDeutschland München 261.035 -3,11 % 269.405 2.679 3,4 % 2.591
3 TurkeiTürkei Antalya 259.907 19,36 % 217.756 1.539 15,98 % 1.327
4 DeutschlandDeutschland Frankfurt/Main 195.580 2,96 % 189.966 2.012 1,36 % 1.985
5 TurkeiTürkei Istanbul-Atatürk 149.351 6,65 % 140.035 1.055 3,03 % 1.024
6 OsterreichÖsterreich Wien 114.418 4,91 % 109.061 1.168 15,76 % 1.009
7 SchweizSchweiz Zürich 111.843 0,16 % 111.668 1.310 -2,46 % 1.343
8 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London-Heathrow 106.845 1,77 % 104.990 978 -3,46 % 1.013
9 AgyptenÄgypten Hurghada 101.481 18,55 % 85.603 599 23 % 487
10 SpanienSpanien Las Palmas 99.327 13,84 % 87.250 601 20,2 % 500
11 NiederlandeNiederlande Amsterdam 96.829 7,4 % 90.156 1.312 0,08 % 1.311
12 DeutschlandDeutschland Stuttgart 87.792 -2,85 % 90.371 1.292 -3,58 % 1.340
13 SpanienSpanien Fuerteventura 81.208 -2,35 % 83.161 475 1,5 % 468
14 FrankreichFrankreich Paris Charles de Gaulle 77.860 -3,29 % 80.510 1.406 -3,5 % 1.457
15 GriechenlandGriechenland Heraklion 71.331 3,78 % 68.734 465 10,45 % 421
16 SpanienSpanien Teneriffa-Süd 58.056 -7,07 % 62.476 340 -4,49 % 356
17 RusslandRussland Moskau-Scheremetjewo 47.815 -1,08 % 48.338 369 0,82 % 366
18 TurkeiTürkei Izmir 41.362 26,33 % 32.742 271 24,31 % 218
19 SpanienSpanien Barcelona 38.651 -21,09 % 48.983 307 -22,67 % 397
20 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London-Stansted 37.296 36,76 % 27.271 349 7,38 % 325
21 GriechenlandGriechenland Rhodos 35.429 30,46 % 27.158 221 38,99 % 159
22 GriechenlandGriechenland Kos 32.796 34,22 % 24.435 221 53,47 % 144
23 BulgarienBulgarien Varna 27.497 13,51 % 24.225 183 19,61 % 153
24 BelgienBelgien Brüssel 27.162 -8,01 % 29.526 671 -12,17 % 764
25 DanemarkDänemark Kopenhagen 27.021 9,23 % 24.738 645 4,03 % 620
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)

Nach Ländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsreichste Flugstrecken nach Ländern ab HAJ[22]
Rang Ziel Passagiere
2018
Veränderung Passagiere
2017
Starts
2018
Veränderung Starts
2017
1 SpanienSpanien Spanien 698.923 2,97 % 678.770 4.461 6,21 % 4.200
2 DeutschlandDeutschland Deutschland 551.915 -1,56 % 560.638 9.413 -4,2 % 9.826
3 TurkeiTürkei Türkei 511.168 19,13 % 429.080 3.272 15,37 % 2.836
4 GriechenlandGriechenland Griechenland 182.102 10,46 % 164.860 1.206 14,75 % 1.051
5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 178.971 3,51 % 172.894 1.978 -8,26 % 2.156
6 AgyptenÄgypten Ägypten 128.575 20,64 % 106.574 770 25,82 % 612
7 OsterreichÖsterreich Österreich 115.113 4,57 % 110.079 1.226 15,01 % 1.066
8 SchweizSchweiz Schweiz 111.925 -0,1 % 112.032 1.327 -3,21 % 1.371
9 NiederlandeNiederlande Niederlande 97.013 7,23 % 90.470 1.339 -0,22 % 1.342
10 FrankreichFrankreich Frankreich 79.476 -2,67 % 81.659 1.461 -4,32 % 1.527
11 BulgarienBulgarien Bulgarien 51.306 24,4 % 41.243 345 29,7 % 266
12 RusslandRussland Russland 47.885 -1,02 % 48.377 391 2,62 % 381
13 ItalienItalien Italien 44.932 0,67 % 44.632 349 -38,99 % 572
14 PortugalPortugal Portugal 43.921 -9,75 % 48.668 267 -16,3 % 319
15 TunesienTunesien Tunesien 28.810 104,54 % 14.085 191 109,89 % 91
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)

