Flughafen Hannover-Langenhagen

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Flughafen Hannover-Langenhagen
Hannover Airport Logo.svg
Hannover Airport Terminal.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDDV, bis 1995: EDVV
IATA-Code HAJ
Koordinaten
52° 27′ 40″ N, 9° 41′ 6″ OKoordinaten: 52° 27′ 40″ N, 9° 41′ 6″ O
55 m (180 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10,3 km nördlich von Hannover
Straße A352B522
Bahn S-Bahnlinie S 5
Nahverkehr Buslinie 470
Basisdaten
Eröffnung 1952
Betreiber Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH
Fläche 915 ha
Terminals 4 und GAT
Passagiere 5.408.814[1] (2016)
Luftfracht 8.285 t[1] (2016)
Flug-
bewegungen
75.711[1] (2016)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
ca. 8 Mio.
Beschäftigte Rund 5200 Beschäftigte, davon ca. 900 beim Betreiber
Start- und Landebahnen
09C/27C 780 m × 23 m Asphalt
09R/27L 2340 m × 45 m Beton
09L/27R 3200 m × 45 m Beton
Neuer Schriftzug am Verbindungsgang zwischen Terminal C und B

Der Flughafen Hannover-Langenhagen (im Außenauftritt Hannover Airport) ist der größte Flughafen und das wichtigste internationale Drehkreuz des Landes Niedersachsen. Er nahm im Jahr 2015 bei den Passagierzahlen Platz 9 auf der Liste der Verkehrsflughäfen Deutschlands ein.[2] Der Flughafen Hannover ist die Heimatbasis von TUIfly, Deutschlands viertgrößter Fluggesellschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Juli 1907 genehmigte der Kommandierende General des X. Armeekorps in Hannover dem Luftfahrtpionier Karl Jatho auf der Vahrenwalder Heide den Bau einer „Fahrbahn“, „damit die Flugapparate besser rollen können.“[3] Einige Jahre später errichtete das kaiserliche Heer auf dem Gelände eine Fliegerstation mit Fliegerkaserne und nutzte die Rasenfläche als Landefeld sowohl für Flugzeuge als auch für Luftschiffe. Zivile Flugzeuge konnten den Flugplatz auch nutzen.

Gedenkstein von 1933 für Karl Jatho am Flughafen

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Flughafen als militärisches Objekt eingestuft und eine zivile Nutzung zunächst untersagt. Ab 1923 wurde er wieder von zivilen Flugzeugen angeflogen, die erste internationale Verbindung war die vom Deutschen Aero Lloyd angebotene tägliche Verbindung Berlin – Hannover – Rotterdam – London. 1927 übernahm die Stadt Hannover das Gelände von der Reichswehr und baute den Flughafen Hannover-Vahrenwald zum offiziellen hannoverschen Flughafen aus.[4] Der Flughafen wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder in Betrieb genommen. Das 1935 errichtete Empfangsgebäude steht noch im heutigen Stadtteil Vahrenheide; es wurde von der Bundeswehr jahrelang als Kreiswehrersatzamt genutzt.

1915 legte die Hannoversche Waggonfabrik (Hawa) an ihrem Werk in Linden einen Werksflugplatz an. Hier konnte sie die von ihr hergestellten und gewarteten Flugzeuge starten und landen. Als nach dem Ersten Weltkrieg der Vahrenwalder Flugplatz nicht mehr für zivile Zwecke genutzt werden durfte, genehmigte das Reichsluftfahrtamt im November 1919 den Hawa-Werksflugplatz als ersten zivilen Flughafen für Hannover. Die Deutsche Luft-Reederei begann mit regelmäßigen Flügen auf der Strecke Berlin – Braunschweig – Linden – Gelsenkirchen. 1928 löste der Flughafen Hannover-Vahrenwald den Lindener Flugplatz als offiziellen hannoverschen Flughafen ab, 1930 wurde er ganz geschlossen und das Gelände als Nutz- und Zuchtviehhof verwendet.[4]

Errichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit 1947 in Hannover stattfindende Hannover-Messe machte einen Flughafen für die An- und Abreise der Besucher wünschenswert. Die Berlin-Blockade 1948/49 hatte außerdem gezeigt, dass leistungsfähige Flugplätze in der Bundesrepublik in möglichst geringer Entfernung von Berlin von Nutzen waren. Der alte Flughafen in Vahrenwald bot nicht genug Platz, um ihn auszubauen. So wurden verschiedene Möglichkeiten wie ein Ausbau des Flugplatzes Braunschweig-Waggum oder ein Neubau in der Nähe von Sievershausen bei Lehrte geprüft. Die Wahl fiel schließlich auf den bis 1945 von der Luftwaffe genutzten Fliegerhorst Evershorst, der nach dem Krieg von kanadischen Truppen genutzt wurde.[5] Die ehemaligen Kasernen nördlich des Flughafens sind erhalten geblieben.

Flughafen Hannover mit dem ersten Tower aus den 1950er Jahren, 1970

Im Jahre 1950 begannen die Vorarbeiten für den Generalausbauplan für die zivile Nutzung als Ersatz für den Flughafen Hannover-Vahrenwald. Nachdem im Juli 1951 die Flughafen Baugesellschaft gegründet und die alliierte zivile Luftfahrtbehörde die Lizenz für den Bau eines Flughafens bei Hannover erteilt hatte, wurde am 28. November 1951 mit dem Bau begonnen. Nach fünf Monaten wurde der Flughafen mit einer 1680 m langen Start- und Landebahn (heutige Südbahn 09R/27L) fertiggestellt. Am 26. April 1952 wurde er offiziell eröffnet und die Fluggesellschaften British European Airways, SAS Scandinavian Airlines und Pan American World Airways nahmen ihren Flugbetrieb auf. In den nächsten Jahren kamen KLM (1953), Air France (1954) und Lufthansa (1955) hinzu. Die erste Landung war ein Flug aus Berlin mit dem regierenden Bürgermeister Ernst Reuter an Bord.[5]

Das Flughafengelände lag auf den Gebieten der Stadt Langenhagen sowie der damals noch selbstständigen Gemeinden Engelbostel, Schulenburg und Godshorn. Seit der Kommunalreform 1974 gehört es vollständig zur Stadt Langenhagen.

Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweiter Tower von 1966, gesehen vom Parkhaus P1 (rechts im Bild)

1959 wurde die Startbahn auf 2340 m verlängert; ein Jahr später wurden im Norden zwei Grasbahnen in Betrieb genommen, bevor im Jahre 1963 die mittlere, 780 m lange Kurzbahn entstand. 1966 wurde die parallel zur Südbahn angelegte Nordbahn 09L/27R zusammen mit dem 45 m hohen zweiten Tower in Betrieb genommen. Die neue Nordbahn wurde 1969 auf zunächst 2700 m verlängert.

1973 eröffnete der neue Flughafenkomplex, bestehend aus den durch eine Ladenstraße verbundenen Terminals A und B und dem Parkhaus P1. Das bauliche Konzept dieser Terminals diente als Vorlage für das internationale Terminal Scheremetjewo-2 des Flughafens Moskau-Scheremetjewo.[6] Im selben Jahr errichtete Hapag-Lloyd Flug ihre operative und technische Basis am Flughafen. Das alte Abfluggebäude wurde umgebaut und 1976 als Luftfrachtzentrum neu eröffnet. Der Airbus A300 der Lufthansa pendelte fortan zwischen Hannover und Frankfurt.

1981 wurde der Ausbau der Hapag-Lloyd-Basis fertiggestellt (zwei Großflugzeughallen und ein Verwaltungshochhaus), und die MTU Maintenance GmbH nahm ihren Betrieb auf.

Nach einem Um- und Neubau des Luftfrachtzentrums erfolgte im Februar 1988 dessen Neueröffnung. Die auf 3800 Meter verlängerte Nordbahn wurde am 16. November 1990 zum uneingeschränkten Interkontinentalverkehr freigegeben. 1991 erhielt Langenhagen als erster deutscher Flughafen Anschluss an das ISDN der Deutschen Bundespost. Zwischenzeitliche Pläne, das Luftfahrtmuseum Hannover aus Laatzen an den Flughafen zu verlegen, scheiterten an unterschiedlichen Vorstellungen der Flughafengesellschaft und des Museumsbetreibers über das Konzept der Ausstellung. Terminal A wurde zwischen Oktober 2013 und Juli 2014 umgebaut und modernisiert, die Abflugebene war während dieser Zeit geschlossen. Dabei gelang es, sowohl Zeitplan als auch ein veranschlagtes Budget von etwas über acht Millionen Euro einzuhalten. Anlass für den Umbau waren in erster Linie neue Sicherheitsanforderungen, so wurde etwa die Abfertigung zentralisiert. Auch der bis dahin in Zonen unterteilte Wartebereich ist zusammengeführt worden. Körperscanner wurden nicht eingeführt, könnten bei Bedarf aber nachinstalliert werden.[7]

„Nach erfolgreichem Umbau des Fluggastgebäudes A im Jahr 2014 ist auf Grundlage einer vorliegenden Machbarkeitsstudie beabsichtigt, die Planung für einen Umbau des Fluggastgebäudes B (Baujahr 1973) und des Fluggastgebäudes C (Baujahr 1998) voranzubringen. Kernaufgabe der weiteren Umbauplanungen der Terminals B und C sind hierbei die Zentralisierung der zur Zeit noch dezentralen Ausreisekontrollstellen auf Grundlage der einschlägigen EU-Verordnungen und unter Berücksichtigung der für den Flugbetrieb erforderlichen Funktionsbereiche. […]. Darüber hinaus sollen zur Flexibilisierung der Passagierprozesse luftseitige Gebäudeverbindungen zwischen den Terminals untersucht werden. In diesem Zuge ist beabsichtigt, zukünftig das Terminal B als Schengen-Terminal sowie das Terminal C als Non-Schengen Terminal zu betreiben. Ferner sind die Non-Aviation Flächen zu überplanen und der bestehende Reisemarkt neu zu ordnen. Dabei soll das bereits im Rahmen des Umbaus Terminal A weiter entwickelte Erscheinungsbild bei dem Umbau der Gebäude B und C fortgeführt werden. […]. Mit der Fortführung der Planung soll Mitte des Jahres 2016 begonnen werden. Im Zusammenhang mit den gesetzlichen Anforderungen, sowie der betrieblichen Möglichkeiten soll der Umbau des Terminals C im Zeitraum der Jahre 2018/19, sowie des Terminals B im Zeitraum 2019/20 abgeschlossen werden. Zudem sollen voraussichtlich zwei luftseitige Verbindungsgänge realisiert werden. Alle beschriebenen Maßnahmen sollen im laufenden Betrieb durchgeführt werden.“[8]

Panorama des Flughafens Hannover-Langenhagen, Ansicht von Süden, 2014

Der Hannover Airport investiert weiter in die Zukunft des Standortes. Im Frühjahr 2016 begannen die Bauarbeiten zur Erneuerung der Vorfeldflächen und zur Modernisierung der Entwässerung dieser Flächen. In den kommenden zehn Jahren wird so ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag in den Erhalt und Ausbau der betrieblich notwendigen Infrastruktur fließen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Erneuerung der zum Teil über 60 Jahre alten Beton- und Asphaltflächen des Vorfeldes. Die Investitionen trägt der Hannover Airport ausschließlich aus eigenen Mitteln.

