Aeropuerto de Sevilla

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Aeropuerto de Sevilla
Inneres der Empfangshalle
Kenndaten
ICAO-Code LEZL
IATA-Code SVQ
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10 km nordöstlich von Sevilla
Basisdaten
Eröffnung 1919
Betreiber AENA
Passagiere 4.624.038 (2016)[1]
Luftfracht 6.619 t (2016)[1]
Flug-
bewegungen
45.838 (2016)[1]
Start- und Landebahn
09/27 3360 m × 45 m Asphalt

Der Aeropuerto de Sevilla (spanisch Aeropuerto de Sevilla-San Pablo; ICAO-Code: LEZL) ist ein Verkehrsflughafen im Südwesten der iberischen Halbinsel in der Provinz Sevilla von Spanien. Der Flughafen in der Nähe von Sevilla wurde 1919 eröffnet und zuletzt im Vorfeld der Weltausstellung 1992 ausgebaut. Auf der Rangliste der Flughäfen Andalusiens liegt er nach Málaga an zweiter Stelle vor Jerez, Granada-Jaén, Almeria und Córdoba.

Terminals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen besteht aus einem Terminal und einer Halle, in der eine Bank, ein Café und verschiedene Geschäfte untergebracht sind.

Fluggesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen von Sevilla wird von zahlreichen europäischen Fluggesellschaften angeflogen.

Anfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen liegt zehn Kilometer nordöstlich von Sevilla und ist über die Autovia del Sur (A-4 Richtung Córdoba) angebunden. Es gibt eine regelmäßige Busverbindung (EA) zum Santa Justa-Hauptbahnhof der RENFE und zum zentral gelegenen Busbahnhof Prado de San Sebastián. Mit dem Taxi erreicht man den Flughafen vom Zentrum aus in etwa 15 Minuten.

Passagieraufkommen seit 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Passagiere (in Tausend) 2.116 2.205 2.042 2.270 2.679 3.521 3.872 4.507 4.391 4.051 4.224 4.959 4.292 3.687 3.884

Luftfahrtindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aeropuerto de Sevilla in 1946

Neben dem ehemaligen Militärflugplatz Tablada auf der anderen Seite der Stadt ist San Pablo ein Standort von Airbus.

In San Pablo wurden in der Anfangsphase des Spanischen Bürgerkriegs in Deutschland zuvor demontierte und auf dem Seeweg verschiffte zweimotorige Bomber der damals neuesten Generation der Luftwaffe (He 111, Ju 86, Do 17) montiert bevor sie auf den Einsatzflugplatz Tablada zur Versuchsbomberstaffel 88 überführt wurden.

Nach dem Krieg wurden hier, der Fertigungsstandort befand sich seinerzeit im Bereich des heutigen zivilen Terminals, durch Hispano Aviación die Bf 109 in Lizenz gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konstruierte Prof. Messerschmitt in Spanien sein zweites, nach der Me 262, in Serie produziertes Kampfflugzeuge mit Turbinenantrieb, die in San Pablo montierte Hispano Aviación HA-200. Ihr Erstflug erfolgte knapp zwei Jahrzehnte nach dem Messerschmitts meistgebauter Flugzeugtyp, die Bf 109, vom nur wenige Kilometer entfernten Tablada zu ersten Kampfeinsätzen gestartet war.

Hispano Aviación ging 1972 in der CASA auf.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entstanden im Südosten des Flughafenareals neue Endmontagelinien für die von der ehemaligen und inzwischen in der EADS (heute Airbus) aufgegangenen CASA entwickelten zweimotorigen Transportflugzeuge und die A400M Atlas.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. Mai 2015 stürzte ein Militärtransporter vom Typ Airbus A400M (Luftfahrzeugkennzeichen EC-403) kurz nach dem Start bei einem Testflug ab und zerschellte auf einem Feld 4 km nordöstlich des Flughafens.[2] Es befanden sich 6 Personen an Bord, von denen 4 starben. Das Flugzeug war zur Auslieferung an die Türkische Luftwaffe bestimmt.[3] Dem Piloten gelang es noch die Maschine auf ein freies Feld niedergehen zu lassen.[4] Kurz nach dem Unglück gab Airbus bekannt, dass vermutlich ein Problem der Triebwerkssteuersoftware in der FADEC verantwortlich für das Unglück war und schloss einen Konstruktionsfehler aus.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c TRÁFICO DE PASAJEROS, OPERACIONES Y CARGA EN LOS AEROPUERTOS ESPAÑOLES 2016. In: aena.es. AENA, archiviert vom Original am 4. August 2017; abgerufen am 16. August 2017 (PDF; 69 KB, spanisch).
  2. Unfallbericht A400M EC-403 beim Aviation Safety Network, abgerufen am 2. Juli 2016 (englisch).
  3. Airbus A400M Militärflugzeug in Spanien abgestürzt. Spiegel online am 9. Mai 2015.
  4. Jaime de Garavillas: El héroe que evitó una tragedia ... ABC de Sevilla online vom 12. Mai 2015 (spanisch).
  5. Airbus-Analyse zu A400M-Absturz "Ernstes Problem in der Endmontage" abgerufen am 5. August 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: San Pablo Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien