Flughafen Münster/Osnabrück

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Münster Osnabrück International Airport
Flughafen Muenster-Osnabrueck Logo.svg
Flughafen Münster Osnabrück, Terminal I & II
Kenndaten
ICAO-Code EDDG
IATA-Code FMO
Koordinaten
52° 8′ 5″ N, 7° 41′ 5″ O52.1346416666677.684830555555648Koordinaten: 52° 8′ 5″ N, 7° 41′ 5″ O
48 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 20 km von Münster,
30 km von Osnabrück
Straße A 1
Nahverkehr Busverbindungen nach
Osnabrück (X150)
Münster (S50, D50, R51)
Ibbenbüren (S50)
Lengerich (R51)
Basisdaten
Eröffnung 1972
Betreiber Flughafen Münster/Osnabrück GmbH
Fläche 182,5 ha
Terminals 2
Passagiere 899.595 (2014)
Luftfracht 17.098 t (2014)
Flug-
bewegungen
35.052 (2014)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
ca. 2,5 Millionen[1]
Beschäftigte ca. 1.600 (2007)
Start- und Landebahnen
07/25 2170 m × 45 m Asphalt
07/25 960 m Gras[2]

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Der Flughafen Münster/OsnabrückICAO-Code EDDG, IATA-Code FMO, Markenname Münster Osnabrück International Airport – ist ein internationaler Verkehrsflughafen in Nordrhein-Westfalen. Der IATA-Code FMO ist gleichzeitig die Abkürzung für die offizielle Bezeichnung Flughafen Münster/Osnabrück. Im Volksmund sowie in der Presse wird deswegen grundsätzlich vom FMO gesprochen. Der FMO liegt 20 km nördlich von Münster und 30 km südlich von Osnabrück auf dem Stadtgebiet von Greven.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Flughäfen in NRW

Lage[Bearbeiten]

Der Einzugsbereich des Flughafens Münster/Osnabrück, in dem über sechs Millionen Menschen leben, umfasst neben dem Münsterland das Tecklenburger Land, das nördliche Ruhrgebiet, das südwestliche Niedersachsen bis zum mittleren Emsland sowie Teile der Niederlande, Grenzregion Twente, Achterhoek (EUREGIO) und zum Teil auch Ostwestfalen-Lippe.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Als ÖPNV-Anbindung gibt es die Buslinien R51, S50 und D50 aus Münster und die Flughafenbuslinie X150 aus Osnabrück, sie verbinden die beiden namengebenden Städte mit dem Flughafen.

Außerdem ist der Flughafen Münster/Osnabrück von der Bundesautobahn 1 über die Anschlussstelle 75 (Flughafen Münster-Osnabrück) erreichbar.

Eine Eisenbahnanbindung ist geplant, der Zeitpunkt der Realisierung (falls das Projekt überhaupt realisiert wird) ist allerdings noch nicht bekannt.

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten]

Eine Boeing 737-800 der Air Berlin im Landeanflug auf die Landebahn 25.
Fluggesellschaft Ziele
Air Berlin Palma de Mallorca
AIS Airlines Stuttgart
Bulgarian Air Charter Saisonaler Charter: Varna
Corendon Airlines Antalya
Flybe
durchgeführt von Stobart Air
London-Southend
Germania Antalya, Fuerteventura, Heraklion, Kos, Las Palmas de Gran Canaria, Palma de Mallorca, Rhodos, Flughafen Teneriffa Süd, Hurghada, Korfu, Ibiza
Lufthansa Regional
durchgeführt von Lufthansa CityLine
Frankfurt, München
Ryanair Málaga
SunExpress Antalya, Izmir
Tailwind Airlines Saisonaler Charter: Antalya
Turkish Airlines Istanbul-Atatürk
Small Planet Airlines Las Palmas de Gran Canaria, Fuerteventura
Pegasus Airlines Istanbul-Sabiha Gökcen
Borajet Antalya

