Flugplatz Halle-Nietleben

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Flugplatz Halle-Nietleben
Flugzeughalle auf dem Flugplatz Halle-Nietleben
Kenndaten
Koordinaten

51° 29′ 30″ N, 11° 55′ 34″ OKoordinaten: 51° 29′ 30″ N, 11° 55′ 34″ O

Verkehrsanbindung
Bahn Bahnhof Halle-Nietleben
Basisdaten
Eröffnung 4. Juni 1925
Schließung 1968
Betreiber Flugverkehr Halle AG
Start- und Landebahn
Lande- und Startbahn 600 m × 600 m kreisrunde Grasfläche



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Der Flugplatz Halle-Nietleben war ein Verkehrslandeflugplatz, der später auch als Sport- und Militärflugplatz diente, in Nietleben in der Nähe von Halle (Saale).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. August 1924 fanden nicht weit vom späteren Flugplatz Halle-Nietleben die Großflugtage auf der Pferderennbahn und den Passendorfer Wiesen statt. Das gilt als Auslöser dafür, dass in Halle (Saale) ein Flugplatz errichtet wurde.

Zunächst wurde am 4. Februar 1925 die Flugverkehr Halle AG gegründet und die Stadt stellte ihr einen Bereich in der Nähe der Provinzial-Irrenanstalt Halle-Nietleben zur Verfügung, wo ein Flugplatz errichten werden sollte. Am 4. Juni 1925 landeten die ersten Flugzeuge im Zuge des Deutschland-Rundflugs. Die offizielle Eröffnung fand am 15. August 1925 statt. Ab 1926 wurden mehrere europäische Flugziele bedient.

Schon ein Jahr später wurde der Linienflugbetrieb wieder beendet, was auch mit der Neueröffnung des Flughafens Leipzig-Halle zusammen hing. Ab 1928 wurde der Flugplatz Halle-Nietleben nur noch als Sportflugplatz genutzt.

Mit der Errichtung der Heeres- und Luftwaffennachrichtenschule wurde der Flugplatz Halle-Nietleben 1935 für die Öffentlichkeit geschlossen und bis 1945 von der Wehrmacht als Militärflugplatz genutzt.

Das Areal ging 1948 zur Gesellschaft für Sport und Technik über und wurde ab 1952 wieder aktiv als Sportflugplatz genutzt. Er diente der Gesellschaft für Sport und Technik als Ausbildungsort für Segel-, Motorflugpiloten und Fallschirmspringer. Mit dem Baubeginn von Halle-Neustadt 1964 sollte der Flugplatz Halle-Nietleben überbaut werden. Bis 1968 wurde der Flugplatz Halle-Nietleben noch genutzt.[2]

Zivile Nutzung und Linienflüge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das später gebaute kleine Terminal für die Flugabfertigung

Der Flugplatz Halle-Nietleben war zunächst nur als Verkehrslandeflugplatz für die zivile Nutzung geplant. Ab 1926 wurde der Flughafen von der neu gegründeten Deutschen Lufthansa angeflogen, die zuvor aus der Aero Lloyd entstanden war. Es wurden 14 europäische Linien angeboten. Ziele, wie zum Beispiel Moskau konnte man mit einem Zwischenhalt erreichen. Aufgrund der langsameren Flugzeuge zur damaligen Zeit dauerte ein Flug nach Moskau allerdings 17 Stunden. Folgende Linien existierten von 1926 bis 1927:[3]

Zwischenhalte Ziel
Gera Plauen
Kassel Dortmund
ErfurtStuttgart Zürich
Köln
Berlin
Magdeburg Hamburg
ErfurtFrankfurtMannheim Karlsruhe
Berlin
LeipzigDresdenGörlitz Breslau
Breslau Gleiwitz
Leipzig Dresden
München
Leipzig
Berlin

Neben der Passagierluftfahrt wurde der Flugplatz Halle-Nietleben auch für den Versand per Luftpost benutzt.

Militärische Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1935 bis 1945 wurde der Flugplatz Halle-Nietleben als Fliegerhorst von der Wehrmacht genutzt.

Unterstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht mit Entfernungen zu wichtigen Orten

Luftgau-Kommando III

  • Fliegerhorst-Kommandant 40./III, Halle-Nietleben

Stab Nachrichtenführer Luftgau-Kommando III, Biesenthal (bei Berlin)

  • Nachrichtenstelle Fliegerhorst-Kommandantur 40./III, Halle-Nietleben

Flughafengelände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Flughafengelände stand eine große Halle, in der Flugzeuge abgestellt werden konnten. Als Start- und Landebahn diente eine runde Grasfläche mit einem Durchmesser von 600 Metern. Es gab einen Zubringerbus aus der Stadt Halle, der Fluggäste bis an das Flugzeug fuhr, da es kein Terminal mit Sicherheitskontrollen oder Ähnlichem gab, sondern alles direkt an der Maschine gemacht wurde.

Das Flughafengelände war 4 Kilometer von der halleschen Innenstadt und 5,5 Kilometer vom Hauptbahnhof Halle entfernt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ehemalige Sportstätten in Halle. In: ehemalige-sportstaetten.de. Abgerufen am 5. August 2016.
  2. Flugplatz Nietleben. In: scheer-halle.de. Abgerufen am 5. August 2016.
  3. http://www.scheer-halle.de/hs/hs_image/flugplan_g.jpg