Fluglärm-Reduktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt erprobte am Flughafen Hannover zusammen mit TUIfly ab Juni 2013 ein Jahr lang ein Verfahren, um den Fluglärm zu reduzieren. Dabei wurde ein Anflugwinkel von 4,5° statt 3° geflogen, bis das Flugzeug noch etwa 5 km von der Landebahn entfernt war.[23][24]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 6. Mai 1988 starben am Vortag der ILA drei der vier Besatzungsmitglieder eines Boeing-Vertol-CH-47C-Chinook-Transporthubschraubers der britischen Royal Air Force, der beim Rollen mit einem der beiden Rotoren eine Fluggastbrücke (Finger) rammte und in Brand geriet.[25]
  • Am 26. Mai 1988 stürzte eine Fokker F27-600 Friendship der dänischen Star Air (Kennzeichen OY-APE) im Anflug etwa 1 km westlich der Landebahn 09 ab. Während des Instrumentenanfluges bäumte sich die Maschine beim Ausfahren der Landeklappen in die Endstellung stark auf, wobei die Ladung nach hinten verrutschte. Die Frachtmaschine befand sich auf dem Weg vom Flughafen Billund über Hannover zum Flughafen Nürnberg. Beide Piloten kamen ums Leben.[26]
  • Am 14. August 2005 schoss eine ERJ-145 infolge Aquaplanings über die Start- und Landebahn 27L hinaus und kam erst 161 Meter nach dem Ende der Bahn zum Stehen. Eine Person wurde dabei verletzt. Die Ursachen waren laut Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung die Tatsache, dass die Besatzung auf der deutlich kürzeren Bahn 27L landete und das späte Aufsetzen wegen Rückenwindes. Das im Widerspruch zu den Betriebsvorschriften stehende Betätigen der Notbremse schaltete das Antiblockiersystem aus und ließ die Störklappen wieder einfahren, wodurch laut den Ermittlern die Bremswirkung deutlich verschlechtert wurde.[27]
  • Am 14. November 2007 kippte ein MD 900 Explorer der Polizei Niedersachsen (Kennzeichen D-HPNB, Rufzeichen Phoenix 92) bei einer Notlandung auf die Seite, die drei Insassen wurden leicht verletzt. An der Maschine entstand Totalschaden. Auf dem Rückweg von einem Einsatz bemerkte der Pilot im Landeanflug auf den Flughafen eine Störung in der Steuerung des NOTAR-Systems. Ursache war ein technischer Defekt.[28]

  • Am 29. Dezember 2018 fuhr ein Fahrzeug auf das Rollfeld, woraufhin der Flugbetrieb von 15:30 Uhr bis 20:06 Uhr unterbrochen wurde.[29]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 40 Jahre Flughafen Hannover. Gut gerüstet für die Zukunft, Hrsg.: Flughafen Hannover-Langenhagen-GmbH, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Hannover: Flughafen Hannover-Langenhagen-GmbH, [1992]
  • Lars Günsel (Red.), Thomas Tschörner (Text): 50 Jahre Flughafen Hannover. Die Chronik zum 50jährigen Jubiläum des Hannover Airport, hrsg. von der Hannover Airport, Unternehmenskommunikation unter Leitung von Sönke Günsel, Hannover: Printmedia Th. Schäfer GmbH, [2002]
  • Torsten Bachmann: Der Flughafen Hannover. Eine Zeitreise in Bildern, Sutton, Erfurt 2017, ISBN 978-3-95400-861-2; Inhaltstext und Inhaltsverzeichnis

Periodika:

  • Seit 1999: Boulevard Airport. Das Magazin vom Hannover Airport, Hrsg.: Hannover Airport, Unternehmenskommunikation, Marketing[30]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lothar Hübl, Ulla Hohls-Hübl, Bernd Wegener (Bearb.), Jens Kramer (Mitarb.): Der Flughafen Hannover-Langenhagen als Standort- und Wirtschaftsfaktor (Beiträge zur regionalen Entwicklung, Heft Nr. 42), Untersuchung im Auftrag des Kommunalverbandes Grossraum Hannover und der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH, Hannover: Kommunalverband Grossraum Hannover - Hannover; Flughafen Hannover-Langenhagen, 1994
  • Albin Homeyer: Die Airport-Affäre. Dolce Vita am Flughafen Hannover. Korruption. Ein Bauunternehmer packt aus, 2. Auflage, Berlin: Bau-Partner-Verlag, 1998, ISBN 3-9806465-0-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flughafen Hannover-Langenhagen – Sammlung von Bildern
 Wikivoyage: Flughafen Hannover – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Zahlen, Daten & Fakten. Hannover-Airport.de, abgerufen am 11. Januar 2018.
  2. Downloadbibliothek. ADV.aero, abgerufen am 11. Januar 2018.
  3. Hannover Airport: 24 Stunden Betrieb am Hannover Airport. 31. März 2016, abgerufen am 27. August 2018.
  4. Wolfgang Leonhardt: Karl Jathos erster Motorflug 1903. Books on Demand, Norderstedt 2002, ISBN 3-8311-3499-5, Seite 17
  5. a b Torsten Bachmann: Der HAWA-Werksflugplatz – Hannovers erster Zivilflughafen
  6. a b Hannoversche Allgemeine Zeitung, Beilage: Hannover Airport, 25. April 2012
  7. Osthandel. Extrem kurze Wege, in: Der Spiegel, 8/1980, S. 60.
  8. Bernd Haase: Flughafen Hannover: Schöner Warten, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 4. Juli 2014.
  9. Flughafen Hannover GmbH: Umbau Flughafenterminal B+C Hannover Airport. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Umbau Flughafenterminal B+C Hannover Airport. Flughafen Hannover GmbH, 14. Februar 2014, archiviert vom Original am 6. November 2016; abgerufen am 16. Mai 2019.
  10. Vorfelderneuerung. In: hannover-airport.de. 27. Oktober 2016, abgerufen am 6. November 2016.
  11. Tuifly plant Iran-Drehkreuz – Austrian Aviation Net. In: austrianaviation.net. Abgerufen am 7. November 2016.
  12. Swiss schickt neue Boeing 777 probehalber auch nach Deutschland. In: airliners.de. (online [abgerufen am 6. November 2016]).
  13. Historische Aufnahmen vom Hannover Airport (Memento vom 10. Juli 2016 im Internet Archive), Hannover Airport TV, abgerufen am 16. Mai 2019.
  14. DB Station&Service AG (Hrsg.): Bahnhofsentwicklungsprogramm Niedersachsen: Aktueller Stand und Konzeption 2006. Berlin 2006, S. 16, 34 (Bahnhofsentwicklungsprogramm Niedersachsen Aktueller Stand und Konzeption 2006 (Memento vom 22. Oktober 2013 im Internet Archive) [PDF]). Bahnhofsentwicklungsprogramm Niedersachsen: Aktueller Stand und Konzeption 2006 (Memento vom 22. Oktober 2013 im Internet Archive)
  15. Einkaufen. In: hannover-airport.de. 27. Oktober 2016, abgerufen am 8. November 2016.
  16. „Welt der Luftfahrt“ und Aussichtsterrasse. (Nicht mehr online verfügbar.) In: hannover-airport.de. 27. Oktober 2016, archiviert vom Original am 8. November 2016; abgerufen am 8. November 2016.
  17. ZPD: Neue Polizeihubschrauber für die Polizei Niedersachsen im Anflug. In: presseportal.de. 20. August 2015, abgerufen am 28. Februar 2016.
  18. Hannoversche Allgemeine Zeitung: Flughafen Hannover: Icon ist neuer Gesellschafter. In: haz.de. 12. Oktober 2018, abgerufen am 29. Oktober 2018.
  19. Geschäftsbericht 2012 der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive), S. 3 (PDF)
  20. Flugziele Hannover. In: www.hannover-airport.de. Flughafen Hannover, abgerufen am 29. Mai 2018.
  21. Publikation - Transport & Verkehr - Luftverkehr auf Hauptverkehrsflughäfen - Statistisches Bundesamt (Destatis). Abgerufen am 28. März 2019 (deutsch).
  22. Publikation - Transport & Verkehr - Luftverkehr auf Hauptverkehrsflughäfen - Statistisches Bundesamt (Destatis). Abgerufen am 28. März 2019 (deutsch).
  23. „Flüster-Anflugverfahren“ kontra Fluglärm. In: Mitteldeutsche Zeitung. 30. Juni 2013, abgerufen am 5. Oktober 2013: „Die Luftflotte der Tui-Tochter TuiFly erprobt nach eigenen Angaben ab Juli in Hannover ein sogenanntes Flüster-Anflugverfahren, bei dem die Maschinen steiler als bislang aus großer Höhe zur Landebahn schweben. Der Anflugwinkel wird von 3 auf 4,5 Grad erhöht, wie der für die rund sechsmonatige Testserie zuständige Flugkapitän, Jörn Mahringer, im dpa-Gespräch sagte.“
  24. Steile Anflüge für weniger Lärm: DLR gibt Ergebnisse bekannt, Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, 31. Oktober 2013, abgerufen am 11. Juli 2016.
  25. Unfallbericht Royal Air Force CH-47 ZA672, Aviation Safety Network WikiBase, abgerufen am 27. Februar 2016 (englisch).
  26. Unfallbericht F-27 OY-APE, Aviation Safety Network, abgerufen am 27. Februar 2016 (englisch).
  27. Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung: Untersuchungsbericht. Januar 2007, abgerufen am 4. Januar 2019 (deutsch).
  28. Untersuchungsbericht 3X182-0/07, Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, abgerufen am 15. Dezember 2017 (PDF, deutsch, 262 KB).
  29. NDR: Auto durchbricht Tor: Flugverkehr eingestellt. Abgerufen am 29. Dezember 2018.
  30. Vergleiche die Angaben der Zeitschriftendatenbank