Flughafenanlage[Bearbeiten]

Start- und Landebahn[Bearbeiten]

Luftbild aus östlicher Richtung, im Vordergrund der Dortmund-Ems-Kanal

Nach dem Planfeststellungsverfahren von Ende 2004 durfte der Flughafen Münster/Osnabrück seine Start- und Landebahn zunächst auf 3000 Meter, und schließlich auf 3600 Meter verlängern. Die Baumaßnahme sollte im Dezember 2006 begonnen und Ende 2009 abgeschlossen werden. Die damalige Umweltministerin Bärbel Höhn (Bündnis 90/Die Grünen) meldete Ende 2004 den Eltingmühlenbach im Kreisgebiet Steinfurt als FFH-Zone, was die Ausbaupläne abbremste. Außerdem wurde gegen das Planfeststellungsverfahren u. a. vom Naturschutzbund (NABU) Klage erhoben, die im Juli 2006 vom Oberverwaltungsgericht NRW zurückgewiesen wurde. Dagegen hatte der Naturschutzbund eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht durchgesetzt, die im Juli 2009 wegen rückläufiger Passagierzahlen an das Oberverwaltungsgericht Münster zurückverwiesen wurde. Das Gericht in Münster zeigte sich Ende Mai 2011 nicht überzeugt von der Vorstellung der Flughafenbetreiber, mit der zu verlängernden Start- und Landebahn zu einem interkontinentalen Flughafen zu werden. Deshalb argumentierten die Richter, dass das öffentliche Interesse am Ausbau nicht die Schutzwürdigkeit des Naturraumes überwiege. Im November 2011 einigte sich FMO und Naturschutzbund, nun kann die Start- und Landebahn zumindest auf 3000 m verlängert werden, wenn der Eltingmühlenbach nicht mehr unter die Start- und Landebahn verlegt werden soll, sondern um sie herum geleitet wird.[3]

Für das Projekt waren bis November 2011 bereits Kosten von rund 19 Millionen Euro entstanden[4], die gesamte Ausbaustufe war ursprünglich mit rund 60 Millionen Euro veranschlagt worden.

Terminals[Bearbeiten]

Der Flughafen Münster/Osnabrück hat zwei zusammenhängende Terminals. Im Erdgeschoss sind die Check-In-Schalter sowie der Ankunftsbereich. Das erste Obergeschoss dient als Abflugbereich, dort befindet sich auch die Sicherheitskontrolle, dahinter sind die oberen Gates. Über eine Treppe können von dort aus die Gates A1 bis A9, die im Erdgeschoss des Terminal I liegen, erreicht werden. Im Erdgeschoss befindet sich die Gepäckausgabe. Zudem sind im Obergeschoss Gastronomie und einige Geschäfte angesiedelt, eine frei zugängliche Besucherterrasse ist im ersten Obergeschoss des Terminals 1.[5]

Airportpark FMO[Bearbeiten]

Wacholder und Sandweg im NSG Hüttruper Heide

Der Airportpark FMO ist ein 200 Hektar großes Gewerbegebiet für das an den Flughafen angegliederte Gewerbe, das 2004 von den Städten Münster und Greven sowie vom Kreis Steinfurt südlich des Flughafens Münster/Osnabrück ausgewiesen wurde. Da sich fast ein Jahrzehnt keine Interessenten fanden, wurden schließlich die Vorgaben gelockert, das Gewerbe musste also nicht mehr flughafenaffin sein. Erst im Frühjahr 2013 gelang so die erste größere Ansiedlung.

