foodsharing.de

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foodsharing.de
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foodsharing.de
Motto „Teile Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen“
Beschreibung foodsharing ist eine Initiative, um Foodsaver und Botschaftern zu organisieren, Lebensmittel von Lebensmittelbetrieben aller Art zu retten, die Internationalisierung von foodsharing voranzubringen, Veranstaltungen zum Thema zu organisieren uvm. (1. Mai 2018)[1]
Sprachen Deutsch
Eigentümer foodsharing e. V.
Erschienen 12. Dezember 2012
Mitglieder 163.000 Foodsharer (November 2017)[2]
37.917 freiwillige Foodsaver (1. Mai 2018)[3]
Als Fairteiler umgenutzter Fahrradanhänger Leckerer Lothar in der Wittener Innenstadt

foodsharing.de ist eine Internetplattform zum Verteilen von überschüssigen Lebensmitteln in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Getragen wird sie vom Verein foodsharing e.V. und startete am 12. Dezember 2012.

Inzwischen wird foodsharing.de von 200.000 Privatpersonen[2] genutzt, um Lebensmittel zu teilen und abzuholen, die sonst entsorgt würden („Foodsharer“). Darüber hinaus organisieren sich über 40.000 ehrenamtliche Foodsaver[3] über die Plattform: Sie holen Lebensmittel bei Händlern und Produzenten ab und verteilen diese. foodsharing.de verzeichnet 566 offene Regale und Kühlschränke, sogenannte „Fair-Teiler“, an denen Lebensmittel geteilt werden können. (Stand: 1. Mai 2018)

Die Website ist ein Hauptprojekt des foodsharing e.V. im Engagement gegen Lebensmittelverschwendung. Für dieses Problem möchte der Verein durch die Website sensibilisieren. Trotz der hohen Mitgliederzahl arbeitet der foodsharing e.V. fast ausschließlich ehrenamtlich, auch die Website ist kostenlos nutzbar.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Idee für eine Plattform gegen Lebensmittelverschwendung entstand im Sommer 2011 während der Vorbereitungen zum Kinofilm Taste the Waste zwischen Regisseur Valentin Thurn und dem Leiter der Social-Media-Kampagne zum Film, Sebastian Engbrocks. Unabhängig davon entwickelten die Design-Studenten Thomas Gerling und Christian Zehnter sowie die Fernsehjournalistin Ines Rainer Anfang 2012 eine ähnliche Idee. Aus der Zusammenarbeit dieser Akteure ging das gemeinsame Projekt hervor. Das nötige Startkapital wurde von April bis Juli 2012 im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne bei Startnext gesammelt. Als Finanzierungssumme wurden 10.000 € anvisiert, zum Ende der Aktion kamen insgesamt 11.594 € von 394 Unterstützern zusammen.[5]

Am 16. November 2012 ging die Plattform in die Beta-Phase, um am 12. Dezember 2012 komplett freigeschaltet zu werden. Im Mai 2013 wurde die Plattform auch in Österreich gestartet, zunächst unter der Adresse myfoodsharing.at[6] inzwischen ist sie mit der deutschen Plattform zusammengelegt worden. Bis zum Februar 2014 konnte die deutsche Plattform knapp 35.000 aktive Benutzer vorweisen.[7]

Im Sommer 2013 erweiterten der zu dieser Zeit im Geldstreik lebende Raphael Fellmer sowie der Sozial-Informatiker Raphael Wintrich das Konzept, um auch mit Unternehmen zusammenarbeiten zu können. Raphael Fellmer startete die Freiwilligen-Initiative der „Lebensmittelretter“ in Berlin und Raphael Wintrich programmierte ehrenamtlich eine komplett neue Version der Plattform, um ein geeignetes Tool zum „Retten von Lebensmitteln“ allen Benutzern zur Verfügung zu stellen.

Am 10. Juli 2013 wurde foodsharing.de mit dem Greentec Award in der Kategorie Kommunikation ausgezeichnet.[8]

foodsharing.de erhielt den von Mensa in Deutschland gestifteten IQ-Preis 2015 für „Intelligenz zum Wohle der Allgemeinheit nutzen“.[9]

Inzwischen hat sich der Begriff Foodsharing als Teil einer sogenannten Sharing Economy international etabliert.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei foodsharing.de werden sowohl von privat zu privat Lebensmittel weitergegeben als auch gewerbliche Lebensmittel abgeholt, um sie über Lagerstellen von foodsharing.de weiterzugeben. Im privaten Bereich wird hauptsächlich über sogenannte Essenskörbe gearbeitet (Foodsharing), dieser ist ohne Einarbeitung für alle Personen offen. Für gewerbliche Abholungen (Foodsaving) sind die Absolvierung eines Quiz und drei Einführungsabholungen mit erfahreneren Foodsavern notwendig. Da die meisten Supermärkte in Handelsketten organisiert sind und somit oft für alle Filialen einheitliche Richtlinien verfolgen, tritt die Plattform direkt mit der zuständigen Management-Ebene in Kontakt. Dadurch entstehen zum Teil überregionale Zusammenarbeiten,[10] wie etwa mit der Bio Company.[11] Daneben bestehen viele lokale Kooperationen mit einzelnen Supermärkten oder Bäckereien. Diese werden meist dezentral von Mitgliedern der Community angestoßen. Für jeden Betrieb wird ein eigenes Team gebildet, das die regelmäßigen Abholungen sicherstellt und von zwei bis vier Betriebsverantwortlichen verwaltet wird. Um sich innerhalb jeder Stadt zu vernetzen, werden für jeden Stadtteil Botschafter gewählt und es finden regelmäßig Plenen statt. Auch überregional werden Treffen organisiert.

Bei foodsharing.de werden auch Lebensmittel nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit weiterverwendet, solange ein Konsum noch ohne Bedenken möglich ist. Die Foodsaver unterschreiben diesbezüglich eine Rechtsvereinbarung, die die Betriebe von der Haftung für die Weiterverwendung der Lebensmittel entbindet und die Lebensmittelretter zu einer unentgeltlichen Weitergabe verpflichtet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wikiartikel der Plattform „Hintergrund und Mission“. Abgerufen am 1. Mai 2018 (deutsch).
  2. a b Allgemeiner Pressetext über foodsharing. Abgerufen am 1. Mai 2018 (deutsch).
  3. a b Statistik auf foodsharing.de. Abgerufen am 1. Mai 2018 (deutsch).
  4. Hintergrund und Mission von foodsharing. Abgerufen am 22. Dezember 2017 (deutsch).
  5. Startnext Crowdfunding: foodsharing Projektbeschreibung zum Crowdfunding, Abgerufen: 6. Februar 2014.
  6. Food-Sharing startet auch in Österreich, Kurier, 31. Mai 2013.
  7. foodsharing.de: foodsharing.de, Abgerufen: 9. Februar 2014.
  8. Greentec_Awards: Preisträger 2013 – Ausgezeichnet in der Kategorie Kommunikation (Memento des Originals vom 6. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.greentec-awards.com, Abgerufen am 6. Februar 2014.
  9. IQ-Preis 2015 – Pressemeldung – Mensa in Deutschland (MinD). In: www.mensa.de. Abgerufen am 2. April 2016.
  10. foodsharing.de: Diese Firmen sind schon dabei! (Memento des Originals vom 16. November 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/foodsharing.de, Abgerufen am 6. Februar 2014.
  11. Bio Company: Zeichen gegen Müll, Stand: 27. August 2012, Abgerufen am 6. Februar 2014.