Der erste Bauabschnitt umfasst die Grunderneuerung der Vorfeldfläche zwischen Terminal A und Fracht A und besteht aus den Einzelmaßnahmen Austausch Beton und Asphalt, Anpassung der Entwässerung inklusive Leitungsbau, Markierungen der Flächen und Erstellung der Baulogistik. Baustart für diesen Projektabschnitt ist der 29. Februar 2016; er beinhaltet eine Betondeckenfläche von ca. 50.000 Quadratmetern sowie 4.500 Quadratmeter Asphalt.

Star-Alliance Terminal A

Für dieses Vorhaben wird eine Logistikfläche von 21.000 Quadratmetern eingerichtet, auf der die rund 47.000 Kubikmeter Baumaterial zum großen Teil recycelt und wieder verwertet werden. Die Großbaustelle wird von insgesamt 1.870 Metern Sicherheitszaun abgegrenzt. Die Abfluggates 1 bis 3 werden während der Bauzeit aus dem Betrieb genommen.

Das Ende des ersten Bauabschnittes und die Wiederinbetriebnahme des Vorfeldes in diesem Bereich sind für Ende Oktober dieses Jahres geplant. Für den Flugverkehr und die Passagiere werden die Arbeiten bei laufendem Betrieb voraussichtlich keine spürbaren Auswirkungen haben.

Insgesamt wird am Hannover Airport eine Fläche von ca. 150.000 Quadratmetern ausgetauscht, das entspricht der Größe von rund 21 Fußballfeldern.[9]

Aufgrund der Kampfmittelbeseitigung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die während der Bauarbeiten entdeckt wurde, verzögerte sich die Wiederinbetriebnahme. Diese war laut Planung des Flughafens ursprünglich Ende Oktober 2016 zu erwarten. Am 7. Dezember 2016 flog das erste Mal nach der Vorfelderneuerung des ersten Abschnittes ein Flugzeug von der ersten Hälfte des Terminal A, so dass die Bauarbeiten der Vorfelderneuerung offiziell am 6. Dezember 2016 vollständig beendet wurden.

Entwicklung des Flugverkehrs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1968: Lufthansa Boeing 737

Durch die zwischen 1945 und 1990 von den Siegermächten festgelegte Beschränkung des Berlin-Verkehrs zwischen Westdeutschland und West-Berlin auf die drei Luftkorridore von Hamburg, Hannover und Frankfurt am Main (Luftkorridor (Berlin)) spielte der Flughafen Hannover-Langenhagen aufgrund der kürzesten Entfernung nach West-Berlin und der höchsten Subventionierung des Flugpreises eine besondere Rolle (Hannover-Scharnier). Der Flugverkehr nach West-Berlin durfte ausschließlich von Fluggesellschaften aus Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten durchgeführt werden; in Langenhagen hatte die BEA die größte Bedeutung.

Im Jahre 1956 starteten die ersten Touristikflüge nach Mallorca und an die Costa Brava. Am 7. Oktober 1956 führte die Lufthansa auf der Strecke Hamburg-Hannover-Frankfurt die DC-3 ein. 130 Charterflüge wurden 1957 bereits von vier Reiseveranstaltern gezählt. 1965 verzeichnete der Flughafen bereits eine Million Fluggäste.

1970 nutzten zwei Millionen Fluggäste den Flughafen. Die erste regelmäßige Jumbo-Verbindung kam 1971 in Form der Boeing 747-100 der Condor, die regelmäßig die Strecke Hannover-Palma de Mallorca bediente. Auch die ersten Langstrecken wurden in den 1970er Jahren aufgenommen. So flog die Hapag-Lloyd Flug 1974 von Hannover nach Mombasa und auf die Seychellen (beide Strecken wurden mit einer Boeing 727-100 geflogen, die jeweils einen Tankstopp benötigte) und die Pan Am flog mit der Boeing 707 diverse Charterketten nach New York, Miami und San Francisco. 1978 wurden im Liniendienst Amsterdam (DLT), Berlin (British Airways), Frankfurt (Lufthansa), Kopenhagen (Lufthansa), London-Heathrow (British Airways), München (Lufthansa) und Paris-Charles de Gaulle (Lufthansa) angeflogen. In den 1980er Jahren kamen mehrere Fluggesellschaften nach Hannover zurück, die in den 1970er Jahren ihre Flugverbindungen von und nach Hannover eingestellt hatten. Dazu zählten unter anderem Pan Am, SAS, Air France und KLM.

Hapag-Lloyd begann im März 1990 mit dem Airbus A310-300 Interkontinentalflüge nach New York, Miami, Toronto, Puerto Plata und Punta Cana. Außerdem flog American Trans Air mit der Lockheed Tristar nach Fort Lauderdale und African Safari Airways mit der DC-8 nach Mombasa. Ein Großteil dieser Interkontinentalverbindungen wurde bald wieder eingestellt.

1994 wurden die ersten Langstreckenverbindungen in die GUS aufgenommen. Kazakhstan Airlines flog mit Boeing 747SP, Iljuschin Il-86 und Tupolev Tu-154 nach Almaty und Astana (damals noch Akmola), Kyrghyzstan Airlines flog mit Tupolev Tu-154 nach Bischkek und Aeroflot mit Iljuschin Il-86 nach Nowosibirsk und mit Tupolev Tu-154 nach Omsk.

