Flugplatz Bad Neustadt/Saale-Grasberg

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Flugplatz Bad Neustadt/Saale-Grasberg
Flugplatz Bad Neustadt/Saale-Grasberg (Bayern)
Red pog.svg
Kenndaten
ICAO-Code EDFD
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2 km südlich von Bad Neustadt
Straße A71
Basisdaten
Eröffnung 1923
Betreiber Aero-Club Bad Neustadt
Flug-
bewegungen
3000–4000
Start- und Landebahn
13/31 600 m × 15 m Asphaltbahn
Webseite
www.aeroclub-bad-neustadt.de
Luftschiff Graf Zeppelin II 1939 in Bad Neustadt
Flugplatzgelände, Blick von Westen (2011)

Der Flugplatz Bad Neustadt/Saale-Grasberg ist der Flugplatz der unterfränkischen Stadt Bad Neustadt an der Saale. Er ist im Eigentum des AERO-CLUB Bad Neustadt e. V.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz liegt zwei Kilometer südlich des historischen Stadtkernes von Bad Neustadt im Flurstück Haberkörnlein auf einer Höhe von 302 bis 306 m ü. NN[1]. Er erstreckt sich längs zum Grasberg und befindet sich größtenteils auf dem Gebiet der Gemeinde Salz. Einen Kilometer nördlich verläuft die Fränkische Saale.

Naturräumlich steigt das Gelände südöstlich zum Grabfeld hin an, nordwestlich zu der Rhön.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fliegerei wurde in Bad Neustadt bereits in den 1930er Jahren betrieben, damals am Altenberg nördlich von Bad Neustadt. Im Juni 1939 machte dort das Luftschiff Graf Zeppelin II fest.

Nach der Besetzung im April 1945 durch alliierte Truppen war den Deutschen die Fliegerei zunächst verboten.

Die Interessengemeinschaft Segelflug nahm die Fliegerei 1949 zunächst illegal wieder auf, bis nach der Aufhebung des Flugverbotes der Verein 1950 wiedergegründet werden konnte.[2] Der Verein machte sich daran, eine geeignete Stelle für einen neuen Flugplatz zu suchen und wurde am Grasberg fündig. Jedoch wurde ein regelmäßiger Flugbetrieb dort nicht genehmigt, da das Gelände zu nahe an der Innerdeutschen Grenze lag. Erst in den Jahren 1956 bis '58 kam die Geländeentwicklung allmählich in Schwung, als eine erste Flugzeughalle entstand und eine Windenstarteinrichtung beschafft wurde.[2] Um 1960 wurden das Vereinsheim und ein provisorischer Tower gebaut. 1975 erfolgte die Zulassung als Sonderlandeplatz nachdem mit Hilfe der US-Army das Rollfeld eingeebnet wurde. 1977 wurde die Schleppstrecke auf 750 m nochmals verlängert, sowie 1978 der Tower erneuert.[2] Seither wurden die Einrichtungen stets erweitert und modernisiert, sowie das Rollfeld auf einer Fläche von 660 × 15 m asphaltiert. Eine Teilfläche von 600 × 15 m ist als Landebahn gekennzeichnet.

Flugplatz und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz ist ein Sonderlandeplatz für Luftfahrzeuge aller Art bis 2000 kg MTOW sowie für Hubschrauber bis 5700 kg und hat keine geregelten Betriebszeiten. Der Betreiber ist der Aero-Club Bad Neustadt e. V. Eine Landung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich (PPR). Der Platz hat die ICAO-Kennung EDFD.

Es besteht ein Wirtschaftsgebäude, ein Tower (GE 121.215 MHz), mehrere Hangars und ein Clubheim. Es gibt eine Windenstarteinrichtung und Tankmöglichkeiten.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 17. Juli 2001 havarierte ein Segelflugzeug Schneider LS3 beim Landeanflug in einem Hang. Das Flugzeug wurde zerstört, der Pilot schwer verletzt.[3]:11
  • Am 25. April 2014 verunglückte eine Cessna 172 beim Landeanflug. Die Maschine wurde schwer beschädigt und die vier Insassen leicht verletzt.[4][5][6]:15

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gemeindestraße erschließt den Flugplatz über die ST 2445 / B 279 zu der vier Kilometer östlich verlaufenden Bundesautobahn 71 hin. Der ÖPNV bedient den Flugplatz nicht direkt, aber im Ort verkehrt ein Stadtbus, der zum Bahnhof Bad Neustadt anschließt. Dort besteht eine Zustiegsmöglichkeit zu dem Mainfranken-Thüringen-Express.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flugplatz Flugplatz Bad Neustadt/Saale-Grasberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EDFD bei BayernAtlas
  2. a b c Chronik des Aero Club Bad Neustadt
  3. BFU-Mitteilung von Juli 2001 (.pdf)
  4. Pressebericht Focus online
  5. Pressebericht Rhön- und Saalepost
  6. BFU-Bericht von April 2014 (.pdf)