Flugplatz Krefeld-Egelsberg

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Flugplatz Krefeld-Egelsberg
Krefeld-Egelsberg.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDLK
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 5 km nordöstlich von Krefeld
Straße Lilienthalweg 10
Basisdaten
Betreiber Flugplatzgemeinschaft Krefeld-Egelsberg e.V.
Start- und Landebahn
06/24 640 m × 30 m Gras

Der Flugplatz Krefeld-Egelsberg ist ein Sonderlandeplatz im Ortsteil Traar der Stadt Krefeld. Betreiber ist die am 3. Juni 1954 gegründete Flugplatzgemeinschaft Krefeld-Egelsberg e.V. In seiner heutigen Ausdehnung wurde der Verkehrslandeplatz mit einem großen Flugtag am 1. Juni 1969 in Betrieb genommen.

Die Grasbahn in Ausrichtung 060°/ 240° dient dem Motor- und Segelflugbetrieb der örtlichen Luftsportvereine. Das Bahnsystem unterscheidet zwischen der 640 m langen Motorflugbahn, einer Segelfluglandebahn und der 800 m langen Windenstartbahn. Der Flugbetrieb findet zwischen April und Oktober am Wochenende sowie in der Wochenmitte bei gutem Wetter statt.

Die Platzfrequenz, Rufname „Krefeld Info“, liegt bei 120.675 MHz.

Luftsportvereine am Flugplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aero Club Krefeld e.V. entstand im Jahr 2005 durch die Fusion des Luftsportverein Bayer Uerdingen e.V. und des Aero Club Krefeld 1950 e.V. Er zählt mit etwa 250 Mitgliedern[1] zu einem der größten Luftsportvereine in NRW.

Der Segelflugzeugpark umfasst zwei Schulungsdoppelsitzer vom Typ ASK 21 sowie einen Einsitzer vom Typ LS4-b. Für den Streckensegelflug stehen eine DG-505 sowie eine DG-1000 T Turbo als doppelsitzige Hochleistungsegler zur Verfügung. Die LS7 und LS8 mit 18 Meter Spannweite sind Einsitzer für ambitionierte Wettbewerbspiloten.

Der Motorflugzeugpark besteht aus einem Reisemotorsegler (SF25 Rotax-Falke) und einer Robin DR 400/200R.

Der Verein für Segelflug Krefeld e.V. wurde 1952 als Flugsportgruppe Becker & van Hüllen gegründet und hat etwa 100 Mitglieder, davon ca. 70 aktive.[2]

Der Segelflugzeugpark umfasst zwei doppelsitzige Segelflugzeuge vom Typ Grob G 103 „Twin III Acro“ (D-3697, D-4144) sowie drei Einsitzer (je einen Discus 2b (D-8266), einen Discus CS (D-0688) und einen Astir CS 77 (D-4825)).

Ein Motorflugzeug Robin DR 300 (D-EAEC), ein Ultraleicht-Luftsportgerät vom Typ B&F FK 9 (D-MVFS) sowie eine Startwinde runden das Inventar des Vereins für Segelflug e.V. ab.

Gastronomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das seit 1979 am Flugplatz beherbergte Restaurant „Am Flugplatz“ mit Kiosk steht während des ganzen Jahres für Gäste offen (im Sommer täglich geöffnet von 10 bis 22 Uhr).

Flugplatzfeste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zwischenkriegszeit fanden Darbietungen auf dem Egelsberg statt. Nach den Kriegsjahren fand am 19. Juli 1953 erstmals wieder ein Flugtag statt. Zu „Großflugtagen“ in den Jahren 1955, 1959, 1960 und 1962 kamen bis zu 20.000 Menschen.

Im Jahr 1969 kamen zur Einweihung des neuen Verkehrslandeplatzes „Egelsberg“ schätzungsweise 10.000 Menschen; sie sahen die nationale tschechische Kunstflugstaffel.

Am 19. August 1973 fand zum 600 jährigen Jubiläum der Stadt Krefeld ein besonders aufwändiger „Großflugtag“ statt. Mit Unterstützung der Royal Air Force wurde ein spektakuläres Programm geboten; über 50.000 Gäste sahen die Vorführung der Neunerstaffel Red Arrows.

Seitdem finden regelmäßig (alle zwei Jahre) „Tage der offenen Tür“ auf dem Flugplatz Krefeld-Egelsberg statt.

Walter und Toni Eichhorn 2009 in ihren North American T-6

Zum Flugplatzfest am 5. / 6. September 2009 kamen etwa 12.000 Menschen.

Das Flugplatzfest 2011 bot Flugshows der Royal Jordanian Falcons (vier Extra 300L im Synchron-Kunstflug) und die rumänische Kunstflugstaffel Iacarii Acrobati mit drei Jak-52.

Beim Flugplatzfest 2013 waren u.a. die Royal Jordanian Falcons und das Kunstflugduo Walter und Toni Eichhorn vertreten. Ein Sikorsky S-65 der Luftwaffe konnte besichtigt werden. Es kamen über 16.000 Menschen.

Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1975 fand vom 15. bis 17. August die erste Deutsche Segelkunstflugmeisterschaft auf dem Flugplatz Krefeld-Egelsberg statt. Der erste deutsche Meister im Segelkunstflug nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Krefelder Kunstflieger Sepp Tilling auf seiner Glasflügel H-101 Salto, der sich gegen die 18 Mitbewerber durchsetzte.

Seit 2003 findet das „Krefelder Jugendvergleichsfliegen“ jährlich im August als Ziellandewettbewerb statt. Die beiden Erstplatzierten vertreten den Krefelder Nachwuchs beim Landesausscheid Nordrhein-Westfalen.

Seit 2007 findet alljährlich im Mai mit dem „Kappes Vergleichsfliegen“ die Hinrunde der Niederrheinmeisterschaft im Streckensegelflug mit über 40 Flugzeugen auf dem Krefelder Egelsberg statt. Der Streckenflugwettbewerb wird in den drei Klassen „Große Klasse“, „Club Klasse“ und „Doppelsitzer Klasse“ ausgetragen.

2016 wird das Kappes-Vergleichsfliegen vom 5. - 8. Mai vom Aero Club Krefeld e.V. ausgerichtet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vereinsportrait des Aero Club
  2. Vereinsporträt des Vereins für Segelflug Krefeld e.V.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Vogt: Seidene Kugel und Fliegende Kiste. Eine Geschichte der Luftfahrt in Krefeld und am Niederrhein. In: Der Oberstadtdirektor (Hrsg.): Krefelder Studien 7. Druck- und Verlagshaus Enger, Willich 1993, ISBN 3-9801610-8-0, S. 267–306.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]