1995 eröffnete die Fluggesellschaft Condor ihr neues Langstreckendrehkreuz in Hannover. Es wurden mit DC-10-30, Boeing 767-300ER und Boeing 757-200 nonstop Bridgetown, Cancun, Colombo, Phuket, Malé, Mauritius, Mombasa, Puerto Plata, Punta Cana und Sharjah angeflogen. Ein Großteil der Flüge wurde zwei Jahre später wieder eingestellt. 1997 begann die LTU mit Nonstop-Flügen nach Abu Dhabi, Colombo und Malé, die bald wieder eingestellt wurden. Im Jahr darauf nahm die neue deutsche Fluggesellschaft Britannia Airways Germany mit Boeing 767-300ER Langstreckenflüge nach Varadero und Puerto Plata auf, die nach zwei Jahren eingestellt wurden.

Im Jahre 2001 stellte Hapag-Lloyd mit den Flügen nach Punta Cana ihre letzte Langstreckenverbindung ab Hannover ein. 2003 nahm die Condor, die zu jener Zeit unter dem Namen Thomas Cook Airlines auftrat, mit einer Boeing 757-200 für zwei Jahre Nonstopflüge nach Moncton und Toronto auf.

2004 drohte die TUI, die Flugzeugflotten seiner Tochtergesellschaften Hapag-Lloyd Flug und Hapag-Lloyd Express aus Hannover abzuziehen, sollte sich der Konkurrent EasyJet am Flughafen ansiedeln. Auch Air Berlin drohte für diesen Fall mit einer Verringerung der Kapazitäten in Hannover. Letztendlich wurde EasyJet keine Genehmigung erteilt, da die TUI und Air Berlin im Gegenzug eine Verstärkung ihrer Aktivitäten auf dem Flughafen Hannover zusicherten.

Swiss Boeing 777-300ER am 15. März 2016 am Flughafen Hannover
Swiss Boeing 777-300ER am 15. März 2016 am Flughafen Hannover

Am 3. Juni 2010 landete erstmals ein Airbus A380 im Rahmen von Testflügen in Hannover.

Im Jahr 2015 bestätigte TUIfly die Medienberichte, dass die Fluggesellschaft im Rahmen eines Wetleaseabkommens ein sogenanntes Iran-Drehkreuz am Flughafen Hannover plane. Die Gesellschaft beabsichtigt demnach die Aufnahme von Strecken ab Hannover in den Golfstaat. Der Flughafen Hannover solle als Umstiegsplatz unter anderem für USA-Reisende dienen. TUIfly beabsichtigt, zunächst drei wöchentliche Umläufe aufzunehmen, jedoch habe man die Aufstockung auf zumindest tägliche Flüge bereits in Planung. Westwärts solle es entsprechende Anschlussflüge geben. Außerdem heißt es, dass die Gespräche noch andauern würden, jedoch noch keinerlei Abschluss erreicht worden sei.[10]

Im Rahmen der Einflottung des neuen Langstreckenflugzeugs Boeing 777-300ER bei Swiss schickte die Gesellschaft ihr neues Flaggschiff probehalber regelmäßig im Sommerflugplan 2016 nach Hannover, um unter anderem die Abläufe an Bord zu testen.[11]

Luftfahrtschau / ILA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fokker F-28 auf der Luftfahrtschau 1972

Von 1957 bis 1990 fand auf dem Gelände des Flughafens Hannover die Luftfahrtschau statt. Die erste Luftfahrt-Sonderschau war 1957 ein Bestandteil der Hannover-Messe. Die Luftfahrtschau entwickelte sich zu einer eigenständigen Veranstaltung mit über 200.000 Besuchern, die ab 1960 alle zwei Jahre als Deutsche Luftfahrtschau stattfand. Ab 1978 firmierte sie als Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA). Bis zu 300 Aussteller aus 30 Ländern präsentierten Neuheiten aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrt. Die ILA wurde die drittgrößte europäische Luftfahrtausstellung nach Farnborough in England und Le Bourget in Frankreich.

Auf dem Flughafen landete am 22. April 1972 zum ersten Mal eine Concorde auf deutschem Boden als die British Aircraft Corporation anlässlich der ILA den britischen Prototypen des Flugzeugs vorstellte.[12] In den frühen 1980er Jahren diente Hannover der Concorde darüber hinaus als Ausgangspunkt einiger Charterflüge.

1990 landete zur ILA in Hannover das erste Wasserstoff-Flugzeug der Welt, die Tupolew Tu-155.

Im Laufe der 1980er Jahre ergaben sich zunehmend Platzprobleme. Der Flughafen expandierte, und der reguläre Flugbetrieb durfte nicht gestört werden. Die Ausstellungsflächen mussten deshalb trotz steigender Teilnehmer- und Besucherzahlen verkleinert werden. 1990 fand die ILA daher zum letzten Mal in Hannover statt, 1992 zog sie nach Berlin-Schönefeld um.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verkehrsflughafen liegt in Langenhagen nördlich von Hannover.

Straßenanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Schwerdtfeger: Up & Away; Stahlskulptur an der Zufahrt (1988)

Die Üstra-Buslinie 470 fährt im 30-Minuten-Takt von Hannover-Stöcken über Langenhagen-Zentrum zum Flughafen. Darüber hinaus gibt es am Flughafen drei Taxenstandplätze mit einer Kapazität von zusammen ca. 100 Fahrzeugen.

Von Osten über die Bundesautobahn A 2 und von Süden über die A 7 kommend ist der Flughafen über das Kreuz Hannover-Ost und weiter der A 2 nach Westen folgend über die Bundesstraße 522 ab der Ausfahrt Hannover-Nord/Langenhagen erreichbar. Von Westen über die A 2 sowie von Norden über die A 7 kommend bietet die Bundesautobahn 352 direkten Anschluss an den Flughafen.