Das städtebauliche Strukturkonzept des Airportpark FMO berücksichtigt zwar die besonderen Belange des FFH-geschützten Eltingmühlenbachs, jedoch wurde schon im Vorfeld der Erschließung für die K1 das Naturschutzgebiet Hüttruper Heide, das zwischen dieser Stichstraße und dem Dortmund-Ems-Kanal liegt, gezielt entwertet. Peripheres Grünland des Schutzgebiets, das erst in den 1990er Jahren als Pufferzone angelegt worden war, wurde noch vor der Begutachtung umgebrochen und Kleingewässer – so genannte Blänken mit Vorkommen des Nördlichen Kammmolchs – wurden zugeschüttet. Die Planung des Airportpark FMO beinhaltet insgesamt vier Realisierungsstufen, von denen die letzte die Bebauung und weitgehende Vernichtung auch des Naturschutzgebiets vorsieht.[6]

Behördliche Dienststellen[Bearbeiten]

  • Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS)
  • Hauptzollamt Münster
  • Polizeiwache Flughafen Greven der Kreispolizeibehörde Steinfurt
  • Flugwetterwarte Münster/Osnabrück
  • Luftsicherheitsstelle FMO (Bezirksregierung Münster, Dezernat 26)
  • Luftaufsicht FMO (Bezirksregierung Münster, Dezernat 26)
  • Bundespolizei

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Am 29. September 2014 kam es am Flughafen Münster/Osnabrück zu einem Flugabbruch. Eine ATR 72/500 der Airline Flybe, welche seit Juni 2014 vom FMO aus täglich London Southend ansteuert, brach ihren Flug wegen eines Triebwerksschadens nach 15 Minuten ab. Hierbei wurde niemand verletzt.[7]

Betreiber[Bearbeiten]

Anteile der Gesellschafter
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Münster GmbH
  
35,0599 %
Kreis Steinfurt
  
30,2795 %
Stadt Osnabrück
  
17,1979 %
Stadt Greven
  
5,8896 %
Landkreis Osnabrück
  
5,0773 %
Kreis Warendorf
  
2,4392 %
Landkreis Grafschaft Bentheim
  
0,4514 %
Kreis Borken
  
0,4514 %
Kreis Coesfeld
  
0,4514 %
Landkreis Emsland
  
0,4514 %
IHK Nord Westfalen
  
0,0677 %
HWK Münster
  
0,0340 %
HWK Osnabrück-Emsland
  
0,0340 %
IHK Osnabrück-Emsland
  
0,0340 %
KvK Oost Nederland
  
0,0340 %
Quelle: fmo.de[8]

Verkehrszahlen[Bearbeiten]

Das Jahr 2000 war mit rund 1,8 Millionen Passagieren das fluggastreichste Jahr des Flughafens. Seit 2008 sanken die Fluggastzahlen zunächst leicht, ab 2011 aber deutlich. 2012 wurde die Ein-Millionen-Marke nur noch knapp erreicht[9], 2013 wurden nur noch rund 862.000 Passagiere verzeichnet[10], was einem Rückgang von rund 16 % gegenüber 2012 entspricht. 2014 stieg die Fluggastzahl wieder leicht auf 899.595[11].

Passagiere pro Jahr
Jahr Passagiere
1999
  
1,60 Mio.
2000
  
1,80 Mio.
2001
  
1,60 Mio.
2002
  
1,50 Mio.
2003
  
1,50 Mio.
2004
  
1,50 Mio.
2005
  
1,50 Mio.
2006
  
1,55 Mio.
2007
  
1,60 Mio.
2008
  
1,58 Mio.
2009
  
1,39 Mio.
2010
  
1,33 Mio.
2011
  
1,32 Mio.
2012
  
1,03 Mio.
2013
  
0,86 Mio.
2014
  
0,90 Mio.

Kritik am Flughafen[Bearbeiten]

Die Flughafenbetreiber des FMO streben seit 1994 eine Verlängerung der Start- und Landebahn an, damit Interkontinentalflüge angeboten werden können.[4] Dagegen gibt es massive Widerstände vor allem aus den Reihen des Naturschutzes, da von diesen Planungen das FFH-Gebiet des Eltingmühlenbachs tangiert wird. Das Fließgewässer hätte dazu unter der Start- und Landebahn in einem Tunnel geführt werden müssen.

