Flugplatz Hildesheim

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Airport Hildesheim
Edvm-logo.jpg
Tower EDVM.JPG
Kenndaten
ICAO-Code EDVM
IATA-Code ZNO
Koordinaten
52° 10′ 52″ N, 9° 56′ 49″ OKoordinaten: 52° 10′ 52″ N, 9° 56′ 49″ O
89 m (292 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 3 km nördlich von Hildesheim
Straße A 7, B 6
Nahverkehr Bus
Basisdaten
Eröffnung 1927
Betreiber Flugplatz Hildesheim Betriebs-GmbH
Fläche 50 ha
Flug-
bewegungen
58.191 (2009)
Beschäftigte 2
Start- und Landebahnen
07R/25L 1220 m × 23 m Asphalt
07L/25R 1220 m × 30 m Gras

Der Flugplatz Hildesheim ist ein deutscher Flugplatz in Hildesheim. Er ist als Verkehrslandeplatz der Klasse II klassifiziert und für Flugzeuge bis 5,7 t, Hubschrauber, Selbststartende Motorsegler, Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge, Luftschiffe, Flugmodelle und bemannte Freiballone zugelassen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz eröffnete in den 1920er Jahren und diente ab 1935 als Fliegerhorst der Luftwaffe.

Anfang April 1945 wurde der Flugplatz durch die US Army besetzt, die ihn als Airfield R.16 bezeichneten. Nach Kriegsende wurde zunächst die British Air Force of Occupation für eine kürzere Zeit Hausherr des Platzes: Hier lag im Sommer 1945 der 146. Wing (Geschwader), der mit Typhoon IB Jagdbombern ausgerüstet war.

Anschließend nutzte die Britische Rheinarmee das Kasernengelände. Während des Kalten Krieges kam es erneut zu einer Stationierung eines fliegenden Verbandes, das 1. Regiment des Army Air Corps lag hier zwischen 1973 und 1993 mit Gazelle AH1 und Lynx AH7 Hubschraubern.

Ausbau
  • 1927: Gründung des Flugplatzes
  • 1958: Gründung der Flugplatz Hildesheim GmbH (75 % Stadt Hildesheim, 25 % AeroClub Hildesheim)
  • 2000: Asphalt-Start- und Landebahn und Verkehrslandeplatz Klasse II
  • 2002: Asphalt-Rollwege
  • 2006: Nachtflug-Beleuchtung (allerdings keine Nachtflugzulassung!)
  • 2009: Betreiber: Flugplatz Hildesheim Betriebs-GmbH
  • 2010: Luftaufsichtsstelle
  • 2010: Selbstbedienungstankstelle
  • 2010: zusätzliche Gras-Start- und Landebahn

Flugbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Platz wird seit dem 1. Juli 2009 von der Flugplatz Hildesheim Betriebs-GmbH privat-wirtschaftlich betrieben. Er wird von Luftsportlern (Ultraleichtflugzeuge, Tragschraubern, Segelflugzeugen, Fallschirmspringer) und Privatfliegern sowie Geschäftsfliegern genutzt. Auch Bundeswehr, Britische Streitkräfte in Deutschland und Polizei üben regelmäßig auf diesem Platz. Der Flugbetrieb findet üblicherweise täglich zwischen 10:00 Uhr bis Sonnenuntergang, maximal jedoch 20:00 Uhr lokale Zeit statt, an Sonn- und Feiertagen dürfen jedoch keine Platzrunden geflogen werden.

Am Platz befindet sich eine der größten kommerziellen Ultraleichtflugschulen Deutschlands sowie ein Herstellungs- und Ausbildungsbetrieb für Tragschrauber sowie einer der größten Luftsportvereine Deutschlands. Aus diesem Grunde nimmt der Schulungsbetrieb vor allem im Bereich Tragschrauber einen großen Anteil ein.

Der Flugplatz war 2015 gemessen an der Anzahl der Starts und Landungen der nicht gewerblichen Luftfahrt mit über 31.000 Starts jährlich noch vor den Landeplätzen Mainz-Finthen, Oerlinghausen und Hahnweide der meist frequentierte im gesamten Bundesgebiet, dabei entfällt ein Großteil von über 22.300 Starts auf den Bereich Ultraleichtflugzeuge (inkl. der Tragschrauber).[1]

Einen separaten Helipad gibt es nicht, Hubschrauber haben daher die Asphalt-Start- und Landebahn zu benutzen.

Seit 2010 ist am Standort Hildesheim eines der zwei Flugzeuge des niedersächsischen Feuerwehr-Flugdienstes stationiert.[2]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Unterbringung von Luftfahrzeugen stehen diverse Hangars zur Verfügung. Alle gängigen Kraftstoffarten (Jet A-1, AvGas, MoGas, Dieselkraftstoff und Kerosin) können getankt werden.

Anfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz liegt am Nordrand der Stadt Hildesheim zwischen der A 7, Ausfahrt Hildesheim-Drispenstedt und der B 6. Er ist von Hildesheim aus mit innerstädtischen Buslinien zu erreichen.

Anflug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich des Platzes (5 NM) befindet sich das Drehfunkfeuer DLE (115,200 MHz). Der Platz liegt auf dem Radial 150.

Es gibt drei Platzrunden:

  • Motorflugzeuge: nördlich des Platzes in 1200 ft. Besonderheit: Der Abflug 25 und der Endanflug 07 erfolgen nicht auf Landebahn-Kurs
  • Segelflugzeuge: nördlich des Platzes in 800 ft (darf auch von Ultraleichtflugzeugen benutzt werden, wenn kein Segelflugbetrieb)
  • Ultraleichtflugzeuge: südlich des Platzes in 800 ft.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen mit Luftfahrtbezug am Platz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Airport Diner Flugplatz-Restaurant
  • Konrad Deppe Freie Tankstellen
  • AutoGyro GmbH
  • MR Flugtechnik GmbH Aircraft Maintenance
  • Tragschrauberschule Thomas Kiggen
  • Ultraleicht-Flugschule Hildesheim GmbH

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meyer-Hartmann, Hermann: Geheime Kommandosache. Die Geschichte des Hildesheimer Fliegerhorstes., Gerstenberg Gebrüder Verlag, ISBN 3-8067-8530-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flugplatz Hildesheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Publikation Luftverkehr auf allen Flugplätzen, 2015. Fachserie 8, Reihe 6.2, Abschnitt 3.2.1, veröffentlicht am 3. August 2016.
  2. Stadt Hildesheim: Die Feuerwehr kommt hoch hinaus!, abgerufen am 27. Mai 2012.