Flughafen Mogadischu

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Flughafen Mogadischu
Somalia.png
Kenndaten
ICAO-Code HCMM
IATA-Code MGQ
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 12 km südwestlich von Mogadischu
Start- und Landebahn
05/23 3150 m × 45 m Asphalt

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Der Flughafen Mogadischu, seit Juni 2007 nach dem ersten Präsidenten Somalias Aden Abdullah Osman Daar Aden Adde International Airport benannt, ist der internationale Verkehrsflughafen der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Er liegt im Südwesten der Stadt direkt an der Küste zum Indischen Ozean und verfügt über eine Start- und Landebahn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1977 wurde die durch ein palästinensisches Terrorkommando entführte Lufthansamaschine „Landshut“ (Boeing 737-200 der Lufthansa), auf dem Flughafen Mogadischu, durch die Antiterroreinheit GSG 9 befreit.

Während der UN-Mission UNOSOM (Operation Restore Hope), nach Ausbruch des somalischen Bürgerkrieges, war der Flughafen Stützpunkt der US-Marines. Danach konnte er wegen des Krieges für elf Jahre nicht benutzt werden. Die Union islamischer Gerichte, die 2006 zeitweise große Teile Somalias unter ihre Kontrolle brachte, eröffnete ihn am 15. Juli 2006 wieder. Äthiopien, das sich von der Union islamischer Gerichte bedroht fühlte, erklärte dieser am 24. Dezember 2006 den Krieg und bombardierte daraufhin den Flughafen, um das Einfliegen von Waffen oder Kämpfern aus dem Ausland zu unterbinden.

Inzwischen wurde der Flughafen mit türkischer Hilfe wieder aufgebaut und nutzbar gemacht.

Fluggesellschaften, welche den Flughafen anfliegen:

Fluglinien von und nach Deutschland gibt es derzeit nicht.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. Oktober 2015 landete ein Airbus A300B4-200F der ägyptischen Tristar Air auf einer Straße etwa 25 km westnordwestlich von Mogadischu. Die Besatzung des Frachtflugzeuges hatte zuvor mehrmals nach Sonnenuntergang erfolglos versucht, auf dem unbeleuchteten Flughafen Mogadischu zu landen. Ein Mitglied - nach anderer Quelle zwei Mitglieder - der siebenköpfigen Besatzung erlitten geringfügige Verletzungen, das 35 Jahre alte Flugzeug war nicht mehr wirtschaftlich reparierbar. Nach Angaben des Flugsicherheits-Informationsdienstes JACDEC fehlte zu diesem Zeitpunkt in Mogadischu seit Jahren eine Landebahnbeleuchtung. [4][5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Turkish Airlines begins service to Mogadishu (Somalia) on March 6, 2012 Turkish Airlines webseite (en)
  2. Flugplan Jubbah Airways (en)
  3. Flugplan nach Mogadischu (en)
  4. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Oktober 2015: Piloten landen Airbus auf der Straße, abgerufen 13. Oktober 2015
  5. JACDEC, 12. Oktober 2015: TriStar Cargo A300 made forced landing on road near Mogadishu, abgerufen 13. Oktober 2015

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]