Flughafen München-Riem

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flughafen München-Riem
Flughafen riem1.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDDM wurde neu vergeben an Flughafen München Franz Josef Strauß
IATA-Code MUC wurde neu vergeben an Flughafen München Franz Josef Strauß
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10 km östlich von München
Straße Bundesautobahn 94
Nahverkehr S-Bahn, Bus
Basisdaten
Eröffnung 1939
Schließung 16. Mai 1992
Betreiber Flughafen München GmbH (FMG)
Terminals 2
Passagiere 11.423.838
(1990)
Luftfracht 61.221
(1990)
Flug-
bewegungen
191.856
(1990)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
12 Mio.
Start- und Landebahnen
07R/25L 2804 m × 60 m Beton
07L/25R 814 m × 20 m Beton

i1 i3


i7 i10 i12

i14

Der Flughafen München-Riem war von 1939 bis zu seiner Schließung im Jahr 1992 der internationale Flughafen der bayerischen Landeshauptstadt München.

Bereits 1954 wurde erkannt, dass der nur zehn Kilometer von der Münchner Innenstadt gelegene Flughafen an seine Kapazitätsgrenzen stieß und nicht erweitert werden konnte. 1992 wurde der Flughafen Riem daher durch den damals neu gebauten Flughafen München „Franz Josef Strauß“ ersetzt. Die Bauten des ehemaligen Flughafens wurden mit Ausnahme des Towers und der denkmalgeschützten "Wappenhalle" weitestgehend abgerissen, heute befindet sich auf dem Areal unter anderem die Messestadt Riem mit Wohn- und Geschäftskomplexen, die Neue Messe München und der Riemer Park, der aus der Bundesgartenschau 2005 hervorgegangen ist.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen München-Riem befand sich etwa zehn Kilometer östlich vom Stadtzentrum Münchens im Stadtbezirk Trudering-Riem. Das Flughafengelände wurde tangential durch die Bundesautobahn 94 und die Bundesstraße 471 berührt, zudem führten die Straßen An der Point und Paul-Henri-Spaak-Straße zum Flughafen. Etwa einen Kilometer vom Flughafen entfernt ist der Riemer Bahnhof, der an die S-Bahn München angeschlossen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eröffnung und erste Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits kurze Zeit, nachdem der Flugplatz Oberwiesenfeld seinen Betrieb aufgenommen hatte, wurde offensichtlich, dass dieser nicht für den Flugverkehr ausreichen würde, da seine Umgebung eine Expansion unmöglich machte. 1936 wurde als Standort für den neuen Flughafen ein Platz südlich von Riem ausgewählt und mit der Planung durch den Architekten Ernst Sagebiel begonnen, der auch für die zeitgleich entstehenden Flughäfen Tempelhof, Dresden und Stuttgart verantwortlich war. 1937 war Baubeginn. Die Eröffnung war für den 1. September 1939 geplant, der Flughafen war zu dieser Zeit einer der modernsten Flughäfen der Welt. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verzögerte sich die Betriebsaufnahme jedoch noch bis zum 25. Oktober 1939, als mit einer Junkers Ju 52/3m der Lufthansa aus Berlin der erste zivile Flug durchgeführt wurde. Zu den „Besonderen Vorkommnissen“ dieser Zeit gehörte der Abflug Adolf Hitlers in seiner Führermaschine Focke-Wulf Fw 200 am 11. November 1939, also drei Tage nachdem der Attentatsversuch von Georg Elser gescheitert war.[1]

