Flugplatz Koblenz-Winningen

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Flugplatz Koblenz-Winningen
Flugplatz Koblenz-Winningen 2011.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDRK
IATA-Code ZNV
Koordinaten

50° 19′ 31″ N, 7° 31′ 33″ OKoordinaten: 50° 19′ 31″ N, 7° 31′ 33″ O

195 m (640 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 1,5 km nordöstlich von Winningen,
7 km südwestlich von Koblenz
Straße L125
Basisdaten
Eröffnung 1971
Betreiber Flugplatz Koblenz-Winningen GmbH
Terminals 1
Start- und Landebahnen
06L/24R 1175 m × 20 m Gras
06R/24L 1175 m × 20 m Asphalt

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Karte der Flughäfen und Landeplätze in Rheinland-Pfalz und dem Saarland

Der Flugplatz Koblenz-Winningen ist ein Verkehrslandeplatz in Rheinland-Pfalz zwischen Koblenz und Winningen. Er wird von der Flugplatz Koblenz-Winningen GmbH betrieben und ist für Flugzeuge und Helikopter bis 10 Tonnen sowie für dreiachsgesteuerte UL (andere UL PPR) zugelassen. Der Flugplatz besitzt eine Gras- und eine Asphaltbahn. Auf der Grasbahn wird, vornehmlich an den Wochenenden, Segelflugbetrieb durchgeführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verkehrslandeplatz entstand als Nachfolger des Flugfeldes Koblenz-Karthause, der 1913 auf der Karthause in Koblenz eröffnet wurde.[1] Dort musste der Betrieb 1965 wegen der Erschließung eines neuen Wohngebietes eingestellt werden. Der Flugbetrieb auf dem neuen Flugplatz begann provisorisch 1970.[2] Offiziell eröffnet wurde er 1971.

Nördlich des Platzes hat die Gemeinde Winningen ein Gewerbegebiet erschlossen.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz verfügt über folgende Einrichtungen: Tankstelle mit den Treibstoffen Jet A1, AVGAS 100 LL und Super Plus, Flugzeugwartungsbetrieb, Dienstgebäude der Polizeihubschrauberstaffel, Restaurant mit Freiterrasse, Hangars.

Als Besonderheit kann die Startstrecke für gewerblichen Verkehr auf der Piste 24 durch Öffnen eines Tores von 995 m auf 1210 m verlängert werden. Dazu muss der Verkehr einer kreuzenden Straße durch rote Ampeln angehalten werden.

Ansässige Fluggesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am nordöstlichen Platzende unterhält der Aero-Club Koblenz seine Einrichtungen. Diese bestehen aus einer 1987 erstellten großen Halle mit Werkstatt und Clubräumen. Der Verein betreibt in drei Abteilungen Segel-, Ultraleicht- sowie Motorsegler- und Motorflug.

Unfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grund seiner Lage auf einem Plateau über dem Moseltal sind die Anflüge auf den Flugplatz nicht immer einfach. Bei starkem Wind stören Leeturbulenzen. 1987 verunglückte die Ju 52 der Schweiz HB-HOS. Sachschaden rund 2 Millionen, kein Personenschaden. Am 16. Juni 2003 sackte eine Christen Eagle beim Ausgleiten aus dem Seitengleitflug durch und landete so hart, dass das linke Rad abriss und das Fahrwerksbein in den Tragflügel gedrückt wurde. Der Pilot wurde leicht verletzt.[3]

Am 18. August 2006 geriet eine landende niederländische Cessna 172M nach dem ersten Bodenkontakt in eine Windböe. Die einmotorige Maschine wurde dadurch von der Landebahn gedrückt. Auf dem Gras überschlug sich das Leichtflugzeug dann und blieb auf dem Dach Liegen. Der Flugzeugführer blieb unverletzt.[4][5]

Am 21. Mai 2010 startete ein Motorsegler Schleicher ASK 16 des Aeroclubs Mülheim von dem Flughafen Winningen, die Maschine konnte keine Höhe gewinnen und stürzte nach einer misslungenen Notlandung außerhalb der Ortslage Koblenz-Güls in der Gemarkung Bisholder auf einer Wiese ab. Das Gelände befindet sich unterhalb des Flughafens Winningen. Der Pilot wurde leicht, der zweite Insasse schwer verletzt. Die Flugaufsicht in Winningen geht davon aus, dass ausgefahrene Bremsklappen zu den Problemen geführt haben.

Am 24. Mai 2010 ereignete sich nach nur 3 Tagen wieder ein Unfall. Beim Start am Winninger Flughafen ist ein Segelflugzeug wegen einer Böe zur Seite gekippt und aus etwa zehn Metern in die Tiefe gestürzt. Die Pilotin wurde nur leicht verletzt.

Am 17. Oktober 2013 stürzte kurz nach dem Start ein Ultraleichtflugzeug vom Typ Eurostar in eine Kleingartensiedlung bei Winningen. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vor 100 Jahren wurde Flugfeld eröffnet in: Rhein-Zeitung, 10. Mai 2013
  2. Geschichte des Aero-Club Koblenz (Memento des Originals vom 26. November 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aeroclub-koblenz.de.
  3. BFU Jahresbericht 2003@1@2Vorlage:Toter Link/www.bfu-web.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis..
  4. Polizeibericht des Polizeipräsidiums Koblenz (Memento des Originals vom 20. Februar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.polizei.rlp.de.
  5. BFU Jahresbericht 2006@1@2Vorlage:Toter Link/www.bfu-web.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis..
  6. Leichtflieger stürzt in Kleingartensiedlung: Zwei Tote bei Winningen in: Rhein-Zeitung, 17. Oktober 2013