Flugplatz Toblach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flugplatz Toblach
Elicotteri presso eliporto di Dobbiaco.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LIVD
Koordinaten
46° 43′ 37″ N, 12° 13′ 50″ OKoordinaten: 46° 43′ 37″ N, 12° 13′ 50″ O
1240 m (4068 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 1 km südlich von Toblach
Straße SS49, SS51
Bahn Pustertalbahn
Nahverkehr Bus
Basisdaten
Eröffnung 1915
Betreiber Aeronautica Militare
Esercito Italiano
Aeroclub Toblach
Start- und Landebahn
10/28 700 m × 50 m Gras

Der Flugplatz Toblach liegt auf dem Toblacher Feld bei Toblach in Südtirol, Italien. Es handelt sich um einen kleinen Militärflugplatz, der eingeschränkt auch von der allgemeinen Luftfahrt genutzt werden kann.

Infrastruktur und Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz befindet sich im Pustertal, unmittelbar südlich von Toblach und der hier vorbeiführenden Staatsstraße 49. Er verfügt über eine in West-Ost-Richtung verlaufende 700 Meter lange und 50 Meter breite Graspiste (10/28). Im Westen sind kleinere militärische Einrichtungen mit Hangars und einem Heliport. Der Flugplatz untersteht der italienischen Luftwaffe, die hier seit 1966 ein Flugplatzkommando (Distaccamento aeroportuale “Mario Pezzi”) sowie eine Ausbildungs- und Erholungseinrichtung (Villa Irma) unterhält. Genutzt wird der Flugplatz hauptsächlich als vorgeschobener Stützpunkt einer mit Hubschraubern ausgerüsteten Heeresflieger-Einheit aus Bozen.

Seit 2006 kann der Flugplatz von Mai bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen oder nach Vereinbarung von der hier zugelassenen allgemeinen Luftfahrt mitbenutzt werden. Der örtliche Aeroclub ist für den zivilen Flugbetrieb am Platz zuständig. Im Winter dient der Flugplatz auch für Skilanglauf-Wettbewerbe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz wurde von den k.u.k. Luftfahrtruppen eingerichtet und im Ersten Weltkrieg vorübergehend auch von einer Fliegerabteilung der Bayerischen Armee genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg bemühte sich der Pilot und Unternehmer Furio Lauri um eine Wiederbelebung des Flugplatzes. Im Kalten Krieg stand wiederum die militärische Nutzung im Vordergrund. 1956 und 1957 entstanden in Toblach zwei kleine Heeresflieger-Einheiten, die jedoch 1976 vom 4. Heeresflieger-Regiment Altair in Bozen übernommen wurden. Seit dieser Zeit dient der Flugplatz Toblach nur noch als vorgeschobener Stützpunkt. 2005 beantragte der neu gegründete örtliche Luftsportverein die zivile Mitnutzung des Flugplatzes, was vom Militär und von der Luftfahrtbehörde ENAC auch genehmigt wurde.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flugplatz Toblach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien