Aeropuerto de Sevilla

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Flughafen Sevilla)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Aeropuerto de Sevilla
Inneres der Empfangshalle
Kenndaten
ICAO-Code LEZL
IATA-Code SVQ
Koordinaten

37° 25′ 23″ N, 5° 53′ 59″ WKoordinaten: 37° 25′ 23″ N, 5° 53′ 59″ W

34 m (112 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 9 km nordöstlich von Sevilla
Straße A4 E5
Nahverkehr Bus
Basisdaten
Eröffnung 1929[1]
Betreiber Aena
Terminals 1[2]
Passagiere 6.380.483[3] (2018)
Luftfracht 12.517 t[3] (2018)
Flug-
bewegungen
57.913[3] (2018)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
6,5 Mio.[2]
Start- und Landebahn
09/27 3362 m × 45 m Asphalt

i1 i3 i5

i7 i10 i12 i14

Der Aeropuerto de Sevilla (spanisch Aeropuerto de Sevilla-San Pablo; ICAO-Code: LEZL) ist ein Verkehrsflughafen im Südwesten der iberischen Halbinsel in der Provinz Sevilla von Spanien. Der Flughafen in der Nähe von Sevilla wurde 1929 eröffnet und zuletzt im Vorfeld der Weltausstellung 1992 ausgebaut.[1] Auf der Rangliste der Flughäfen Andalusiens liegt er nach Málaga an zweiter Stelle vor Jerez, Almería, Granada-Jaén und Córdoba.[3]

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen liegt neun Kilometer nordöstlich von Sevilla und ist über die Autovia del Sur (A-4 Richtung Córdoba) angebunden. Es gibt eine regelmäßige Busverbindung (EA) zum Santa Justa-Hauptbahnhof der RENFE und zum zentral gelegenen Busbahnhof Prado de San Sebastián.[4] Mit dem Taxi erreicht man den Flughafen vom Zentrum aus in etwa 15 Minuten.

Flughafenanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Start- und Landebahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen Sevilla verfügt über eine Start- und Landebahn. Diese trägt die Kennung 09/27, ist 3362 Meter lang und 45 Meter breit.[2]

Terminals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen besteht aus einem Passagierterminal und einer Halle, in der eine Bank, ein Café und verschiedene Geschäfte untergebracht sind.[2]

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen von Sevilla wird von zahlreichen europäischen Fluggesellschaften angeflogen.[5] Ein Großteil der Passagiere wird von Billigfluggesellschaften befördert. Die wichtigsten Fluggesellschaften sind Ryanair und Vueling Airlines.

Insgesamt werden 76 verschiedene Flughäfen angeflogen.[6] Die wichtigsten Ziele waren im Jahr 2018 Barcelona, Madrid, Palma de Mallorca, Bilbao, Paris-Orly, Gran Canaria, Valencia, Teneriffa-Nord, London-Gatwick und Paris-CDG.[2]

Verkehrszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Aena[3][7]
Verkehrszahlen des Aeropuerto de Sevilla 2000–2018[3][7]
Jahr Fluggastaufkommen Luftfracht (Tonnen) Flugbewegungen
2018 6.380.483 12.517 57.913
2017 5.108.817 10.716 48.661
2016 4.625.314 6.626 45.840
2015 4.308.845 6.007 46.086
2014 3.885.434 5.668 42.379
2013 3.687.714 5.089 41.591
2012 4.292.020 4.774 48.520
2011 4.959.359 5.127 56.021
2010 4.224.718 5.467 54.499
2009 4.051.392 4.983 55.601
2008 4.392.148 6.102 65.067
2007 4.507.264 7.396 65.092
2006 3.871.785 11.583 58.576
2005 3.521.112 6.353 55.423
2004 2.678.595 5.053 44.231
2003 2.269.565 4.288 38.483
2002 2.042.068 4.629 36.124
2001 2.205.117 5.026 38.848
2000 2.116.035 6.000 38.102

Luftfahrtindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aeropuerto de Sevilla in 1946

Neben dem ehemaligen Militärflugplatz Tablada auf der anderen Seite der Stadt ist San Pablo ein Standort von Airbus.

In San Pablo wurden in der Anfangsphase des Spanischen Bürgerkriegs in Deutschland zuvor demontierte und auf dem Seeweg verschiffte zweimotorige Bomber der damals neuesten Generation der Luftwaffe (He 111, Ju 86, Do 17) montiert bevor sie auf den Einsatzflugplatz Tablada zur Versuchsbomberstaffel 88 überführt wurden.

Nach dem Krieg wurden hier, der Fertigungsstandort befand sich seinerzeit im Bereich des heutigen zivilen Terminals, durch Hispano Aviación die Bf 109 in Lizenz gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konstruierte Prof. Messerschmitt in Spanien sein zweites, nach der Me 262, in Serie produziertes Kampfflugzeuge mit Turbinenantrieb, die in San Pablo montierte Hispano Aviación HA-200. Ihr Erstflug erfolgte knapp zwei Jahrzehnte nach dem Messerschmitts meistgebauter Flugzeugtyp, die Bf 109, vom nur wenige Kilometer entfernten Tablada zu ersten Kampfeinsätzen gestartet war.

Hispano Aviación ging 1972 in der CASA auf.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entstanden im Südosten des Flughafenareals neue Endmontagelinien für die von der ehemaligen und inzwischen in der EADS (heute Airbus) aufgegangenen CASA entwickelten zweimotorigen Transportflugzeuge und die A400M Atlas.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. Mai 2015 stürzte ein Militärtransporter vom Typ Airbus A400M (Luftfahrzeugkennzeichen EC-403) kurz nach dem Start bei einem Testflug ab und zerschellte auf einem Feld 4 km nordöstlich des Flughafens.[8] Es befanden sich 6 Personen an Bord, von denen 4 starben. Das Flugzeug war zur Auslieferung an die Türkische Luftwaffe bestimmt.[9] Dem Piloten gelang es noch die Maschine auf ein freies Feld niedergehen zu lassen.[10] Kurz nach dem Unglück gab Airbus bekannt, dass vermutlich ein Problem der Triebwerkssteuersoftware in der FADEC verantwortlich für das Unglück war und schloss einen Konstruktionsfehler aus.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: San Pablo Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b History. Aena.es, abgerufen am 1. Februar 2019 (englisch).
  2. a b c d e Introduction. Aena.es, abgerufen am 6. November 2019 (englisch).
  3. a b c d e f Estadísticas de tráfico aéreo. Aena.es, abgerufen am 6. November 2019 (spanisch).
  4. Public transport. Aena.es, abgerufen am 1. Februar 2019 (englisch).
  5. Airlines. Aena.es, abgerufen am 6. November 2019 (englisch).
  6. Destinations. Aena.es, abgerufen am 6. November 2019 (englisch).
  7. a b Estadísticas de tráfico aéreo. Aena.es, abgerufen am 1. Februar 2019 (spanisch).
  8. Unfallbericht A400M EC-403 beim Aviation Safety Network, abgerufen am 2. Juli 2016 (englisch).
  9. Airbus A400M Militärflugzeug in Spanien abgestürzt. Spiegel online am 9. Mai 2015.
  10. Jaime de Garavillas: El héroe que evitó una tragedia ... ABC de Sevilla online vom 12. Mai 2015 (spanisch).
  11. Airbus-Analyse zu A400M-Absturz "Ernstes Problem in der Endmontage" abgerufen am 5. August 2015