Flughafen Podgorica

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Aerodrom Podgorica
AerodromPodgorica.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LYPG
IATA-Code TGD
Koordinaten
42° 21′ 34″ N, 19° 15′ 7″ OKoordinaten: 42° 21′ 34″ N, 19° 15′ 7″ O
43 m (141 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 12 km südlich von Podgorica
Straße M2/E 65/E 80
Basisdaten
Eröffnung 1961[1]
Betreiber Airports of Montenegro
Passagiere 1.055.141[2] (2017)
Luftfracht 1.055 t[3] (2007)
Flug-
bewegungen
7.516[2] (2017)
Start- und Landebahnen
08/26 2178 m × 15 m Asphalt
18/36 2500 m × 45 m Asphalt

Der Flughafen Podgorica (Aerodrom Podgorica) ist nach Passagieren der kleinere der zwei montenegrinischen Flughäfen. Er wird von den montenegrinischen Streitkräften auch als Militärflugplatz genutzt und nach seiner Lage Podgorica-Golubovci genannt. Die IATA-Abkürzung lautet noch heute TGD, da die montenegrinische Hauptstadt Podgorica von 1946 bis 1992 zu Ehren des ehemaligen jugoslawischen Staatspräsidenten Josip Broz Tito den Namen Titograd trug.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flughafenbahnhof Podgorica

Der Flughafen Podgorica liegt sieben km südlich vom Stadtzentrum. Westlich des Flughafens verlaufen die Magistralni put M2, die Europastraße 65 und die Europastraße 80 auf einer gemeinsamen Trasse.

Ein Bahnhaltepunkt mit dem Namen Aerodrom (serbisch-kyrillisch Аеродром) liegt etwa einen Kilometer vom Terminal entfernt an der Bahnstrecke Belgrad–Bar. Sechs Regionalzugpaare der Relation Podgorica–Bar halten hier täglich.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild des heutigen Luftwaffenstützpunktes Podgorica, Juni 2009
US-Aufklärungsfoto nach den NATO-Luftangriffen auf den jugoslawischen Luftwaffenstützpunkt Podgorica, April 1999

In den 60er-Jahren ließ Tito den Flughafen für die jugoslawische Luftwaffe (RV i PVO) und den zivilen Luftverkehr erbauen. Die Luftwaffe bezeichnete ihren Teil als Luftwaffenstützpunkt Podgorica. Hierzu gehörte neben der Piste 08/26 auch die drei Kilometer östlich davon unter dem Hügel „Šipčanik“ verborgene Flugzeugkaverne. Die Flugzeugkaverne erhielt den Tarnnamen „Objekat Tuzi“ und war für den Betrieb von ein bis zwei Staffeln oder rund 24 Flugzeugen des Typ Soko Orao ausgelegt. Die Flugzeugkaverne ist halb-rund, 13,5 m breit, 6,5 m hoch und genau 356 m lang. Im Kosovokrieg wurde der damals jugoslawische Luftwaffenstützpunkt durch die NATO und ihre Alliierten bei der Operation Allied Force mehrmals bombardiert. Bei diesen Angriffen wurde die geringe Feldüberdeckung von lasergelenkten Bomben durchschlagen. Durch das Folgefeuer waren 24 Soko G-2 „Galeb“ und sechs Soko G-4 „Super Galeb“ zerstört und der Tunnel stark beschädigt worden. 2006 ist die Flugzeugkaverne zu einem Weinkeller umgebaut worden, da die Streitkräfte von Montenegro keinen Bedarf für die beschädigte Kaverne hatten und ihre verbliebenen Flugzeuge auf dem Zivilflugplatz betrieben. Seit Mitte Mai 2006 steht ein neues Passagier-Terminal mit acht Check-in Positionen zur Verfügung. Der Flughafen ist die Basis von Montenegro Airlines.

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Flughafen Podgorica bestehen Direktflugverbindungen nach Athen, Bari, Belgrad, Berlin, Budapest, Brüssel, Düsseldorf, Frankfurt, London, Memmingen, Moskau, Neapel, Paris, Salermo, Stockholm, Wien. (Stand: August 2017)

Verkehrszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flughafen Podgorica – Verkehrszahlen 2005–2017[2]
Jahr Fluggastaufkommen Flugbewegungen
2017 1.055.141 7.516
2016 873.278 5.957
2015 748.899 5.545
2014 699.141 5.247
2013 690.688 5.528
2012 620.097 5.560
2011 611.651 6.136
2010 651.608 6.925
2009 450.376 5.455
2008 544.907 5.883
2007 460.020 4.918
2006 381.847 3.895
2005 319.665 3.298

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Podgorica Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Podgorica Airport History. MontenegroAirports.com, abgerufen am 21. August 2018 (englisch).
  2. a b c d e Statistics. MontenegroAirports.com, abgerufen am 21. August 2018 (englisch).
  3. ACI (Memento des Originals vom 22. Februar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/aci.rgis.ch
  4. Fahrplan der Željeznica Crne Gore (PDF; 204 kB)