Fokker S.14
| Fokker S.14 Machtrainer | |
|---|---|
Fokker S.14 Machtrainer in Soesterberg | |
| Typ | Strahltrainer |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | Fokker |
| Erstflug | 19. Mai 1951 |
| Produktionszeit | bis 1955 |
| Stückzahl | 21 |
Der Fokker S.14 Machtrainer war das erste in den Niederlanden gebaute sowie speziell als Schulflugzeug entworfene Strahlflugzeug.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Erstflug fand am 19. Mai 1951 statt, 1955 wurde die Produktion eingestellt. Neben dem Prototyp wurden 20 Stück für die Niederländischen Luftstreitkräfte gebaut. 1952 wollte Fairchild die Lizenzrechte erwerben, um die S.14 der US Air Force als neuer Standardstrahltrainer anzubieten; man entschied sich jedoch für die Cessna T-37. Eine geplante Produktionsaufnahme in Brasilien erfolgte auf Grund politischer Änderungen nicht. Mehrere andere Länder testeten die S.14, Bestellungen erfolgten jedoch keine.[1] Nach der Ausmusterung übernahm die niederländische Luftfahrtversuchsanstalt einige Flugzeuge.[2]
Konstruktion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Flugzeug hat ein Einziehfahrwerk. Die Strahlturbine, eine Rolls-Royce Derwent Mk.8 (S.14 Mk.I) oder Rolls-Royce Nene Mk.3 (S.14 Mk.II), ist im Rumpf mit zentralem Lufteinlauf im Bug angeordnet.[2] Das Seitenleitwerk ist ca. 15° gepfeilt, Tragflächen und Höhenleitwerk sind ungepfeilt. Die Tragflächen sind in einer leichten V-Stellung am Rumpf angebracht. Das Cockpit mit zwei nebeneinanderliegenden Sitzen hat eine Doppelsteuerung. Die Bewaffnung besteht aus zwei 20-mm-Kanonen und acht 10-kg-Bomben oder acht 75-mm-Raketen an Aufhängepunkten an den Tragflächen.[2]
Militärische Nutzer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Kenngröße | Daten S.14 Mk.I[1] |
|---|---|
| Besatzung | 2 |
| Länge | 13,30 m |
| Spannweite | 12 m |
| Höhe | 4,7 m |
| Flügelfläche | 31,80 m² |
| Flügelstreckung | 4,5 |
| Leermasse | 3765 kg |
| max. Startmasse | 5350 kg |
| Reisegeschwindigkeit | 589 km/h |
| Höchstgeschwindigkeit | 730 km/h |
| Dienstgipfelhöhe | 11.500 m |
| Reichweite | 950 km |
| Triebwerk | 1 × Rolls Royce Derwent 8 mit 15,35 kN |
Verbleib
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Insgesamt sind drei Flugzeuge in niederländischen Museen und Luftfahrtsammlungen erhalten geblieben, darunter der K-1-Prototyp und zwei Serienmaschinen.[3]
- K-1 (Prototyp, Seriennummer 6289), ausgestellt im Aviodrome bei Lelystad
- L-11 (Seriennummer 7356), ausgestellt im Nationaal Militair Museum in Soesterberg
- L-17 (Seriennummer 7362), im Besitz der Koninklijke Luchtmacht Historische Vlucht in Gilze-Rijen
Zudem war die L-18 (Seriennummer 7363) nach ihrer Außerdienststellung ursprünglich als Gate Guardian vor dem Fokker-Werk in Ypenburg erhalten geblieben, allerdings wurde sie nach dessen Schließung 1994 verschrottet.[4]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Patrick Hoeveler: Fokker S.14: Premiere für den Strahltrainer. In: Klassiker der Luftfahrt. Nr. 5. Motorpresse, 2026, ISSN 1860-0654, S. 28–32.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Beschreibung auf dutch-aviation.nl (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Air Enthusiast 2003-01, S. 56, R. Uijthoven: Twenty-one worldbeaters
- 1 2 3 Karl-Heinz Eyermann: Strahltrainer. In: Illustrierte Reihe für den Typensammler. 1. Auflage. Deutscher Militärverlag, Berlin 1971, S. 170.
- ↑ IPMS Nederland - Fokker S.14 Mach trainer. Abgerufen am 27. August 2026.
- ↑ Forgotten Jets (& Props) - A Warbirds Resource Group Site. Abgerufen am 27. August 2026.
