Flughafen Palma de Mallorca

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Aeroport de Son Sant Joan
Aeropuerto de Son Sant Joan
Base Aérea de Son San Juan
Aeropuerto PMI.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LEPA, LESJ
IATA-Code PMI
Koordinaten

39° 33′ 6″ N, 2° 44′ 20″ OKoordinaten: 39° 33′ 6″ N, 2° 44′ 20″ O

8 m (26 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 8 km östlich von Palma, SpanienSpanien Spanien
Straße PM-20
Nahverkehr 1 in Richtung Stadtzentrum

21 in Richtung S'Arenal

Basisdaten
Eröffnung Vor 1921[1]
Betreiber Aena
Fläche 630 ha
Terminals 1[2]
Passagiere 29.081.446[3] (2018)
Luftfracht 10.018 t[3] (2018)
Flug-
bewegungen
220.332[3] (2018)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
34 Mio.[2]
Start- und Landebahnen
06R/24L 3000 m × 45 m Asphalt
06L/24R 3270 m × 45 m Asphalt

i1 i3


i8 i10 i12 i14

Der Flughafen Palma de Mallorca (IATA-Code: PMI; Eigenbezeichnung katalanisch Aeroport de Son Sant Joan bzw. spanisch Aeropuerto de Son San Juan, zu deutsch wörtlich Flughafen Son Sant Joan) auf der Insel Mallorca ist einer von drei internationalen Verkehrsflughäfen der Balearischen Inseln neben denen der Nachbarinseln Ibiza und Menorca. Nach einem umfangreichen Ausbau wurde der Flughafen Palma de Mallorca im Juli 1960 zum Verkehrsflughafen der Insel.[1] Er löste in dieser Funktion den Flugplatz Son Bonet ab, der 6 Kilometer nordnordwestlich liegt und bis dahin ebenfalls als Flughafen betrieben wurde.

Der Flughafen wird als Base Aérea de Son San Juan auch von der spanischen Luftwaffe genutzt. Er liegt acht Kilometer östlich der Inselhauptstadt Palma und ist nach Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat drittgrößter Flughafen Spaniens.[3]

Militärische Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Militärflugplatz ist der Flughafen Standort des Ala 49 (spanisch Flügel, ein Geschwader) mit der Escuadrón 801, die leichte Transportflugzeuge und SAR-Helikopter betreibt.

Zivile Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtgrundfläche des Flughafens beträgt 6,3 km². Die maximale Kapazität beträgt zurzeit 34 Millionen Fluggäste pro Jahr. Es können bis zu 18.000 Fluggäste pro Stunde beziehungsweise 400.000 pro Tag abgefertigt werden.[2]

Die Grundfläche der Terminals beträgt 250.733 m². Es stehen 96 Parkpositionen mit 70.000 m² für Passagierflugzeuge zur Verfügung. Davon sind 35 über Fluggastbrücken direkt mit dem Terminal verbunden. Das Frachtzentrum hat eine Fläche von 6.000 m². 7.810 Parkplätze für Kraftfahrzeuge sind vorhanden.[2]

Terminals und Gates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen besteht aus einem Terminal, das in verschiedene Module gegliedert ist.[2] Im Hauptgebäude befindet sich die Gepäckausgabe, die Ankunftslobby, die Abfluglobby mit 205 Schaltern für die Gepäckaufgabe, sowie die Passagierkontrollen und einige Geschäfte und Cafés. Die Gepäckausgabe ist in der untersten Etage untergebracht und verfügt über 16 Gepäckbänder, davon sind zwei für Nicht-EU-/Nicht-Schengen-Flüge reserviert.

Modul A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Modul A befindet sich im Norden des Flughafens und wird vorzugsweise für Nicht-EU-/Nicht-Schengen-Flüge benutzt. Es verfügt über 25 Gates, davon 10 mit einer Fluggastbrücke. Es ist das einzige Modul mit Gates auf zwei Ebenen. Während der Wintersaison sind die A-Gates in der Regel geschlossen. Modul A ist auch das einzige Modul, bei dem ankommende und abfliegende Passagiere räumlich getrennt werden. Ankommende Passagiere werden über einen separaten Gang direkt in die Gepäckausgabe geleitet.

Modul B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Modul B ist das kleinste von allen und befindet sich am nördlichen Ende des Hauptgebäudes. Hier werden nur kleine Flugzeuge abgefertigt, in der Regel fliegt Air Nostrum von diesem Modul ab. Das Modul beherbergt acht Gates, keines davon ist mit einer Fluggastbrücke ausgestattet. Es wird hauptsächlich für den Inselverkehr und Regionalverkehr genutzt.

Modul C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenansicht des Terminalgebäudes

Modul C ist das größte Modul des Flughafens mit 33 Gates und dient sämtlichen EU-Charter- und Linienflügen.

Modul D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Modul werden nahezu alle Flüge von spanischen Fluggesellschaften abgefertigt (Iberia, Vueling, Air Europa), sowie viele Linienflüge anderer Airlines. Inzwischen sind aber auch die Billig-Fluggesellschaften wie Ryanair in dieses Modul umgezogen. 19 Gates stehen hier zur Verfügung, alle Gates mit einer ungeraden Nummer besitzen keine Fluggastbrücke und sind sogenannte Busgates.

Verkehrszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Aena[3][4]
Verkehrszahlen des Aeropuerto de Palma de Mallorca 2000–2018[3][4]
Jahr Fluggastaufkommen Luftfracht (Tonnen) Flugbewegungen
2018 29.081.446 10.018 220.332
2017 27.970.656 10.191 208.788
2016 26.254.110 10.453 197.640
2015 23.745.023 11.374 178.254
2014 23.115.622 11.463 172.630
2013 22.768.032 12.237 170.140
2012 22.666.858 13.712 173.966
2011 22.726.707 15.777 180.152
2010 21.117.417 17.292 174.635
2009 21.203.041 17.086 177.502
2008 22.832.857 21.396 193.379
2007 23.228.879 22.834 197.384
2006 22.408.427 22.444 190.304
2005 21.240.736 21.026 182.028
2004 20.416.083 20.408 177.859
2003 19.185.919 19.935 168.988
2002 17.832.558 20.413 160.329
2001 19.206.964 23.069 169.603
2000 19.424.243 25.157 176.997

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1960 bis Juni 2018 kam es am Flughafen Palma de Mallorca und in seiner näheren Umgebung zu sechs Totalschäden von Flugzeugen. Dabei kamen sechs Menschen ums Leben.[5] Auszug:

  • Am 21. Juni 1964 kam es bei einer Douglas DC-3/C-47A-85-DL der spanischen TASSA (EC-AQH) nach dem Start vom Flughafen Palma de Mallorca zu Problemen mit dem linken Motor. Die Piloten kehrten um, mussten jedoch nach dem Ausfall beider Motoren 900 Meter vor der Küste notwassern. Die 28 Insassen überlebten bis auf einen Passagier.[6]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flughafen Palma de Mallorca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b History. Aena.es, abgerufen am 31. Januar 2019 (englisch).
  2. a b c d e Introduction. Aena.es, abgerufen am 31. Januar 2019 (englisch).
  3. a b c d e f Estadísticas de tráfico aéreo. Aena.es, abgerufen am 4. November 2019 (spanisch).
  4. a b Estadísticas de tráfico aéreo. Aena.es, abgerufen am 31. Januar 2019 (spanisch).
  5. Unfallstatistik Palma de Mallorca Airport, Aviation Safety Network, abgerufen am 1. Juli 2018 (englisch).
  6. Unfallbericht DC-3 EC-AQH, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 14. Februar 2019.