Flugplatz Babenhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flugplatz Babenhausen
Flugplatz Babenhausen (Deutschland)
Red pog.svg
Kenndaten
ICAO-Code EDEF
Koordinaten
49° 57′ 11″ N, 8° 58′ 11″ OKoordinaten: 49° 57′ 11″ N, 8° 58′ 11″ O
133 m (436 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 1,6 km südöstlich von Babenhausen
Basisdaten
Eröffnung 3. Juli 1934
Betreiber Luftsport-Club Babenhausen e.V.
Start- und Landebahnen
06/24 674 m × 18 m Asphalt
06/24 980 m × 30 m Gras

i1 i3


i8 i10 i12 i14

BW

Der Flugplatz Babenhausen ist ein Sonderlandeplatz südöstlich von Babenhausen. Er wurde 1934 als MilitärflugplatzFliegerhorst Babenhausen“ von der Luftwaffe der Wehrmacht eingerichtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fliegerhorst wurde am 3. Juli 1934 eröffnet. Die Start- und Landebahn hatte einen Grasuntergrund. Im Nordosten des Fliegerhorstes befanden sich einige Baracken und Wirtschaftsgebäude. Der Fliegerhorst diente hauptsächlich der Ausbildung angehender Flugzeugführer der Luftwaffe. Dazu waren hier Segelflugzeuge stationiert. Erst 1944 kamen aktive fliegende Einheiten auf den Platz, als erste ab September 1944 die II. Gruppe des Kampfgeschwaders 53.

Die folgende Tabelle zeigt eine Auflistung aller fliegender aktiver Einheiten (ohne Schul- und Ergänzungsverbände) die hier zwischen 1939 und 1945 stationiert waren.

Von Bis Einheit[1]
September 1944 September 1944 II./KG 53 (II. Gruppe des Kampfgeschwaders 53)
September 1944 Oktober 1944 I./JG 77 (I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77)
November 1944 Dezember 1944 I./JG 11
Dezember 1944 Dezember 1944 III./JG 4
Dezember 1944 Januar 1945 I./JG 4
Februar 1945 Februar 1945 I./JG 2
Februar 1945 März 1945 Teile des JG 54

Am 25. März 1945 besetzten US-Streitkräfte den Fliegerhorst. Nachdem sich hier in der unmittelbaren Nachkriegszeit ein Kriegsgefangenenlager für Wehrmachtsangehörige befand, übernahmen die US-Streitkräfte die Kasernenanlage am 7. August 1951 als Garnison. In der Folge legten sie die Start- und Landebahn an, die heute noch genutzt wird.

Seit dem Abzug der US-Streitkräfte 2007 wird der Flugplatz nur noch zivil durch den Luftsportclub Babenhausen genutzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935-45 Germany (1937 Borders), S. 31–32, abgerufen am 10. September 2014