Geschichte[Bearbeiten]

1954–1970[Bearbeiten]

1954 erfolgte die offizielle Zulassung des Areals als Segelfluggelände. Am 20. Dezember 1957 erhielt der Flugplatz die Zulassung als Motorlandeplatz betrieben durch die Luftfahrtvereinigung Greven. Am 21. Dezember 1966 gründen die Städte Münster, Osnabrück und Greven sowie die Landkreise Münster und Tecklenburg die Flughafen Münster/Osnabrück GmbH. Zum ersten Geschäftsführer wurde Klaus Meyer-Schwickerath, der Oberkreisdirektor des Landkreises Münster gewählt, der dieses Amt bis 1974 innehatte. Die GmbH wurde Anfang 1968 Betreiberin des Flugplatzes. Am 24. September 1968 erteilte das Land Nordrhein-Westfalen die Genehmigung für die erste Ausbaustufe. In der Folge entstanden ein Vorfeld sowie eine 2000 m lange Start- und Landebahn. Die Planierarbeiten wurden dabei im Zuge einer Übung von der Britischen Rheinarmee durchgeführt.

1971–1985[Bearbeiten]

Nach fünfjähriger Bauzeit wurde der Flughafen Münster/Osnabrück am 27. Mai 1972 offiziell eröffnet. Im Jahr 1973 fand der Start des ersten Charterflugs vom Flughafen Münster/Osnabrück nach Palma de Mallorca statt. Die Flughafenfeuerwehr erhielt 1973 ein Großtanklöschfahrzeug von Magirus-Deutz mit 12.000 Litern Wasservorrat.

Der Tower wurde 1975 in Betrieb genommen und die Luftaufsichtsbehörde bezog ihre Räumlichkeiten. Die Luftverkehrskontrolle und das Instrumentenlandesystem (ILS) ermöglichten fortan noch sicherere Starts und Landungen. Die Erklärung zum Zollflughafen erfolgte ebenfalls 1975, damit wurden „Duty-free“ sowie Frachtimport und Frachtexport ermöglicht. Die Start- und Landebahn wurde 1976 um 170 m auf eine Länge von 2.170 m verlängert.

Die erste Linienverbindung mit Düsenmaschinen erfolgte 1984 am Flughafen. Ebenfalls 1984 startete British Airways erste Berlinflüge mit der BAC 1-11.

1986–2000[Bearbeiten]

Der Flughafen Münster/Osnabrück wurde 1986 als 12. Mitglied in den Kreis der internationalen Verkehrsflughäfen der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. Die Flugzeughalle 4 wurde 1987 fertiggestellt. Der Flughafen Münster/Osnabrück wurde 1989 als zehnter Verkehrsflughafen in das Nachtflugpostnetz der Lufthansa integriert. 1990 ging ein neuer Tower in Betrieb. Eine 1200 m² große Cargohalle steht seit Herbst 1991 zur Verfügung. Verhandlungen um den Ausbau der Start- und Landebahn des Flughafens auf 3600 m begannen 1994.[4] Das von JSK geplante Terminal I[12] wurde 1995 eröffnet.

2001–2010[Bearbeiten]

Das Terminal II wurde 2001 in Betrieb genommen. Als zu groß dimensioniert kritisiert wurde es als Auslöser für die finanzielle Schräglage des Flughafens ausgemacht, wobei zu dessen Errichtung der durch die Terroranschläge am 11. September 2001 und die Weltwirtschaftskrise ab 2007 bedingte Passagierrückgang nicht absehbar war.[9]

Der Neubau einer Flugzeugswartungshalle für Air Berlin wurde Ende 2002 abgeschlossen, und der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Westfalen“ wurde vom ADAC in Dienst gestellt und am FMO stationiert. Im November 2004 wurde die Start- und Landebahn erneuert, dafür war eine viertägige Schließung des Flughafens nötig.