Während des Zweiten Weltkriegs fungierte München-Riem als militärischer Stützpunkt der Luftwaffe und wurde wegen seiner militärischen Funktion immer wieder Ziel von Bombenangriffen. Der zivile Luftverkehr wurde jedoch weiterhin betrieben, die einzigen am Standort vertretenen Fluggesellschaften waren Swissair und Lufthansa. Der zivile Luftverkehr endete erst am 9. April 1945, als die Flughafenanlagen bei Bombenangriffen fast vollständig zerstört wurden.[1] Nach der Besetzung durch die US-Amerikaner erhielt der Flughafen die alliierte Code-Bezeichnung Airfield R.82.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. März 1948 wurde durch das Office of Military Government for Germany und den Freistaat Bayern die Wiederaufnahme des Flugbetriebs in Riem vereinbart, als erstes Verkehrsflugzeug kam eine Douglas DC-3 der Pan American World Airways am 6. April 1948 aus London nach Riem, der damit nach dem Kriegsende der erste wieder vollständig für die zivile Luftfahrt verwendbare Flughafen in Deutschland war. Am 25. Mai 1948 entschied der Münchner Stadtrat, die Betriebsführung zu gewährleisten, worauf am 22. Juni desselben Jahres ein Vertrag mit der Office of Military Government for Germany geschlossen wurde und am 9. November 1948 die Stadt München unter Leitung des US-amerikanischen Flugadministrators Charles D. Daily tatsächlich den Flugbetrieb übernahm. Am 30. Mai 1948 verließ die United States Air Force den Flughafen. Am 6. Mai 1948 nahm nach Pan Am auch die niederländische KLM Royal Dutch Airlines den Flugbetrieb auf und steuerte von hier aus Stuttgart und Amsterdam an. Die Flughafenbetriebsgesellschaft Flughafen München-Riem GmbH wurde am 12. Oktober 1949 durch die gleichberechtigten Anteilseigner Stadt München und Freistaat Bayern gegründet, nachdem zuvor am 1. April desselben Jahres ein Vertrag zwischen der Office of Military Government und den Anteilseignern über den Betrieb des Flughafens geschlossen worden war. Zum Geschäftsführer wurde Wulf-Dieter Graf zu Castell ernannt, der diesen Posten bis 1972 innehatte. Ebenfalls in diesem Jahr nahm man einen Ausbau der Start- und Landebahn auf 1907 Meter Länge und 60 Meter Breite in Angriff, der am 22. November abgeschlossen werden konnte.[2]

1951 begann mit einem Linienflug der KLM Royal Dutch Airlines nach New York City, der mit einer Lockheed Constellation durchgeführt wurde, das Zeitalter der transatlantischen Flüge, ebenfalls wurde in diesem Jahr am 16. August die neue Empfangshalle in Betrieb genommen. Am 1. Oktober 1953 zogen erste Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika von Riem ab. Die Lufthansa nahm am 1. April 1955 den Flugbetrieb mit einem Linienflug von München-Riem nach Hamburg auf.[2]

Der Beginn des Jet-Zeitalters[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sud Aviation Caravelle der Air France, das erste Düsenverkehrsflugzeug in Riem

Im Dezember 1956 war der Flughafen München-Riem Teil einer Luftbrücke, mit der das Air Mobility Command Flüchtlinge aus Ungarn in die Vereinigten Staaten brachte. Dabei wurde unter anderem eine Lockheed Constellation des US-amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower benutzt, die auch als Air Force One fungierte. Auf BEA-Flug 609 verunglückte am 6. Februar 1958 eine Airspeed AS.57 Ambassador beim Start. Unter den 23 Toten waren auch mehrere Fußballspieler des Vereins Manchester United. Eine längere Start- und Landebahn hätte das Unglück verhindern können. Um die Verwendung von Strahlflugzeugen zu ermöglichen, war der Ausbau bereits am 4. Oktober 1957 beschlossen worden. Mit dem Bau wurde am 24. März 1958 begonnen; die Betriebsaufnahme fand am 29. Oktober 1958 statt. Noch am selben Tag landete mit einer Sud Aviation Caravelle der Air France das erste Düsenverkehrsflugzeug in München, die erste Linienflugverbindung eines Strahlflugzeugs ist die am 16. Mai 1959 aufgenommene Verbindung von Skandinavien über München in den Nahen Osten durch die SAS Scandinavian Airlines, der ebenfalls mit einer Sud Aviation Caravelle durchgeführt wurde. Am 7. Dezember desselben Jahres landete erstmals eine Boeing 707 in Riem.