S-Bahnanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zusammenhang mit der zur Expo 2000 in Betrieb genommenen S-Bahn Hannover hat der Flughafen einen Schienenanschluss bekommen. Am unter dem Terminal C liegenden Bahnhof Hannover Flughafen enden die Züge der S-Bahn-Linie 5 (Hannover Flughafen – Hannover HbfHamelnPaderborn). Die Station ist ein Bahnhof der Kategorie 4.

Die S-Bahnen verkehren bis Hameln im 30-Minuten-Takt, bis Paderborn im 60-Minuten-Takt. Während der großen Messen fährt die zusätzliche S-Bahnlinie S 8 über Hauptbahnhof zum Bahnhof Hannover Messe/Laatzen. Die Fahrzeit vom Hauptbahnhof Hannover bis zum Flughafen beträgt 17 Minuten.

Die Zahl der Bahnhofsnutzer (Fahrgäste und Besucher) wurde von der Deutschen Bahn für das Jahr 2006 mit weniger als 5000 pro Tag angegeben.[13]

Flughafenanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1999 eröffnete dritte Tower
Innenansicht eines Wartebereiches im Terminal C
Terminals A und B mit dem ehemaligen Kontrollturm
Terminal C

Start- und Landebahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen besitzt drei Start- und Landebahnen. Die Nordbahn ist 3200 m lang und 45 m breit, die Anflüge sind beiderseitig für die Allwetterflugbetriebsstufe ILS CAT-IIIb zugelassen. Die Südbahn ist 2340 m lang und 45 m breit, die Anflüge allerdings nur nach Allwetterflugbetrieb ILS CAT-I zugelassen. Die kurze Mittelbahn (780 m × 22,5 m) ist für Luftfahrzeuge bis 5,7 t Gesamtgewicht ausgelegt und nur für den Sichtflug zugelassen. Damit kann der Flughafen bei fast jedem Wetter angeflogen werden. Ein generelles Nachtflugverbot gibt es nicht. Eine Zulassung für Ultraleichtflugzeuge ist vorhanden, was für einen Flughafen dieser Größe relativ selten ist. 1999 wurde der 74 m hohe dritte neue Kontrollturm der DFS in Betrieb genommen.

Terminals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Terminals A und B sowie dem 1998 in Betrieb genommenen größten Terminal C stehen 20 gläserne Fluggastbrücken zur Verfügung. Die letzte nicht gläserne Brücke wurde im November 2011 ausgetauscht. Zusätzlich gibt es 27 Abstellplätze am Rollfeldrand. 2007 wurde zwischen Terminal A und B die Airport Plaza eröffnet. Hier befinden sich auf der Abflugebene sieben Geschäfte, ein Friseur, eine Sparkassenfiliale, eine Lounge und zwei Restaurants. Auf der Ankunftsebene befinden sich sechs Autovermieter, eine Versicherung und der Parkservice. Weitere sechs Geschäfte (darunter fünf Duty-Free-Shops), drei Lounges, zehn Restaurants, Bars und Bistros, zwei Kinderparadiese und fünf Kiddieländer, die Erlebnisausstellung „Welt der Luftfahrt“, mehr als 35 Reiseveranstalter bzw. -Vermittler, eine Kapelle, ein islamischer Gebetsraum, eine Bankfiliale, Geldautomaten auf allen Ebenen, eine Spielhalle und diverse Serviceeinrichtungen befinden sich in den Terminals verteilt.

Das 1971 eröffnete Holiday Inn Airport Hotel (seit 2013 Leonardo Hotel Hannover Airport) befindet sich nördlich der Flughafenstraße. 1993 eröffnete direkt am Terminal C mit dem Maritim Airport-Hotel das zweite Hotel am Flughafen.

Im Norden des Flughafengeländes befinden sich Abfertigungsanlagen für Privat- und Sportflugzeuge (GAT-HAJ-Karl-Jatho-Terminal). Zusätzlich befindet sich neben Terminal C das kleine Terminal D. Letzteres wird von der Royal Air Force genutzt, die über den Flughafen die britischen Streitkräfte in Norddeutschland versorgt und sie von hier aus in ihre weltweiten Einsätze schickt.

Nördlich des Terminal A befindet sich das Air-Cargo-Center. Mit einem Tunnel, der unter den Rollwegen Foxtrott und Lima verläuft, ist das Air-Cargo-Center mit dem Air-Cargo-Terminal, der Nachtposthalle und dem Road-Hub von TNT Express im Westbereich des Flughafens verbunden. Regelmäßige Fracht- und Postflüge von und nach Hannover bieten Federal Express, TNT Airways, Air Berlin und TUIfly an. Ein Großteil der in Hannover abgefertigten Luftfracht wird nicht per Flugzeug, sondern per LKW zu den Zielflughäfen transportiert.

Airport-Plaza[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Terminals A und B befindet sich die Airport-Plaza, wo den Passagieren diverse Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Neben einem Edeka, ist die Fast-Food-Kette McDonalds (24 h geöffnet) ebenfalls in der Plaza zu finden. Unweit der Airport-Plaza befindet sich eine Sparkassen-Filiale, ein Friseur, eine Postannahmestelle, eine Apotheke, sowie zahlreiche Restaurants.[14]

Welt der Luftfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Welt der Luftfahrt ist eine Erlebnisausstellung am Flughafen Hannover, rundum die Fliegerei. Im Rahmen der Ausstellung besteht die Möglichkeit, einen Besuch im dortigen Flugsimulator des Airbus A320 oder Boeing 737 zu buchen bzw. ein Besuch auf der Aussichtsterrasse. Eintrittskarten können im Erlebnis-Shop erworben werden, wo zusätzlich eine vielfältige Auswahl an Fanartikel zu bestaunen sind.[15]

Hubschrauberlandeplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Polizeihubschrauberstaffel der Polizei Niedersachsen nahm am 2. Juli 1971 ihren Betrieb in Langenhagen auf. Derzeitig werden mehrere Hubschrauber der Typen MD 902 Explorer und EC 135 P2+ betrieben.[16] Die Polizeihubschrauber in Langenhagen sind 24 Stunden am Tag einsatzbereit.