2005 brachte das Land Nordrhein-Westfalen das Planfeststellungsverfahren zur Verlängerung der Start- und Landebahn nach zehn Jahren zum Ende. Zwar durfte der Flughafen Münster/Osnabrück die Bahn verlängern, musste aber strenge Umweltauflagen berücksichtigen. Die Verlängerung von 2170 m auf 3600 m wurde mit etwa 120 Millionen Euro veranschlagt. Am 16. Dezember 2005 beschloss die Gesellschafterversammlung zunächst die Verlängerung auf 3000 m. Das Oberverwaltungsgericht Münster wies 2006 drei Klagen von Umweltschützern ab und erlaubte auch den Ausbau der Start- und Landebahn auf 3600 m.

Das neue Cargo-Terminal am Flughafen wurde 2007 eröffnet, im selben Jahr bezog LSG Sky Chefs das neue Catering-Gebäude. Im selben Jahr begannen die Vorarbeiten für die Erschließungsachse des Airportparks und den Autobahnanschluss.

Die angefochtene Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster vom 13. Juli 2006 wurde vom Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) Leipzig 2009 aufgehoben und zur erneuten Verhandlung an das OVG Münster zurückverwiesen.

Am 17. November 2010 wurde der Autobahnanschluss für den Airportpark eröffnet, im Mai 2011 begann dort der Bau der neuen ADAC-Luftrettungsstation „Christoph Westfalen“.[13]

ab 2011[Bearbeiten]

Ende Mai 2011 wurde der Planfeststellungsbeschluss zur Start- und Landebahnverlängerung für rechtswidrig erklärt, damit wurden die Ausbaupläne einstweilen gestoppt. Im November 2011 einigte sich FMO und Naturschutzbund darauf, die Startbahn nur auf 3000 m zu verlängern und dafür den Eltingmühlenbach umzuleiten. Am 12. Dezember 2012 wurde entschieden, dass der Flughafen von den Stadtwerken Münster in den nächsten fünf Jahren Gelder in Höhe von 9,54 Millionen Euro erhalten werde, die im Ermessen der Flughafenbetreiber auch für den Ausbau der Startbahn verwendet werden können.[14]

Ende September 2013 wurden – nachdem der Rat der Stadt Osnabrück bereits ähnlich entschieden hatte – durch den Rat der Stadt Münster als einem der großen Anteilseigner, die Modalitäten einer beträchtlichen Kapitalerhöhung beschlossen. Demnach sollen dem FMO bis 2015 insgesamt mehr als 27 Millionen Euro in drei Raten zur Verfügung gestellt werden. Die Betreibergesellschaft hat inzwischen fast 100 Millionen Euro Schulden verursacht, und das bei Verlusten im laufenden Geschäftsjahr von 10 Millionen Euro und weiterhin kontinuierlich zurückgehenden Fluggastzahlen.[15]

Zu Beginn des Jahres 2015 kam es nach Vorwürfen von FMO-Aufsichtsratsmitglied Thomas Kubendorff, Landrat des Kreises Steinfurt (CDU), gegen Gerd Stöwer, den Geschäftsführer des Flughafens, zu einer Vertrauenskrise. Stöwer habe mit bewusst unklar gehaltenen Formulierungen versucht, Entscheidungen in seinem Sinne zu beeinflussen, so der Vorwurf Kubendorffs. Stein des Anstoßes war das Entschuldungskonzept des mit rund 90 Millionen Euro hoch verschuldeten Flughafens. Die Aufsichtsratsvertreter des Kreises Steinfurt, der mit mehr als 30 % zweitgrößter Anteilseigner des FMO ist, hatten sich daher geweigert, Stöwer das Vertrauen auszusprechen.