Das Flugzeugunglück vom 17. Dezember 1960 war das bisher folgenreichste: nach Ausfall eines Motors beim Start streifte eine Convair C-131D Samaritan der US Air Force die Spitze des Hauptturms der Paulskirche und stürzte in der Martin-Greif-Straße auf eine vollbesetzte Straßenbahn; alle 20 Personen an Bord und 32 Personen am Boden verloren ihr Leben.[3]

1962 wurden zum ersten Mal mehr als eine Million Fluggäste im Laufe eines Jahres abgefertigt.[4] Die „Oechsle-Kommission“ begann 1963 mit der Suche nach einem neuen Standort für den Flughafen, da zum Bau neuer Start- und Landebahnen zusätzlich zu den bestehenden Einrichtungen mehrere Gemeinden im Umfeld komplett hätten umgesiedelt werden müssen. Daneben führten auch mehrere Unfälle zu dem Beschluss, einen neuen Flughafen weiter außerhalb der Stadt zu bauen und Riem zu schließen.

Im Oktober 1965 erfolgte die Inbetriebnahme einer zehn Millionen D-Mark teuren Wartungshalle für Düsenflugzeuge und die Übergabe an die Lufthansa.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 727-100 der Lufthansa in München-Riem in den 1970er-Jahren

1969 benannte sich die Flughafen München-Riem GmbH in Flughafen München GmbH um und es erfolgte ein weiterer Ausbau der Start- und Landebahn 07R/25L auf ihre endgültige Länge von 2804 m. 1971 wurde die neue Ankunftshalle in Betrieb genommen und das Fluggastaufkommen überschritt die Vier-Millionen-Grenze.

Zufahrt zum Flughafen und Hauptgebäude mit Tower 1992

In seinem letzten kompletten Betriebsjahr 1991 wurden am alten Standort 10,8 Millionen Fluggäste abgefertigt, 1992 wurde am Flughafen München die Marke von 12 Millionen Passagieren (alter und neuer Standort) überschritten. Der Flughafen München-Riem war längst an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Eine Erweiterung des Flughafens und ein effizientes Start- und Landebahnsystem war schon aus Platzgründen nicht möglich, nur durch provisorische Terminalanbauten und eine eigens für die Abfertigung von Charterflügen eingerichtete Halle konnte der Flugbetrieb bewältigt werden.

Am 17. Mai 1992 zog der komplette Flughafen über Nacht zum neu erbauten Flughafen München Franz Josef Strauß im Erdinger Moos bei Freising um. Der Flughafen München-Riem wurde am 16. Mai 1992 um 0 Uhr stillgelegt, die bisherige Flughafen-Kennung MUC/EDDM wurde auf den neuen Flughafen übertragen.

Nachnutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die denkmalgeschützte Wappenhalle umgeben von Neubauten der Messestadt Riem
Der nach Abriss der Terminal­gebäude freistehende Tower im Jahr 2006
Reste der Start- und Landebahn im Jahr 2010
Abflugschild im Jahr 2010
Inneres der Wappenhalle im Jahr 2010
Tribüne im Jahr 2010

Kulturzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beendigung des Flugbetriebs übernahmen Wolfgang Nöth und Jürgen Birr aka „Anurakta“ (Sannyas-Name), Theatron-Macher und ehemaliger Betreiber des Pulverturm-Clubs auf dem ehemaligen Alabama-Depot-Gelände, das Flughafengelände für die Zwischennutzung als Kulturzentrum.[5] In den Terminalgebäuden wurden zahlreiche Großveranstaltungen wie Konzerte und Raves abgehalten, auf der alten Start- und Landebahn Flohmärkte. Insbesondere in der Techno- und der alternativen Rockszene war der ehemalige Flughafen Riem international bekannt.

Vom 27. bis 29. August 1993 fand auf dem ehemaligen Rollfeld das dreitägige Open-Air-Festival Rock over Germany mit vielen Internationalen Stars wie Prince, Tina Turner, Rod Stewart, Chris de Burgh, Foreigner und vielen andern Künstlern statt. Zu diesem Event kamen trotz schlechten Wetters über 185.000 Fans auf das ehemalige Flughafengelände. Anhaltender Regen hatte die Wiesen abseits der befestigten Flächen derart aufgeweicht, dass die Besucher zum Teil bis zu den Knöcheln im Matsch standen. In München waren am Wochenende Gummistiefel, Regenmäntel, Regenschirme etc. so gut wie ausverkauft.

Am 1. März 1994 fand im ehemaligen Terminal 1 das letzte Konzert der Rockband Nirvana statt. Am 17. Juni 1994 eröffnete in der ehemaligen Küche der Kantine der Techno-Club Ultraschall. Im selben Jahr wurde Rock in Riem, das heutige Rock im Park, auf dem Flughafengelände veranstaltet.

