Ford Union

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Die Ford Union (weißrussisch: Форд-Юніён) ist ein ehemaliges Joint-Venture der Ford Motor Company, dem weißrussischen Lada-Importeur Lada-OMC und der Regierung Weißrusslands. Zur Errichtung des Werkes wurden insgesamt eine Summe von $10.000.000 aufgebracht. Damit war es das teuerste Ford-Werk Europas. Bei den Experten hingegen war der Bau des Werkes von vornherein umstritten, sodass diese letztlich sogar den Staatspräsidenten Aljaksandr Ryhorawitsch Lukaschenka am 23. Juli 1997 zu einer Pressekonferenz mit fünf strategisch ausgewählten ausländischen Journalisten zwangen. Diese Auseinandersetzungen machten das Geschehen letztlich sogar zu einem Ereignis nationaler Bedeutung. Der Vorstandsvorsitzender des Unternehmens war Alan Batty.[1][2][3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das im Jahre 1997 eröffnete Werk in Obchuk, nahe der Landeshauptstadt Minsk, war für die CKD-Montage der Fahrzeugteile ausgelegt, welche aus polnischen, ungarischen und tschechischen Produktionswerken stammten. Versorgt werden sollten die Märkte der Russischen Föderation und die der GUS-Staaten.

Staatliche Vergünstigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Produktion günstig zu halten wurde überdies ein weiterer Vertrag mit der weißrussischen Regierung vereinbart, der fünf Jahre lang eine Senkung der Zölle, Verbrauchs- und Mehrwertsteuer garantierte. Im Ablauf dessen wollte sich Ford dann sogar bis zu 70 % an dem Unternehmen beteiligen.

Das Scheitern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach knapp drei Jahren der Produktion waren die damaligen Befürchtungen der Wirtschaftsexperten bewahrheitet. Die Produktion erreichte für das Jahr 1999 gerade einmal 440 Fahrzeuge, bei einer möglichen Jahreskapazität von 6000 Einheiten. Auf Grund der zu geringen Nachfrage sah man ein, dass die Nachfrage auf den Zielmärkten zu gering ist und eine Änderung der Situation nicht zu erwarten sei. Im Juli 2000 wurde die Montage nach exakt drei Jahren gestoppt und das Werk geschlossen.

Anschließend wurde das Werk vom Autozulieferer Fenox Lada geführt, welcher bereits 2003 durch Unison ersetzt wurde.

Modellübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beteiligung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ford Motor Company: 51 %
  • Republik Weißrussland: 26 %
  • Lada-OMC: 23 %

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hell on wheels?(Ford opening assembly plant in Belarus)(Brief Article) - The Economist (US). encyclopedia.com. Abgerufen am 27. Juli 2010.
  2. Ford To Halt Assembly In Belarus July Due To Low Demand. findarticles.com. 2. Juni 2000. Archiviert vom Original am 29. Juni 2012. Abgerufen am 27. Juli 2010.
  3. Russel R. Miller: Selling to newly emerging markets. ISBN 1-56720-044-3 Buchseite 192. 1998. Abgerufen am 28. Juli 2010.
  4. Ford Club Belarus • Просмотр темы - vin КОД. Forum.fordclub.org. Abgerufen am 29. Juli 2010.
  5. VIN: FORD (europe). CARInfo. Abgerufen am 29. Juli 2010.