Im Oktober 1995 nahm der Hubschrauber-Sonderdienst (HSD) am Flughafen den Intensivtransporthubschrauber (ITH) mit dem Funkrufnamen „Christoph Niedersachsen“ in Dienst. Der ITH ist rund um die Uhr in die deutsche Luftrettung eingebunden.

Betreiber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betreiber des Flughafens ist die Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH. Diese gehört zu 35 % der Landeshauptstadt Hannover, zu 35 % dem Land Niedersachsen (über die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft) und zu 30 % der Fraport AG. Geschäftsführer ist Raoul Hille. Die Gesellschaft erzielte 2009 einen Umsatz von 133,0 Millionen Euro. Im Jahre 2012 erzielte die GmbH einen Umsatz von 137,8 Millionen Euro und einen Fehlbetrag von 2,5 Millionen Euro.[17]

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vueling A320 am Terminal C
Terminal A Eurowings/Germanwings

Der Flughafen Hannover ist die Heimatbasis von TUIfly, Deutschlands viertgrößter Fluggesellschaft. Insgesamt werden von 30 Fluggesellschaften 129 Direktverbindungen angeboten, die die niedersächsische Landeshauptstadt vorwiegend mit den europäischen Metropolen, wie London, Paris, Amsterdam, Mailand, Moskau, Minsk, Barcelona, Brüssel, Kopenhagen und vielen Zielen im Mittelmeerraum verbinden. Darüber hinaus gibt es einige Ziele auf den kanarischen und kapverdischen Inseln, an der ägyptischen Küste des Roten Meeres, in Tunesien, in Marokko, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Kasachstan. Zur Hauptreisezeit werden die Flughäfen in Palma de Mallorca und Antalya am häufigsten angeflogen. Im deutschsprachigen Raum werden Verbindungen nach Frankfurt, München, Stuttgart, Wien, Salzburg und Zürich angeboten.

Germanwings startete ab April 2010 erstmals vom Flughafen Hannover aus und stationierte dazu drei Maschinen in der niedersächsischen Hauptstadt. Erste Ziele des Lufthansa-Biliigablegers waren unter anderem Flüge nach Stuttgart, ebenso nach London und Wien. Im Rahmen eines Codeshare-Abkommens mit Austrian Airlines bietet Germanwings/Eurowings als Zubringer Anschluss an das Drehkreuz der österreichischen Fluggesellschaft.[18]

Im Sommer 2014 baute Sun Express Deutschland das Engagement am Flughafen Hannover aus. So werden im Vollcharter insgesamt 15 Ziele angesteuert, dafür stationiert die Fluggesellschaft vor Ort ein Flugzeug.[19]

Am 5. September 2016 feierte die russische Fluggesellschaft Aeroflot ihr 10 jähriges Bestehen der Verbindung Hannover – Moskau/Sheremetyevo. Die anfangs drei wöchentlichen Starts wurden bereits zum Sommerflugplan 2007 auf eine tägliche Verbindung mit Russlands größter Fluggesellschaft erhöht. Seit dem Start der Verbindung beförderte Aeroflot auf fast 7000 Flügen knapp 700.000 Passagiere in die russische Hauptstadt[20]

Auch die britische Flybe feierte im Oktober 2016 ihr 10 jähriges Bestehen am Flughafen Hannover. In den vergangenen Jahren ist Flybe am Hannover Airport immer weiter gewachsen. Seit August werden neben den englischen Zielen Manchester und Birmingham auch Lyon und Mailand täglich direkt ab Hannover angeflogen. Im Rahmen der Lyon bzw. Mailand Verbindungen stationiert Flybe eine Maschine vom Typ Dash 8 Q400 am Flughafen Hannover.[21] (Stand November 2016)

Ab Ende Oktober 2016 nimmt Wizz Air den Flugverkehr erstmals von und nach Hannover auf.[22] Gleich fünf neue Ziele fliegt die größte Low-Cost-Fluggesellschaft in Zentral- und Osteuropa ab Hannover an: Bukarest, Skopje, Kiew, Belgrad und Budapest.

Mit dem neuen Angebot nach Malaga ab April 2017, erhöht die TUIfly die Sitzplatzkapazität im nächsten Jahr in Hannover um 11.000 zusätzliche Plätze. Damit ist der Hannover Airport im Sommer 2017 der Flughafen mit dem größten TUIfly-Angebot.[23]

Ab April 2017 wird die Norwegian Air Shuttle Hannover in ihr Streckennetz aufnehmen. Es werden Alicante, Malaga und Palma de Mallorca angeflogen.[24]

Zum Sommerflugplan 2017 verdoppelt Air Astana ihr Flugangebot nach Kostanai und bietet damit einen flexibleren Anschluss an ihr Drehkreuz in Kasachstan und weiteren Destinationen im Raum Vorderasien.