Am 4. März 1995 wurde in den Hallen des Flughafens die Rave-City abgehalten. An dieser Techno-Party traten internationale DJs und Live-Acts aus verschiedenen Sparten der elektronischen Musik auf. Unter anderem Westbam, Komakino, Steve Mason, Hardsequenzer, Ravers Nature, Tanith, Mark Spoon, Paul van Dyk, Aural Float, Grooverider, Hype, Ray Keith, David Morales, Armand van Helden, u.v.m.

Das Kulturzentrum wurde im Sommer 1996 geschlossen und durch den Kunstpark Ost (der heutigen Kultfabrik) ersetzt, da das Gelände für die Messestadt Riem benötigt wurde.

Messestadt Riem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Messestadt Riem

Die Umgestaltung des Flughafengeländes zur Messestadt Riem mit Wohn-, Büro- und Geschäftseinheiten sowie dem neuen Messegelände und Grünanlagen war eines der größten städteplanerischen Projekte der Landeshauptstadt München in den ausgehenden 1990er-Jahren und im beginnenden 21. Jahrhundert.

2005 fand auf dem ehemaligen Flughafengelände die Bundesgartenschau statt.

Verbliebene Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute erinnern nur noch das denkmalgeschützte Towergebäude sowie die Wappenhalle , das ehemalige Terminalgebäude, an den Flughafen. Außerdem existiert am östlichen Ende des Riemer Parks noch ein etwa 45 mal 50 Meter großes Stück der ehemaligen Start- und Landebahn sowie im Westen die Tribüne des Flughafens und das Abflugschild . An das Unglück des BEA-Flugs 609 erinnert heute noch eine Gedenktafel . Einen Teil der Inneneinrichtung des Towers wie zum Beispiel Radarschirme sind heute im Deutschen Museum in der Luftfahrtabteilung zu sehen. Auf dem Stammgelände der Technischen Universität München sind zwei Fahrgastbrücken als Gebäudeübergang installiert. Die verbliebenen Teile des alten Flughafens sind über das ganze Areal der heutigen Messestadt verteilt und alle gut erreichbar, wenn auch teilweise schwer zu finden.

Der Tower war nach dem Abriss der benachbarten Flughafengebäude etwa zwanzig Jahre lang ein freistehendes, weitgehend ungenutztes Gebäude. 2014/15 begannen Bauarbeiten am Tower und die Errichtung eines großen Bürogebäudes unmittelbar daneben, um beide gemeinsam gewerblich zu nutzen.[6]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 22. Dezember 1956 stürzte eine Convair CV-340 der Jugoslovenski Aerotransport (Luftfahrzeugkennzeichen YU-ADA) beim Anflug auf den Flughafen nahe der Ortschaft Grub ab. Von den 30 Insassen wurden drei getötet.[7]
  • Am 6. Februar 1958 verunglückte nach einem Tankstop in München-Riem BEA-Flug 609, eine Airspeed AS.57 Ambassador (G-ALZU), die als Charterflug von Belgrad auf dem Weg nach Manchester war. Die Maschine kam bei ihrem dritten Startversuch von der Startbahn ab und ging in Flammen auf, vermutlich hatte Schneematsch auf der Startbahn das Erreichen der notwendigen Geschwindigkeit verhindert. Dabei kamen von 44 Menschen an Bord 23 ums Leben, darunter acht Fußballspieler von Manchester United.[8]
  • Am 17. Dezember 1960 streifte ein US-amerikanisches Militärflugzeug vom Typ Convair C-131D Samaritan, das vom Flughafen Riem gestartet war und wegen des Ausfalls eines Motors nicht schnell genug an Höhe gewinnen konnte, die Spitze des Hauptturms der Münchner Paulskirche und fiel an der nahegelegenen Martin-Greif-Straße auf eine Trambahn. Das Unglück forderte 52 Tote – die 20 Flugzeuginsassen und 32 Fahrgäste der Tram und Passanten.
  • Am 10. Februar 1970 kam es bei der Zwischenlandung eines El Al-Linienflugs nach London zu einem Angriff palästinensischer Attentäter. Die drei Attentäter drangen in den Transitraum ein, wo sich die Crew und die Passagiere zu dem Zeitpunkt aufhielten, und versuchten die Anwesenden in ihre Gewalt zu bekommen. Dabei kam es zu einem Kampf. Bevor die Attentäter von der Crew sowie von Passagieren überwältigt werden konnten, zündeten sie zwei Handgranaten. Dabei töteten sie einen israelischen Fluggast, Arie Katzenstein, der versucht hatte, mit seinem Körper die anderen vor der Granate zu schützen, und sie verletzten neun weitere Personen teilweise schwer. Im September wurden die Attentäter, ohne jede gerichtliche Verfolgung in Deutschland, in den arabischen Raum abgeschoben. Die bayrische Landesregierung, als Weisungsbehörde der zuständigen Staatsanwaltschaft, wurde zu dieser Zeit von Alfons Goppel geführt.[9]
  • Am 31. Juli 1982 wurden bei einem Sprengstoffanschlag in einer Vorhalle zur Abfertigung von Reisenden nach Israel sieben Menschen schwer verletzt.
  • Am 5. Februar 1987 wurde eine aus Dortmund kommende Swearingen Merlin IV der RFG - Regionalflug (D-IEWK) im Anflug bei schlechtem Wetter deutlich unter die vorgeschriebene Entscheidungshöhe geflogen. Bei dem sehr späten und tiefen Durchstarten kam es zu einer Bauchlandung. Nach etwa 300 m Rutschen kam die Maschine, nachdem das Hauptfahrwerk zusammengebrochen war, in einem schneebedeckten Feld gut 150 m von der Landebahn entfernt zum Stillstand. Alle 16 Insassen überlebten den Totalschaden.[10]
  • Am 11. August 1987 stürzte eine Piper PA-31T „Cheyenne II“ in der Nähe des Flughafens ab. Bei diesem Unglück starben insgesamt 9 Menschen.

Verkehrszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrszahlen des Flughafens München-Riem
Betriebsjahr Fluggastaufkommen Luftfracht [t] Flugbewegungen
1950 69.044 1.273 5.332
1960 794.613 7.506 50.108
1970 3.550.929 31.943 102.907
1980 6.057.997 39.091 142.032
1990 11.423.838 61.221 191.856

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Flugfeld fanden sicher 1949 und 1951 auch Motorsportveranstaltungen in Form von Flughafenrennen statt[11], wobei 1951 Hans Stuck und Fritz Riess teilnahmen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ralph D. Hildebrand, Rainer Wallbaum: Der Flughafen München. Ein Jahrhundertwerk. Leo, München 1992, ISBN 3-928935-00-3 (drei Bände).
  • Ingo Anspach: Wie im Flug. Die 50jährige Geschichte der Flughafen München GmbH. Piper, München 1999, ISBN 3-492-04071-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flughafen München-Riem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ingo Anspach: Wie im Flug. Piper, München 1999, ISBN 3-492-04071-3, S. 7.
  2. a b Ingo Anspach: Wie im Flug. Piper, München 1999, ISBN 3-492-04071-3, S. 32 und 33.
  3. Flugunfalldaten und -bericht des Unglückes vom 17. Dezember 1960 im Aviation Safety Network
  4. Ingo Anspach: Wie im Flug. Piper, München 1999, ISBN 3-492-04071-3, S. 60 und 61.
  5. Wolfgang Nöth – A Hund is er scho SCHO! (PDF-Datei; 485 kB), freshguide 12/2008.
  6. Der Tower ist verkauft. Abendzeitung, 25. Februar 2015, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  7. Unfallbericht YU-ADA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Juni 2016.
  8. Unfallbericht G-ALZU, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Juni 2016.
  9. zum Komplex Wolfgang Kraushaar: „Wann endlich beginnt bei Euch der Kampf gegen die heilige Kuh Israel?“ München 1970: über die antisemitischen Wurzeln des deutschen Terrorismus. Rowohlt, Reinbek 2013 ISBN 3-498-03411-1
  10. Unfallbericht D-IEWK, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Juni 2016.
  11. filmothek.bundesarchiv.de:
    *Welt im Film 211/1949 10. Juni 1949: "3b. München: Flugfeldrennen"
    *Welt im Film 310/1951 11. Mai 1951: "5a. München Riem: Flugplatzrennen