Flugplatz Kirchdorf/Inn

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Flugplatz Kirchdorf/Inn
Kirchdorf/Inn (Bayern)
Kirchdorf/Inn
Kirchdorf/Inn
Kenndaten
ICAO-Code EDNK
Koordinaten

48° 14′ 21″ N, 12° 58′ 40″ OKoordinaten: 48° 14′ 21″ N, 12° 58′ 40″ O

Höhe über MSL 347 m (1138 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 5 km südwestlich von Simbach am Inn
Straße B12
Basisdaten
Eröffnung 1963
Betreiber Fliegerclub Kirchdorf/Inn
Start- und Landebahn
04/22 670 m × 30 m Gras



i7

i11 i13

BW
BW

Der Flugplatz Kirchdorf/Inn ist der Sonderlandeplatz der niederbayerischen Gemeinde Kirchdorf am Inn. Er wird vom Fliegerclub Kirchdorf/Inn e. V. betrieben.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz liegt unmittelbar südlich des Kirchdorfer Ortsteiles Ritzing im Flurstück Ritzinger Au auf einer Höhe von 347 m ü. NN. Einen Kilometer südlich fließt der Inn.[1] Dort verläuft auch die Staatsgrenze zu Österreich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fliegerei wird in Kirchdorf seit 1951 betrieben, wobei zu Anfangs die Gelände benachbarter Vereine mit genutzt wurden. Im Sommer 1963 wurde das heutige Gelände bezogen und seither kontinuierlich zum Flugplatz ausgebaut.[2]

Flugplatz und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz ist für Luftfahrzeuge aller Art bis 3000 kg Höchstabfluggewicht (MTOW), Hubschrauber bis 5700 kg zugelassen. Das Gelände gehört der Gemeinde Kirchdorf und der Betreiber ist der Fliegerclub Kirchdorf/Inn e. V.

Es bestehen mehrere Wirtschaftsgebäude, ein Turm, drei Hangars und ein Vereinsheim. Es gibt eine Tankstelle und bei Zwischenlandungen ist ein Ölservice möglich.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 28. Oktober 2000 verlor eine auf EDNK gestartete Diamond DA20 Katana auf 100 Meter Flughöhe über Braunau am Inn das Plexiglas der Kabinenhaube. Den beiden Piloten gelang eine Notlandung.[3]:18
  • Am 1. Juli 2001 sackte eine Brditschka HB-21 bei der Landung plötzlich durch und kam hart auf, wobei das Bugfahrwerk abriss. Die Maschine wurde schwer beschädigt, der Pilot kam mit dem Schrecken davon.[4]:12
  • Am 9. April 2017 verunglückte eine auf EDNK stationierte Maschine nach einer Außenlandung in Österreich auf Privatgrund. Beim Start brach das Bugrad, das Fluggerät überschlug sich und wurde stark beschädigt. Der Pilot blieb hierbei unverletzt.[5]
  • Am 9. November 2017 zweckentfremdete eine PKW-Fahrerin nächtens das Rollfeld des Flugplatzes für ungenehmigte Rally-Fahrübungen, wobei die witterungsbedingt aufgeweichte Piste Schaden nahm. Die Nachwuchspilotin ging zunächst flüchtig.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gemeindestraße erschließt den Flugplatz zu der unmittelbar südlich verlaufenden Bundesstraße 12 hin. Der ÖPNV bedient den Flugplatz nicht direkt. Im zwei Kilometer nördlich gelegenen Ort Julbach gibt es eine Zustiegsmöglichkeit zu der Bahnstrecke Mühldorf–Simbach.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EDNK bei BayernAtlas
  2. Geschichte des Flugplatzes
  3. BFU-Unfallberichte zur Katana DV 20 (.pdf)@1@2Vorlage:Toter Link/www.versa-typo3.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. BfU-Bulletin Juli 2001, 3X151-0/01 (.pdf)
  5. Pressebericht meinbezirk.at vom 9. Juli 2017
  6. Pressebericht Neue Passauer Presse vom 21. November 2017