Ab April 2017 erhöht Eurowings die Präsenz am Hannover Airport und fliegt unter anderem viermal werktäglich nach Stuttgart. Die Airline bedient die Strecke mit Maschinen vom Typ Airbus A319 und A320. Für Reisende bedeutet das mehr Flexibilität und größere Sitzplatzkapazitäten. Die Verbindung Hannover – Wien stockt Eurowings zum Sommerflugplan ebenfalls auf. Die Anzahl der täglichen Flüge erhöht sich von bisher zwei auf drei. Fluggäste profitieren dann von einer komfortableren Anbindung an das Streckennetz der Austrian Airlines. Für Zuwachs sorgt die Airline auch im Touristik-Bereich. Sie beschert Reisenden ab Hannover mit Olbia auf Sardinien eine neue Urlaubsdestination. Ab Mai geht es einmal wöchentlich dorthin. Ein weiteres Highlight für Mittelmeer-Urlauber: Ab April fliegt Eurowings ebenso zweimal wöchentlich nach Faro in Portugal. Drei Mal pro Woche geht es dann außerdem nach Ibiza. Auch Thessaloniki, Heraklion und Catania wird Eurowings im Sommerhalbjahr weiter aufstocken.[25]

Verkehrszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Fluggastaufkommen Flugbewegungen Fracht
2016 5.408.814
00-0,8 %
75.711
00+0,02 %
8.285
0+15,6 %
2015 5.452.669
00+3,0 %
75.695
00-0,4 %
7.165
0+72,0 %
2014 5.291.981
00+1,1 %
76.031
00−0,04 %
4.164
0+14,8 %
2013 5.234.909
00−1,0 %
76.060
00−5,1 %
3.628
0−18,6 %
2012 5.288.327
00−1,0 %
80.139
00−0,7 %
4.457
0−20,2 %
2011 5.341.017
00+5,5 %
80.730
00+6,5 %
5.585
00+5,2 %
2010 5.060.956
00+1,8 %
75.833
00−2,4 %
5.308
0+45,4 %
2009 4.969.800
0−11,9 %
77.737
0−10,4 %
3.650
0−33,0 %
2008 5.637.965
00−0,1 %
86.798
00−1,8 %
5.448
00−3,7 %
2007 5.644.746
00−1,0 %
88.352
00+0,5 %
5.657
0+11,6 %
2006 5.699.322
00+1,1 %
87.872
00−1,2 %
5.069
0−16,3 %
2005 5.637.391
00+7,4 %
88.935
00+4,0 %
6.057
0+13,6 %
2004 5.249.176 85.459 5.330
Quelle:[1]
Verkehrsreichste Flugstrecken ab HAJ[26]
Rang Ziel Passagiere
2016
Veränderung Passagiere
2015
Starts
2016
Veränderung Starts
2015
1 SpanienSpanien Palma de Mallorca 258.546 7,43 % 240.672 1.573 8,56 % 1.449
2 DeutschlandDeutschland München 257.982 0,32 % 257.147 2.662 -1,37 % 2.699
3 TurkeiTürkei Antalya 203.871 -21,37 % 259.268 1.163 -19,29 % 1.441
4 DeutschlandDeutschland Frankfurt/Main 173.382 -0,92 % 174.985 1.977 -1,3 % 2.003
5 TurkeiTürkei Istanbul-Atatürk 134.116 7,21 % 125.092 1.092 4 % 1.050
6 OsterreichÖsterreich Wien 133.562 -4,27 % 139.516 1.306 -11,22 % 1.471
7 SchweizSchweiz Zürich 125.672 11,37 % 112.838 1.395 1,09 % 1.380
8 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London-Heathrow 100.227 0,16 % 100.062 1.041 0,19 % 1.039
9 DeutschlandDeutschland Stuttgart 97.791 -1,86 % 99.648 1.770 1,26 % 1.748
10 NiederlandeNiederlande Amsterdam 88.727 3,88 % 85.411 1.379 0,36 % 1.374
11 SpanienSpanien Las Palmas 86.157 12,72 % 76.432 492 14,15 % 431
12 SpanienSpanien Fuerteventura 80.579 6,9 % 75.379 452 7,62 % 420
13 FrankreichFrankreich Paris Charles de Gaulle 77.256 0,64 % 76.763 1.471 0 % 1.471
14 SpanienSpanien Teneriffa-Süd 60.245 31,54 % 45.800 357 31,25 % 272
15 GriechenlandGriechenland Heraklion 58.688 14,15 % 51.412 355 15,64 % 307
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)
Verkehrsreichste Flugstrecken nach Ländern ab HAJ[26]
Rang Ziel Passagiere
2016
Veränderung Passagiere
2015
Starts
2016
Veränderung Starts
2015
1 SpanienSpanien Spanien 612.771 9,47 % 559.738 3.751 8,82 % 3.447
2 DeutschlandDeutschland Deutschland 536.845 -0,77 % 541.003 13.729 2,93 % 13.338
3 TurkeiTürkei Türkei 412.553 -14,9 % 484.774 2.793 -13,13 % 3.215
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 186.277 -2,9 % 191.832 2.482 4,33 % 2.379
5 GriechenlandGriechenland Griechenland 134.999 8,42 % 124.516 850 11,55 % 762
6 OsterreichÖsterreich Österreich 134.712 -4,47 % 141.011 1.389 -9,1 % 1.528
7 SchweizSchweiz Schweiz 125.920 11,21 % 113.232 1.409 0,86 % 1.397
8 NiederlandeNiederlande Niederlande 88.856 3,89 % 85.528 1.408 0,43 % 1.402
9 FrankreichFrankreich Frankreich 82.637 6,85 % 77.339 1.661 9,64 % 1.515
10 AgyptenÄgypten Ägypten 59.691 -25,45 % 80.066 361 -22,53 % 466
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)