Angesiedelte Luftfahrtunternehmen[Bearbeiten]

Executive Charter[Bearbeiten]

  • BAC (Business-Aircraft-Charter.de) Citation Mustang Betreiber

Weitere[Bearbeiten]

  • Die Hansa Luftbild Sensorik und Photogrammetrie GmbH hat hier mehrere Flugzeuge stationiert, die für Bildflüge und Flüge mit anderen Sensoren vom FMO aus eingesetzt werden.
  • aerotreff.de Flugschule am FMO GmbH
  • AIS Flight Academy
  • ASK Air Service Klausheide GmbH (Luftfahrttechnischer Betrieb)
  • Flugschule MSR
  • Flugschule TFF
  • Standort des ADAC Rettungs-/Intensivtransporthubschraubers „Christoph Westfalen“

Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes[Bearbeiten]

Der Deutsche Wetterdienst unterhält am Flughafen Münster/Osnabrück eine Wetterstation (Stationskennziffer 10315)[16], die die Klimadaten seit 1. Oktober 1989 aufzeichnet.[17] Sie ist Nachfolgerin der Station Münster, die bis 1990/1991 am Zoo der Stadt Münster beheimatet war,[18] und liegt auf einer Höhe von 47,8 m ü. NN[16]. Die höchste gemessene Temperatur betrug 37,5 ° Celsius am 19. August 2012.[19] Der niedrigste Wert wurde mit minus 21,5 ° Celsius am 2. Januar 1997 verzeichnet.[20]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flughafen Münster/Osnabrück – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Intensivtransporthubschrauber Christoph Westfalen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Flughafen Münster/Osnabrück: Zahlen/Daten/Fakten
  2. Sportflugzentrum Münster-Osnabrück: Über das Fliegen in der LFV Greven, abgerufen am 2. September 2010
  3. Allgemeine Zeitung: Einigung über FMO-Ausbau: Flughafen und Nabu: 3000 Meter kommen – Bach wird verlegt, Greven/Münster, Elmar Ries, 8. Dezember 2011
  4. a b c Westfälische Nachrichten: Verhandlungen seit 17 Jahren: Diskussion über die Zukunft des FMO, Münster, Jennifer von Glahn, 13. Oktober 2011
  5. Flughafen Münster/Osnabrück: Terminalplan
  6. Airportpark FMO: Städtebauliches Strukturkonzept: AirportPark FMO (PDF; 5,2 MB), Anlage 3 der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung über die kommunale Zusammenarbeit betreffend den AirportPark FMO
  7. http://www.noz.de/deutschland-welt/nordrhein-westfalen/artikel/510430/alarm-am-fmo-linienmaschine-bricht-flug-ab-1
  8. Flughafen Münster/Osnabrück: Gesellschafter
  9. a b Münstersche Zeitung: FMO zieht Bilanz: In diesem Jahr hatte es der Flughafen Münster/Osnabrück schwer – und hofft auf 2013, Münsterland, Michael Hagel, 8. Dezember 2012
  10. Zahlen für 2013 – 16 Prozent weniger Fluggäste am FMO, Städte: Greven, 30. Dezember 2013
  11. Wieder 50.000 Passagiere mehr am FMO, Alexander Klay, 5. Januar 2015
  12. Eintrag Flughafen bei Baukunst NRW
  13. ADAC-Luftrettung zieht um in den Airportpark am FMO, Neue Osnabrücker Zeitung, Franz-Josef Raders, 15. April 2011
  14. Münstersche Zeitung: Mehr Geld für den FMO, Münster/Politik, Münster, ueb, 14. Dezember 2012
  15. Westfälische Nachrichten: Frisches Geld für den FMO, Münster, Klaus Baumeister & Elmar Ries, 27. September 2013
  16. a b Station Münster/Osnabrück des DWD
  17. Übersicht der Stationen mit frei verfügbaren Werten des DWD
  18. Klimadiagramm für Münster auf der Webseite der Westfälische Wilhelms-Universität in Münster
  19. Absolute Höchsttemperaturen in Deutschland
  20. Absolute Tiefsttemperaturen in Deutschland