Fluglärm-Reduktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt erprobte am Flughafen Hannover zusammen mit TUIfly ab Juni 2013 ein Jahr lang ein Verfahren, um den Fluglärm zu reduzieren. Dabei wurde ein Anflugwinkel von 4,5° statt 3° geflogen, bis das Flugzeug noch etwa 5 km von der Landebahn entfernt war.[27][28]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albin Homeyer: Die Airport-Affäre. Dolce Vita am Flughafen Hannover. Korruption. Ein Bauunternehmer packt aus, 2. Auflage, Berlin: Bau-Partner-Verlag, 1998, ISBN 3-9806465-0-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flughafen Hannover-Langenhagen – Sammlung von Bildern
 Wikivoyage: Flughafen Hannover – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Zahlen, Daten & Fakten. Hannover-Airport.de, abgerufen am 19. Januar 2017.
  2. ADV-Monatsstatistik Dez 2012. (PDF; 100 kB), abgerufen am 5. Januar 2014
  3. Wolfgang Leonhardt: Karl Jathos erster Motorflug 1903. Books on Demand, Norderstedt 2002, ISBN 3-8311-3499-5, Seite 17
  4. a b Torsten Bachmann: Der HAWA-Werksflugplatz – Hannovers erster Zivilflughafen
  5. a b Hannoversche Allgemeine Zeitung, Beilage: Hannover Airport, 25. April 2012
  6. Osthandel. Extrem kurze Wege, in: Der Spiegel, 8/1980, S. 60.
  7. Bernd Haase: Flughafen Hannover: Schöner Warten, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 4. Juli 2014.
  8. Flughafen Hannover GmbH: Umbau Flughafenterminal B+C Hannover Airport. In: Umbau Flughafenterminal B+C Hannover Airport. Flughafen Hannover GmbH, 14. Februar 2014, abgerufen am 14. März 2014.
  9. Vorfelderneuerung. In: hannover-airport.de. 27. Oktober 2016, abgerufen am 6. November 2016.
  10. Tuifly plant Iran-Drehkreuz  – Austrian Aviation Net. In: austrianaviation.net. Abgerufen am 7. November 2016.
  11. Swiss schickt neue Boeing 777 probehalber auch nach Deutschland. In: airliners.de. (online [abgerufen am 6. November 2016]).
  12. Historische Aufnahmen vom Hannover Airport, Hannover Airport TV, abgerufen am 10. Juli 2016.
  13. DB Station&Service AG (Hrsg.): Bahnhofsentwicklungsprogramm Niedersachsen: Aktueller Stand und Konzeption 2006. Berlin 2006, S. 16, 34 (Bahnhofsentwicklungsprogramm Niedersachsen Aktueller Stand und Konzeption 2006 (Memento vom 22. Oktober 2013 im Internet Archive) [PDF]).
  14. Einkaufen. In: hannover-airport.de. 27. Oktober 2016, abgerufen am 8. November 2016.
  15. „Welt der Luftfahrt“ und Aussichtsterrasse. In: hannover-airport.de. 27. Oktober 2016, abgerufen am 8. November 2016.
  16. ZPD: Neue Polizeihubschrauber für die Polizei Niedersachsen im Anflug. In: presseportal.de. 20. August 2015, abgerufen am 28. Februar 2016.
  17. Geschäftsbericht 2012 der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH, S. 3 (PDF)
  18. Lufthansa-Ableger – Germanwings startet vom Flughafen Hannover aus. In: haz.de. Hannoversche Allgemeine Zeitung, abgerufen am 8. November 2016.
  19. Sommer 2014: Sun Express Deutschland wächst ab Hannover. In: airliners.de. (online [abgerufen am 8. November 2016]).
  20. Aeroflot und der Flughafen Hannover feiern zehnjähriges Bestehen der Verbindung Hannover – Moskau. In: hannover-airport.de. 27. Oktober 2016, abgerufen am 7. November 2016.
  21. 10 Jahre Flybe am Flughafen Hannover. In: hannover-airport.de. 27. Oktober 2016, abgerufen am 7. November 2016.
  22. Ab Ende Oktober nimmt Wizz Air den Flugverkehr von und nach Hannover auf. In: hannover-airport.de. 27. Oktober 2016, abgerufen am 7. November 2016.
  23. Homecarrier TUIfly baut das Flugangebot im Sommer 2017 weiter aus. In: hannover-airport.de. 27. Oktober 2016, abgerufen am 8. November 2016.
  24. Ab April mit Norwegian zu drei spanischen Urlaubszielen. In: hannover-airport.de. 8. Dezember 2016, abgerufen am 15. Dezember 2016.
  25. Eurowings erhöht Flugangebot. In: hannover-airport.de. 13. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017.
  26. a b Publikation - Transport & Verkehr - Luftverkehr auf Hauptverkehrsflughäfen - Statistisches Bundesamt (Destatis). Abgerufen am 8. März 2017 (deutsch).
  27. „Flüster-Anflugverfahren“ kontra Fluglärm. In: Mitteldeutsche Zeitung. 30. Juni 2013, abgerufen am 5. Oktober 2013: „Die Luftflotte der Tui-Tochter TuiFly erprobt nach eigenen Angaben ab Juli in Hannover ein sogenanntes Flüster-Anflugverfahren, bei dem die Maschinen steiler als bislang aus großer Höhe zur Landebahn schweben. Der Anflugwinkel wird von 3 auf 4,5 Grad erhöht, wie der für die rund sechsmonatige Testserie zuständige Flugkapitän, Jörn Mahringer, im dpa-Gespräch sagte.“
  28. Steile Anflüge für weniger Lärm: DLR gibt Ergebnisse bekannt, Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, 31. Oktober 2013, abgerufen am 11. Juli 2016.
  29. Unfallbericht Royal Air Force CH-47 ZA672, Aviation Safety Network WikiBase, abgerufen am 27. Februar 2016 (englisch).
  30. Unfallbericht F-27 OY-APE, Aviation Safety Network, abgerufen am 27. Februar 2016 (englisch).